Bluterguss und andere Symptome: 5 mögliche Gründe.

An einem Tag stößt man sich den Zeh, am anderen übersieht man die offene Schranktür: Blaue Flecke haben meistens einen einfachen Grund: Verletzungen der Blutgefäße nach einem Stoß. Diese zeigen sich dann als blaue und lila Blutergüsse auf der Haut. Sie sind harmlos und schmerzen nur ein wenig, sobald man sie berührt.

Wenn man aber kein Tollpatsch ist, der sich häufig stößt, und trotzdem unerklärliche Blutergüsse an sich entdeckt, könnte auch ein körperliches Problem dahinterstecken. Die folgenden Gründe können für Blutergüsse verantwortlich sein und treten zumeist mit weiteren Symptomen auf:

1.) Hormonelle Imbalance

Vor allem bei Frauen kann eine hormonelle Umstellung zu Blutergüssen führen. Insbesondere in der Menopause, während einer Schwangerschaft oder unter dem Einfluss eines hormonellen Medikaments kann der Östrogenspiegel im Körper abfallen. Dies hat zur Folge, dass die Blutgefäße schwächer werden und sie etwa schon bei einem leichteren Stoß verletzt werden können.

2.) Medikamenteneinnahme

Nicht nur hormonelle Präparate können Einfluss auf den Körper nehmen, auch bei anderen Medikamenten besteht die Gefahr von Nebenwirkungen in Form von blauen Flecken. Vor allem Arzneimittel, die das Blut verdünnen, können Blutergüsse begünstigen. Tabletten mit dem Wirkstoff Aspirin führen besonders oft zu den unschönen Hautverfärbungen. Wenn man derartige Medikamente einnimmt und regelmäßig Blutergüsse an sich entdeckt, sollte man von einem Arzt abklären lassen, ob das Präparat weiterhin eingenommen werden soll.

3.) Diabetes

 

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Wenn man von grundlosen Blutergüssen hört, denkt man unwillkürlich an Diabetes. Denn dieses Symptom tritt schon in einem frühen Stadium der Zuckerkrankheit auf. Wenn man zudem noch von Müdigkeit und übermäßigem Durst betroffen ist, sollte man sich untersuchen lassen.

4.) Schwere Gewichte heben

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Ein weniger besorgniserregender Grund ist eine Überlastung des Körpers. Überlastete Blutgefäße, durch die Blutergüsse entstehen, haben zwar keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Jedoch sind sie ein Zeichen dafür, dass man z.B. beim Krafttraining ein zu hohes Gewicht gestemmt hat, für welches der Körper nicht bereit war. Auch Schulkinder können zuweilen an blauen Flecken leiden, denn nicht selten sind ihre Schulranzen zu schwer bepackt. Spätestens beim Auftreten von Blutergüssen sollte man daher das Gewicht des Inhalts reduzieren.

5.) Nährstoffmangel

 

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Nicht nur ein hormonelles Ungleichgewicht kann die Blutproduktion schwächen, sondern auch ein Fehlen der nötigen Vitamine. Beispielsweise ist das Vitamin B12 wichtig für die Blutproduktion und sollte dem Körper immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Aber auch Eisen ist essenziell, um die Gefäße stabil zu halten. Bevor man jetzt aber panisch in die nächste Drogerie rennt und sich allerhand Vitamin-Präparate zulegt, sollte man mit einem Arzt darüber sprechen, welche Nährstoffe wirklich gebraucht werden und wie man diese durch seine Ernährung zu sich nehmen kann.

6.) Bluterkrankungen

Neben den bereits beschriebenen Nebenwirkungen auf das Blut kann dieses aber natürlich auch selbst der Grund für die Beschwerden sein. Wenn man neben den Blutergüssen auch an schmerzenden und geschwollenen Gliedern und Zahnfleisch- oder Nasenbluten leidet, könnte eine Bluterkrankung wie Leukämie oder Thrombozytopenie vorliegen. In diesem Fall sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

7.) Altersbedingte Veränderungen

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Ein nerviger, aber ganz natürlicher Grund für blaue Flecken ist die Alterung der Haut. Sie verliert an Elastizität – vor allem an den Beinen – und so kann selbst die kleinste Berührung zu einem Bluterguss führen. Manchmal nimmt man die Einwirkung gar nicht wahr, sodass man sich den daraus resultierenden blauen Fleck nicht erklären kann.

So faszinierend der menschliche Körper ist, ist er trotzdem ein empfindliches System, das durch äußere Einflüsse oder einen Mangel an verschiedenen Nährstoffen aus der Bahn geworfen werden kann. Die meisten Gründe für mysteriöse Hämatome kann man leicht aus der Welt schaffen. Jedoch gilt: Bei Unsicherheiten sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Quelle:

Brightside

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