6 raffinierte Tricks, wie du Gläser von lästigen Aufklebern befreist.

Sei es die nagelneue Servierschale oder das gebrauchte Einweckglas, der Maut-Aufkleber vom Urlaub oder ein störender Sticker an der Scheibe: Immer wieder begegnen einem nervende Etiketten, die sich einfach nicht ablösen lassen. Und wenn, dann hat man schmierige Rückstände, die nun wirklich nicht schön aussehen.

Zum Glück gibt es genügend clevere Hausmittelchen, um gegen jede Art von Etikett oder verwendetem Klebstoff wirksam vorzugehen – und dabei Oberflächen, Fingernägel und Nerven zu schonen!

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1. Wasser

So banal es klingt: Mit Wasser bekommt man tatsächlich so manchen hartnäckigen Aufkleber von Gläsern entfernt. Wichtig ist dabei, dass man das Etikett ausreichend lange einweichen lässt. Dies geht mit einem herumgewickelten nassen Spültuch (ab und an nachwässern) oder indem man etwa sein leeres Marmeladenglas mit Wasser befüllt und in einen vollen Wassereimer stellt. Ein paar Stunden warten und das Etikett einfach abziehen.

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Leider ist nicht jeder Kleber wasserlöslich, daher:

2. Benzin und Lösemittel

Zum Ablösen von besonders hartnäckigen Kleberesten wurde schon zu Großmutters Zeiten gerne Haushaltsbenzin (Wundbenzin, Waschbenzin oder Feuerzeugbenzin) verwendet. Einpinseln, einwirken lassen, fertig. 

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So wirksam diese Mittelchen auch sind, sie riechen leider unangenehm. Und Benzin greift Kunststoffe sowie empfindliche Oberflächen an. Also nur für Glas oder Keramik benutzen! Dasselbe gilt auch für Nagellackentferner, Pinselreiniger oder Terpentin. Wenn der Sticker am empfindlichen Holzfurnier der Kommode haftet, ist daher der folgende Tipp wichtig:

3. Fett

Butter, Margarine oder Speiseöl hat fast jeder zuhause. Und alle drei wirken gerade bei nicht wasserlöslichen Etiketten wahre Wunder. Das Etikett zur Not etwas aufrauen, dann dick einschmieren und über Nacht einziehen lassen. Wenn der Kleber weich geworden ist, kann man ihn ganz einfach mit einem Küchenpapier abreiben. Wer sichergehen will, dass keine Schlieren übrig bleiben, nimmt statt des Küchenkrepps ein in heißes Wasser getränktes Baumwolltuch.

Gut eignen sich auch Lampenöl oder farblose Schuhcreme. 

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich Orangenreiniger, der auf der Basis von ätherischen Ölen funktioniert. Orangenreiniger duftet dabei aber nicht nur herrlich frisch und ist lebensmittelecht – er ist auch sehr effektiv. Daher nur kurz einwirken lassen und gleich darauf wegwischen. So bleiben selbst Kristallgläser und Silberbesteck streifenfrei sauber.

butter!

4. Hitze

Oft bekommt man Etiketten auch dadurch vom Glas entfernt, dass man sie mit einem Föhn erhitzt. Den Föhn auf die höchste Hitzestufe einstellen und den Luftstrom auf den unerwünschten Sticker richten. Viele Klebstoffe werden durch die große Wärme porös oder weich – und lassen sich so einfach überlisten. Zur Not kannst du etwaige Restspuren dann mit den anderen Mittelchen beseitigen.

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5. Mischungen

Zum Schluss noch zwei Mix-Rezepturen, die gleich die Eigenschaften mehrerer Klebstoff-Teufel kombinieren. Die lassen sich prima auf Vorrat herstellen und in ein Schraubglas füllen, damit man sie nicht jedes Mal neu machen muss.

Die erste Mixtur besteht aus:

  • 120 g Natron (oder Backpulver)
  • 50 ml Speiseöl
  • 15 g Spülmittel

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Gut vermischt, pinselt man damit das Etikett ein, lässt es ein paar Minuten einwirken und reibt dann alles mit warmem Wasser und Küchenkrepp ab.

Wer will, kann die Zutaten auch nacheinander anwenden, um so ein noch besseres Ergebnis zu erzielen: Zuerst eine Paste aus warmem Wasser und Natron machen und einwirken lassen, danach mit Öl abreiben, und zu guter Letzt mit Wasser und Spüli nachwischen.

Die zweite Mischung besteht aus:

  • Aceton (oder Nagellackentferner)
  • Terpentin
  • Waschbenzin

Dieses hochwirksame Mittel besiegt selbst den stärksten Klebstoff – reizt allerdings die empfindliche Haut. Also unbedingt Haushaltshandschuhe verwenden!

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Nun steht dem ungetrübten Durchblick durch sämtliche Gläser nichts mehr im Wege. Hilft ein Mittelchen nicht, hilft ein anderes. Probier es einfach aus!

Quelle:

frag-mutti

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