So viel können deine alten D-Mark-Münzen heute wert sein.

Hast du noch alte D-Mark-Münzen zuhause? Nachdem am 1. Januar 2002 der Euro die Deutsche Mark ersetzt hatte, wurden bei Weitem nicht alle Scheine und Münzen umgetauscht. So ist mehr als 15 Jahre später noch immer Bargeld im Wert von knapp 13 Milliarden Mark im Umlauf.

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Dass noch derart viel Geld offiziell „im Umlauf“ ist, hat verschiedene Gründe. So manche D-Mark wurde aus nostalgischen Gründen aufgehoben, ein Teil der Scheine und Münzen ist mit der Zeit einfach verloren- oder kaputtgegangen, einiges wurde von Touristen mit ins Ausland genommen.

In absoluten Stückzahlen teilt sich der Milliardenwert in ungefähr 167 Millionen einzelne D-Mark-Scheine sowie ca. 23 Milliarden einzelne D-Mark-Münzen auf, die nie umgetauscht wurden. Hierbei ist der 10-DM-Schein mit rund 72 Millionen Stück der Spitzenreiter unter dem Papiergeld, mit ungefähr 9,7 Milliarden Stück die 1-Pfennig-Münze unter dem Kleingeld.

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Doch nicht nur, wenn du sie umtauschst, sind Mark und Pfennig den ein oder anderen Euro oder Cent wert. Unter Sammlern werden seltene Münzen für ein Vielfaches des Nennwerts gehandelt. Hast du vielleicht ein paar geheime Schätze in deiner Sammlung?

Unter den 50-Pfennig-Stücken sticht mit Sicherheit eine Fehlprägung von 1950 hervor, die den Schriftzug „Bank deutscher Länder“ anstatt „Bundesrepublik Deutschland“ trägt, weil ein Mitarbeiter der Prägestätte damals versehentlich zur falschen Schablone griff. Ein solches Exemplar kann je nach Zustand 400 bis 600 Euro wert sein.

Bei den 1-DM-Münzen zum Beispiel solltest du vor allem auf jene von 1954 mit dem Buchstaben G achten, die selbst mit einer „sehr schönen“ Qualität noch mit 10 Euro, in „Stempelglanz“ mit bis zu 1.200 Euro bewertet werden.

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Wie bei den deutschen Euro-Münzen bezeichnet der kleine Buchstabe den Prägeort. G steht hierbei für die Staatliche Münze Karlsruhe. Die anderen noch aktiven Standorte sind Berlin (A), München (D), Stuttgart (F) und Hamburg (J).

Das vermutlich wertvollste 5-DM-Stück stammt von 1958 und hat den Buchstaben J. Mit etwas Glück kann man hierfür 800 bis 4.000 Euro erhalten. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Millionenauflagen wurden von dieser speziellen Münze nämlich nur 60.000 Stück geprägt.

Für eine 5-DM-Münze aus demselben Jahr, aber mit dem Buchstaben F, können immer noch bis zu 500 Euro möglich sein.

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Doch den höchsten Sammlerwert dürfte die Münze mit dem geringsten Nennwert in dieser Auflistung haben: die 2-Pfennig-Stücke aus reinem Kupfer von 1968 und 1969 mit den Buchstaben J. Anstatt aus kupferplattiertem Eisen wurden diese Münzen aus reinem Kupfer geprägt. Äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden, sind die puren Kupfermünzen nicht magnetisch.

Preise von 2.000 bis 5.000 Euro können mit diesen seltenen Exemplaren erzielt werden. Allerdings wurden von der 2-Pfennig-Münze 1969 mit J in Kupfer nur ca. 500 Stück geprägt – in Eisen hingegen 40 Millionen.

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Eine detaillierte Auflistung der verschiedenen D-Mark-Münzen und ihres jeweiligen Sammlerwerts findest du hier. Solltest du noch alte D-Mark-Münzen und -Scheine zuhause haben, kannst du sie kostenlos und zeitlich wie in der Höhe unbegrenzt bei allen Filialen der Deutschen Bundesbank umtauschen.

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