12 Tricks, Bilder richtig aufzuhängen.

In seinem Buch Anleitung zum Unglücklichsein erzählt Paul Watzlawick folgende Geschichte: Ein Mann will ein Bild aufhängen, hat aber keinen Hammer. Erst will er zum Nachbarn, um sich einen zu borgen, kommt dann aber ins Zweifeln: Was, wenn der Nachbar ihm keinen Hammer leihen will? Der Mann steigert sich so sehr in diesen Gedanken hinein, dass er zum völlig ahnungslosen Nachbarn stürmt, klingelt und ihn anbrüllt: „Behalten Sie doch Ihren Hammer, Sie Rüpel!“

Watzlawick vermutet, dass die Menschen etwas brauchen, worüber sie sich ärgern können. Die Absicht, ein Bild aufzuhängen, kann schnell zu solchem Ärger führen – muss sie aber nicht. Denn wer einfach nur seine Wand verschönern möchte, und das am besten stressfrei, der findet im Folgenden hilfreiche Tipps. 

1.) Dosenlasche

Ist an deinem alten Bilderrahmen einmal die Aufhängung abgerissen, kannst du sie durch den Verschlussring einer Getränkedose ersetzen. 

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2.) Gerade Löcher

Die größte Herausforderung beim Bilderaufhängen heißt Beton. Wenn selbst Stahlnägel splittern, muss nicht selten die Schlagbohrmaschine oder gar der Bohrhammer her. Schwere Glasrahmen heftet man nämlich nur einmal mit „tesa Powerstrips“ an ... Bei großen Formaten sollte der Bohrer möglichst senkrecht in der Wand verschwinden, denn wenn links und rechts die Schraubköpfe schief aus der Wand stehen, hängt auch das Bild nachher schief.

Klebst du mit Kreppband eine alte CD an die Wand, sodass das Mittelloch über der Bohrmarkierung liegt, erkennst du im Spiegelbild ganz genau, ob der Bohrer im rechten Winkel steht. Damit der Bohrer nicht bereits beim Ansetzen abrutscht, kannst du mit einem dünnen Bohrer ein wenig vorarbeiten.

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Eine andere Möglichkeit ist ein stabiler Holzkeil, der als Führungsschiene an den Bohrer gehalten wird.   

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3.) Klebeband-Rahmen

Wer das Bohren in die Betonwand scheut, muss sich leichtere Alternativen suchen, seine Bilder zu rahmen. Dann halten sie auch mit Powerstrips. Insbesondere Fotos und Postkarten kommen mit einem Rahmen aus simplem Stoff-Klebeband schön zur Geltung. Um die Bilder zu schützen, kannst du sie vorher laminieren. Viele Copyshops bieten diesen Service bis zu Poster-Größen an. 

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Einen hochwertigen Look erhältst du, wenn du deine Bilder in ein Passepartout einfasst. Dieses wird mit Papier-Paketband an einem festen Karton fixiert, der als Rückwand des Rahmens dient. 

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4.) Hosenbügel

Eine kreative Methode, Poster und großformatige Fotos aufzuhängen, kommt aus deinem Kleiderschrank: In Hosenbügel geklemmt, brauchst du lediglich einen Nagel und die Bilder hängen gerade. Das Tollste ist aber, dass du die Bilder je nach Lust und Laune ganz leicht austauschen kannst.

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Ganz ähnlich funktioniert der Trick mit Magnetleisten. Hierfür musst du Magnetband auf Holzleisten kleben und deine Bilder dazwischen einklemmen – fertig! Bei Postern heftest du auch unten eine Magnetleiste an, damit sie schön straff hängen. Übrigens eignet sich diese Variante ebenso für Betonwände, da man die Leisten sowohl mit einer Schnur als auch mit Klebeband befestigen kann.

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5.) Kreppband

Um ein Bild auch wirklich gerade zu platzieren, nehmen viele Heimwerker etliche Bleistiftstriche auf der Tapete hin, bis die richtige Position und der Abstand zwischen den Aufhängungen ausgemessen sind. Das geht auch einfacher: Klebe einen Streifen Malerkrepp hinten auf den Rahmen. Darauf kannst du den Abstand der Aufhängung markieren. Jetzt brauchst du nur noch das Kreppband wieder abnehmen und an die Wand halten, um zu bestimmen, wo die Nägel in die Wand getrieben werden müssen. 

