14 Fehler, die fast jeder Autofahrer macht.

Wenn wir mal ganz ehrlich sind, müssen wir uns wohl oder übel eingestehen, dass wir uns beim Autofahren im Laufe der Zeit den ein oder anderen Fehler angewöhnt haben. Manche Fehler, die wir machen, nehmen wir vermutlich gar nicht als solche wahr. Dennoch können sie unser Auto unnötig einem höheren Verschleiß aussetzen oder im schlimmsten Fall sogar uns oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

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1. Falsche Sitzposition

2009 ermittelte eine gemeinsame Untersuchung des TÜV SÜD und der Techniker Krankenkasse, dass rund 75 % aller Autofahrer nicht korrekt am Steuer saßen. Falsch hinterm Lenkrad zu sitzen, kann nicht nur Rückenschmerzen und Verspannungen nach sich ziehen, sondern bei einem Unfall auch ernsthafte Verletzungen durch den Airbag zur Folge haben.

Man sollte bei der Sitzhöhe darauf achten, dass die Augen ungefähr auf halber Höhe mit der Frontscheibe sind und dass die Instrumente gut abgelesen werden können. Der Fahrer sollte mit seinem Gesäß so nah wie möglich an der Rückenlehne sitzen, wobei die Knie beim Durchtreten der Pedale nicht durchgestreckt sein dürfen. Zudem sollte man stets aufrecht sitzen und die Schultern sollten auch beim Lenken stets Kontakt mit der Lehne halten. Weitere Tipps für richtiges Sitzen findest du zum Beispiel hier.

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2. Hand am Schaltknüppel

Das Ruhenlassen der rechten Hand auf dem Schaltknüppel kann dem Getriebe schaden, weil die Schaltgabel dadurch ständig auf die Schaltmuffe drückt. Insbesondere bei einem Getriebe mit klassischem Schaltgestänge kann dies zu einem vorzeitigen Verschleiß führen. Außerdem sollte man eigentlich stets beide Hände am Lenkrad haben.

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3. Kupplung treten

Manche treten auch bei Rotphasen an der Ampel die Kupplung durch, um zum Beispiel den ersten Gang eingelegt zu lassen, damit sie schneller losfahren können oder um die Start/Stopp-Automatik des Autos zu überlisten.

Die Kupplung ständig durchzudrücken, schädigt diese zwar nicht direkt, aber dafür das Ausrücklager, auf dem die gesamte Kraft der Kupplungsfeder lastet und das nicht dafür konzipiert ist, solche Energie dauerhaft auszuhalten. Sollte dieses Teil kaputtgehen, muss oft die komplette Kupplung ausgetauscht werden.

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4. Lenken, während man steht

Vor allem in engen Parklücken lässt es sich mitunter nicht vermeiden, im Stand zu lenken. Doch zumindest sollte das Auto dabei leicht rollen, weil die Lenkkräfte im Stand höher sind und dadurch eine größere Energie auf die technischen Komponenten einwirkt, was zu einen erhöhten Verschleiß führen kann.

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5. Schnee auf dem Dach

Wer im Winter das Dach seines Autos nicht vom Schnee befreit, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 25 Euro rechnen. Denn bei einem Bremsmanöver kann der Schnee vom Dach auf die Windschutzscheibe rutschen und somit die Sicht des Fahrers behindern. Aber auch für hinterherfahrende Autos kann der Schnee vom Dach ihres Vordermannes eine unnötige Gefahrenquelle darstellen.

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6. Falsche Schuhe

Laut einer von einem großen Versicherungsunternehmen durchgeführten Studie aus dem Jahr 2015 tragen 25 % der Frauen und 13 % der Männer gelegentlich Flipflops beim Autofahren. Jeder Vierte gibt an, mit diesen Schuhen schon einmal in der Fußmatte hängengeblieben zu sein, jeder Fünfte ist damit schon einmal vom Pedal abgerutscht.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt die Unfallkosten auch unabhängig vom Schuhwerk. Allerdings könnte die Vollkaskoversicherung, die für die Schäden am eigenen Auto aufkommt, bei unpassendem Schuhwerk des Fahrers die Leistungen einschränken oder verweigern.

