8 Symptome bei Eisenmangel und was dagegen hilft.

Immer häufiger hört man von Menschen, die an Eisenmangel leiden. Besonders Frauen sind davon betroffen. Dabei gehören nicht nur Schwangere zur Risikogruppe, sondern allgemein Frauen im gebärfähigen Alter, da sie durch die monatliche Menstruation Blut verlieren. Da Eisen für den Körper lebenswichtig ist, aber nicht von ihm produziert werden kann, muss es durch die Nahrung aufgenommen werden.

Wie viel Eisen man benötigt, hängt von der täglichen Aktivität und dem Alter ab. Einige Symptome können auf einen Eisenmangel hinweisen und sollten auf jeden Fall untersucht werden, vor allem, wenn sie häufiger und/oder zusammen mit anderen auftreten. Die folgenden Punkte erklären mögliche Symptome und deren Ursachen.

1.) Kopfschmerzen

 

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Kopfschmerzen können vieles bedeuten, aber im Grunde sind sie in den meisten Fällen das Resultat einer schlechten Sauerstoffversorgung. Diese tritt vor allem bei einem Eisenmangel auf, da die Produktion von Hämoglobin bei zu wenig Eisen im Körper eingeschränkt ist. Besonders während der Menstruation kann es zu solchen Kopfschmerzen kommen, da der Blutverlust auch ein Schwinden des Eisenspiegels bewirkt.

2.) Kurzatmigkeit

Auch hier ist der Grund die geringe Sauerstoffversorgung des Körpers. Wenn im Körper nicht genug Eisen vorhanden ist, kann der Sauerstofftransport in die Zellen nicht gewährleistet werden. Deshalb schickt das Gehirn den Sauerstoff in ausreichendem Maße nur an die „wichtigen“ Stellen des Körpers. Das führt dazu, dass selbst bei tiefem Einatmen nicht genügend Sauerstoff in die Lungen kommt. Wenn dieses Phänomen beim Treppensteigen oder dem Tragen schwerer Gegenstände auftritt, sollte der Eisengehalt des Blutes untersucht werden.

3.) Brüchige Nägel

 

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Wieso brechen bei einigen Menschen die Nägel schneller ab als bei anderen? Der Grund dafür kann tatsächlich zu wenig Eisen im Blut sein. Durch diesen Mangel ist das Wachstum der Finger- und Fußnägel gehindert, sodass Betroffene oftmals mit spröden, blassen und brüchigen Nägeln zu kämpfen haben. Nagellack und andere belastende Mittel sollten daher vermieden werden.

4.) Müdigkeit und Erschöpfung

Die meisten Menschen, die von einem Eisenmangel betroffen sind, klagen über ständige Müdigkeit und Erschöpfung, obwohl sie keine besondere Anstrengung hinter sich haben. Bei den meisten ist dies sogar ein Dauerzustand. Dieses Symptom hängt wieder mit dem Hämoglobin-Niveau im Körper zusammen und wird daher durch eine zu niedrige Sauerstoffzufuhr ausgelöst. 

5.) Blasse Haut

 

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Nicht nur an den Nägeln kann man einen möglichen Eisenmangel erkennen, sondern auch an der Haut. Blasse Haut und Augenringe können ebenso eine niedrige Hämoglobin-Produktion aufzeigen. Denn anstatt durch Hämoglobin rot zu sein, verblasst die Haut. Bei einigen Betroffenen kann sogar das Zahnfleisch davon betroffen sein.

6.) Haarausfall

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Für Haarausfall gibt es verschiedene Gründe, aber wenn man beispielsweise eine Schwangerschaft oder ein Schilddrüsenproblem ausschließen kann, könnte der Körper Eisen benötigen. Vor allem ältere Frauen, die sich kurz vor der Menopause befinden, können von diesem Symptom des Eisenmangels betroffen sein. Der Grund dafür ist zu wenig Ferritin im Blut. Dieses hilft dabei, Eisen im Körper zu speichern.

7.) Schnelles Frieren

 

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Es gibt immer diesen einen Freund, der ständig friert. Dieses Phänomen hat bei vielen nichts mit ihrem zu luftigen Kleidungsstil zu tun, sondern kann ein Indiz für Eisenmangel sein. Die roten Blutkörperchen sind unter anderem für die Wärmeregulierung im Körper zuständig. Bei fehlendem Eisen können sie nicht richtig arbeiten und es kommt zu Zittern und zu Kälteempfinden in eigentlich warmen Räumen.

8.) Depressionen

 

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Stimmungsschwankungen, Angststörungen und Appetitlosigkeit sind nur einige der Faktoren, die bei einer Depression auftreten können. Bei Kindern kann es sogar zu einer Entwicklungsstörung kommen, wenn sie lange unter Eisenmangel leiden. Natürlich werden Depressionen nur in besonders schweren Fällen durch einen Eisenmangel ausgelöst. Wenn man jedoch keine genaue Ursache für eine Depression feststellen kann, sollte man sein Blut auf Eisenmangel untersuchen lassen.

Abhilfe

Es ist wichtig, die Symptome zu beobachten und bei Unsicherheit einen Arzt aufzusuchen. Wenn dieser per Bluttest einen Eisenmangel feststellt, kann man diesen leicht regulieren. Es gibt spezielle Tabletten, welche den Körper ausreichend mit Eisen versorgen. Wer jedoch keine Medikamente einnehmen möchte, der kann es einmal mit einer Ernährungsumstellung versuchen.

Es kann hilfreich sein, eisenhaltige Lebensmittel in seine Ernährung einzubauen. Nicht nur Spinat enthält viel Eisen, sondern auch Rindfleisch, Bohnen und Grapefruit. Generell kann es nicht schaden, Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Paprika und Brokkoli zu essen. Das Vitamin C dieser Nahrungsmittel fördert nämlich die Aufnahme von Eisen im Körper.

Es heißt ja immer, dass eine gesunde Ernährung aus viel Flüssigkeit besteht. Jedoch muss man bei Eisenmangel aufpassen, was man trinkt. Tee und Kaffee sollten zu den Mahlzeiten tabu sein, denn die darin enthaltenen Gerbstoffe hemmen die Aufnahme des Eisens aus Lebensmitteln. Also den morgendlichen Kaffee mindestens eine Stunde vor oder nach dem Frühstück genießen. Teetrinker setzen am besten auf Roiboos-Tee, denn dieser enthält Eisen und Kupfer.

Hinweis:

Bevor man mit der Behandlung des Eisenmangels beginnt, sollte man sicherstellen, dass die Ernährung oder Einnahme von Eisentabletten keine Nebenwirkungen auf ggf. einzunehmende andere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel hat. Bei säurebindenden Medikamenten sowie Kalzium- und Magnesium-Präparaten ist Vorsicht geboten, denn diese hemmen die Aufnahme von Eisen.

Erstaunlich, was so ein Mangel im Körper anrichten kann. Wenn man einen Verdacht auf Eisenmangel hat, kann der Arzt dies ganz leicht herausfinden. Glücklicherweise können die Symptome dann schnell gelindert werden.

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