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6.) Stock und Nagel

Komplizierter ist das Ausrichten von Rahmen mit Drahtaufhängung. Dadurch, dass diese nachgeben, sobald das Gewicht des Rahmens auf ihnen lastet, lassen sich Bilder kaum Kante an Kante nebeneinandersetzen. Hier helfen ein flaches Stück Holz und ein kleiner Nagel. Den Nagel treibt man so weit durch das Holzstück, dass Kopf und Spitze herausgucken. Die Drahtaufhängung hakt man in den Nagel ein, hält das Bild dorthin, wo es später hängen soll, und drückt es vorsichtig an die Wand. Die Nagelspitze hat nun den richtigen Punkt für die Aufhängung markiert.

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7.) Gabeltrick

Bei Rahmen mit Drahtaufhängung kann jedoch unter Umständen schon das Aufhängen allein am Geduldsfaden knabbern. Ständig rutscht der Draht vom Nagel. Nimm eine Gabel und stecke sie so auf den Nagel, dass der Griff nach oben zeigt. Jetzt brauchst du bloß den Draht über den Gabelgriff ziehen und der Rahmen hängt am Nagel. Nur die Gabel solltest du hinterher nicht vergessen!  

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8.) Keine Spachtelmasse

Hast du dich umentschieden und deine Bilder sollen doch ganz woanders hängen? Kleine Löcher kann man ganz einfach mit weißer Zahnpasta füllen. Die ist nach einer Stunde trocken und das Loch ist nicht mehr zu sehen. Das gilt freilich nur bei weißen Wänden.

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9.) Keine Wasserwaage

Dafür, dass das Bild auch wirklich ganz gerade hängt, gibt es Wasserwaagen. Wenn du keine besitzt, macht das aber gar nichts. Zum einen gibt es für Smartphones kostenlose Apps, die sehr zuverlässig funktionieren. Zum anderen kannst du dir ganz einfach mit einem Lot behelfen. Befestige einen ausreichend schweren Gegenstand an einer Schnur und halte diese links und rechts an den Bilderrahmen. Steht die Schnur zu weit vom Rahmen ab, muss die Position korrigiert werden. 

10.) Bilderleiste

Wem die ganze Hängerei zu anstrengend ist, der kann seine Bilder auch stellen. Schmale Regalbretter, auf denen man die Bilderrahmen flexibel anordnen kann, sehen sehr modern aus. Große Bilder an einer freien Wand kann man gekonnt in Szene setzen, wenn man sie auf eine Staffelei oder schlicht auf den Boden stellt.

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11.) Backpapier

Willst du allerdings gleich mehrere Bilder an die Wand bringen, ist es sinnvoll, sie zunächst auf dem Boden liegend anzuordnen. Hier bekommst du eine Vorstellung, wie sie zueinander passen und welche Abstände nötig sind. Als Nächstes zeichnest du die Umrisse der Rahmen sowie die Position der Aufhängungen auf Backpapier, das sich bequem an die Wand heften lässt. Jetzt kannst du unbeschwert Nägel in die Wand schlagen, das Backpapier wieder abreißen und die Bilder aufhängen.

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12.) Hängungen 

Wie Bilder an einer Wand wirken, hängt nicht nur von den Farben und vom Motiv ab. Die Größe sollte im richtigen Verhältnis zum Raum und den darin befindlichen Möbeln stehen. Nicht zuletzt ist die Anordnung wichtig. Denn Bilder sollte man nicht einfach wahllos verteilen, sondern mit einem durchdachten Konzept zur Geltung bringen. Nur so gewinnt der Raum an Atmosphäre.

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Bilder sollten niemals Grund für Stress und Ärger sein. Vielmehr sollten sie unserer Wohnung eine persönliche Note verleihen und den Alltag etwas schöner machen. Mit diesen Tricks bekommst du dein Lieblingsbild nun garantiert kerzengerade an die richtige Stelle.

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