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7. Motor im Stand warmlaufen lassen

Den Motor im Winter im Stand warmlaufen zu lassen, damit sich der Innenraum während des Eiskratzens aufwärmt, sollte man nicht nur unterlassen, weil es die StVO verbietet, sondern weil es obendrein dem Motor schadet.

Da das Triebwerk bei Leerlaufdrehzahl deutlich langsamer warm wird, bleibt das Öl länger dickflüssig und erreicht nicht alle Schmierstellen, wodurch zum Beispiel die Gleitlager ungeschmiert aufeinander reiben. Zudem kondensiert der Treibstoff, weswegen dem Motor mehr davon zugefügt werden muss. Außerdem kann der Auspuff unter Umständen schneller rosten, weil sich Kondenswasser im kalten Abgastrakt sammelt.

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8. Hutablage

Bereits kleinere Gegenstände, die ungesichert auf der Hutablage liegen, können bei einem Aufprall zu gefährlichen Geschossen in der Fahrerkabine werden.

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9. Bergab bremsen

Wer auf einer abschüssigen Strecke zwar leicht, aber kontinuierlich abbremst, überbeansprucht damit die Bremsscheiben und -beläge, da diese sich aufheizen und dadurch schneller verschleißen. Stattdessen sollte man lieber weniger oft, aber dafür fester bremsen, was den Bremsen gestattet, während des Rollens abzukühlen. Als Alternative bietet sich natürlich die Motorbremse an: also bergab einfach einen kleineren Gang einlegen.

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10. Ablenkung

Allein 2015 war jeder zehnte Unfall im Straßenverkehr mit Todesfolge auf Ablenkung zurückzuführen. Neben der Bedienung technischer Geräte wie dem Smartphone oder dem Navigationsgerät zählt hierzu zum Beispiel auch der Streit mit dem Beifahrer.

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11. Rückwärtsfahren

Den Rückwärtsgang einzulegen, während das Auto noch nach vorne rollt, dreht die Drehrichtung des Getriebes schlagartig um und begünstigt damit den Verschleiß der verschiedenen Wellen wie der Antriebswelle sowie des Differenzials. Zudem führt dies zu schauderhaften Geräuschen.

12. Luftdruck

Ein zu geringer Reifendruck kann einen vorzeitigen Verschleiß der Pneus, höheren Spritverbrauch sowie einen längeren Bremsweg zur Folge haben. Darüber hinaus kann das Auto schneller ins Schlingern geraten, und die Reifen werden durch die höhere sogenannte „Walkarbeit“ schneller heiß.

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13. Nicht blinken

Egal, ob beim Spurwechsel auf der Autobahn oder beim Abbiegen in der Innenstadt: Zunehmend scheint sich die Auffassung zu verbreiten, den Blinker nicht setzen zu müssen, solange sich keine anderen Verkehrsteilnehmer in unmittelbarer Nähe befinden. Allerdings ist dies ein Irrtum und kann zu der unschönen Angewohnheit führen, das Blinken generell zu vergessen.

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14. Reifentransport

Jedes Jahr zum Sommer- und Winterbeginn werden die Reifen gewechselt. Wer sie nach dem Werkstattbesuch im eigenen Auto nachhause transportieren möchte, sollte darauf achten, sie richtig zu verstauen. Wenn du eine Limousine mit umklappbarer Rückbank oder einen Kombi fährst, lass die Sitzbank eingerastet und hochgeklappt und fixiere die Reifen mit Spanngurten im Kofferraum. Die Sicherheitsgurte der Rückbank sollten zudem über Kreuz geschlossen werden, um eine zusätzliche Absicherung zu ermöglichen, falls die Spanngurte allein nicht ausreichen sollten.

YouTube/SafetyFirstTV

Darüber hinaus kann ein Reifen hinter dem Beifahrersitz zwischen die Rückbank geklemmt werden. Ansonsten sollten Reifen selbstverständlich nie ungesichert transportiert werden. Wie gefährlich ungesicherte Reifen selbst bei niedrigen Aufprallgeschwindigkeiten von unter 50 km/h für die Insassen werden können, zeigt dieses Video.

Hast du dich in einem dieser Punkte wiedererkannt? Vielleicht machst du es beim nächsten Mal anders. Sowohl dein Auto als auch die anderen Verkehrsteilnehmer um dich herum werden dir vermutlich danken.

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