Für Radfahrer: 9 Erste-Pannenhilfe-Tricks und mehr.

Im Sommer ist das Fahrrad oft der wichtigere Begleiter als das Auto. Damit du entspannt durch die Gegend flitzen kannst, findest du hier einige praktische Tipps für eine gelungene Radel-Saison.

1. Kettenreinigung

Für diesen grandiosen Trick brauchst du nichts weiter als 2 alte Zahnbürsten, eine Schere und Klebeband. Mit dieser Kombination kannst du die Kette makellos reinigen. Zuerst legst du die Zahnbürsten so übereinander, dass beide Bürstenköpfe nach innen zeigen, und wickelst Klebeband um die Stiele. 

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Nun lässt du einfach die Kette durch die Bürstenkonstruktion laufen (ggf. Fahrrad auf den Kopf stellen). Das ist eine tolle Methode, um auch den Bereich zwischen den Kettengliedern sauber zu machen, was mit gröberen Bürsten oder Lappen schwer möglich ist.

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2. Schlauchreparatur

Wenn du unterwegs bist und der Schlauch platzt, ist man ohne Flickzeug aufgeschmissen. Doch mit diesem Trick kommst du wenigstens notdürftig weiter, bis du Hilfe findest: Du nimmst den Schlauch zuerst vorsichtig aus dem Mantel und knotest ihn dann an der undichten Stelle möglichst materialsparend zusammen. Wenn du zu großzügig bist, wird der Schlauch nämlich zu kurz, um ihn wieder auf die Felge zu setzen.

Danach setzt du ihn wieder in den Mantel und auf das Rad. Der Schlauch kann jetzt allerdings leichter platzen als vorher, weshalb du besonders vorsichtig weiterfahren solltest. Die Konstruktion sollte unbedingt nur so lange verwendet werden, bis du einen Ersatzschlauch in die Hände bekommst.

BANG

3. Mantelweiterverwendung

Manchmal bist du einfach ein Pechvogel – nämlich, wenn du unterwegs feststellen musst, dass dein Reifen aufgeschlitzt ist. Das kann leicht beim Überfahren von spitzen Steinen oder Glasscherben passieren. Du kannst dir ganz schnell selbst provisorisch helfen, wenn du die Stelle innen im Mantel abdeckst, damit wenigstens der Schlauch nicht offen liegt.

Du brauchst nur etwas, das als Mantelschuh dienen kann. Das kann nahezu alles sein, was flach ist und sich an die Form des Mantels anpasst. Eine Möglichkeit ist ein Geldschein oder ein anderes zusammengefaltetes Papier. Auch die Verpackung eines Schokoriegels kann herhalten. Ist die betroffene Stelle an der Seitenwand, solltest du möglichst hartes Material benutzen, z.B. eine Plastikkarte.

Der Trick kann dich zwar im Wald oder auf einsamen Landstraßen retten, aber natürlich musst du einen Reifenwechsel durchführen, sobald die Möglichkeit dazu besteht.

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4. Trinkflaschenhalterung

Wenn du mal länger unterwegs bist, ist es von Vorteil, mal einen Schluck trinken zu können. Für eine simple Halterung sind Kabelbinder in Kombination mit einer Plastikflasche genau das Richtige. Du zurrst die Flasche einfach mit zwei Kabelbindern am so genannten Unterrohr fest – natürlich nur so fest, dass du sie auch wieder herausnehmen kannst.

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5. Handschuhherstellung

Vielleicht willst du eine längere Tour unternehmen, hast aber gerade keine Radhandschuhe zur Hand? Nimm einfach ein Paar dünne Handschuhe, z.B. einfache Gartenhandschuhe. Dann brauchst du nur noch eine Schere, mit der du den Großteil der Fingerlänge abschneidest. Schon hast du das perfekte Tourenaccessoire.

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6. Licht- und Handyfixierung

Gummis sind in vielen Lebenslagen hilfreich. Und auch am Fahrrad können sie durchaus bereichernd sein, wenn du Dinge befestigen willst. Erstens kannst du damit wunderbar dein Handy am Lenker festmachen, wenn du es z.B. als Navi benutzen willst. Zweitens eignen sich Gummiringe auch, um dein Licht am Lenker zu befestigen, sollte die Halterung dafür fehlen. 

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7. Pedalfixierung

Reißt das Pedal beim Fahren plötzlich aus der Kurbel oder fängt an, hin und her zu rutschen, hast du hoffentlich Klebeband in der Nähe. Damit kannst du nämlich das Außengewinde der Pedale umwickeln und es anschließend wieder in den Kurbelarm hineinschrauben. Natürlich sollte das auch nur die Lösung darstellen, bis die nächste Werkstatt auftaucht.

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8. Sattellockerung

Kennst du das, wenn du die Höhe deines Sattels verstellen möchtest, du ihn aber partout nicht aus dem Sitzrohr bekommst? Das erste Ziel sollte sein, die Sattelstütze drehen zu können. Sobald du das geschafft hast, kannst du Öl oder Vaseline zwischen die beiden Fahrradteile schmieren. Wenn du den Sattel weiterhin hin und her bewegst, sollte sich das Fett verteilen. Nun ist die Chance viel größer, dass sich die Stütze auf und ab bewegen lässt.

Schwinn Seat, East Village

 9. Kratzerbeseitigung

Hat dein Fahrrad schon seit Ewigkeiten einen Kratzer, der dich nervt, weil er es unansehnlicher macht? Du kannst ganz leicht Abhilfe schaffen, indem du dir ein Fläschchen Nagellack zulegst, der die gleiche Farbe hat wie der Rahmen. Du übermalst den Kratzer einfach mit dem Lack und dein Rad sieht wieder aus wie neu.

Curves Fallen On Hard Times

Im folgenden Video kannst du die Umsetzung der genannten Ideen anschauen und noch weitere schlaue Kniffe erfahren:

Mit dieser Unterstützung kannst auch du dich gleich aufs Rad schwingen. Los geht's!

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