Mit Kaffeefilter-Trick Papierrosen zaubern.

Totgesagte leben länger: So geht es auch dem guten alten Filterkaffee. Trotz des Trends zu Alu-Kapseln und raumschiffähnlichen Espresso-Maschinen erfreut sich die Filtertüte weiterhin großer Beliebtheit.

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Mit den Papierfiltern kann man jedoch nicht nur seine Koffeinsucht stillen, sondern auch Dinge basteln, die einen wahrhaft aus den Socken hauen. Zum Beispiel Rosen, die so realistisch aussehen, dass man sie glatt gießen möchte. Wetten?

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Dafür brauchst du:

So geht es:

1.) Zunächst legst du die Vorlagen auf die Kaffeefilter und schneidest sie aus. Sowohl das vordere als auch das hintere Blatt des Filters werden benötigt. Wirf die Schnittreste nicht weg, auch sie wirst du noch brauchen.

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2.) In den folgenden Schritten werden die einzelnen Teile der Rose mithilfe des Blumenbands zusammengeführt. Knicke zunächst den Draht mittig zusammen, damit er doppelt liegt und mehr Stabilität gewinnt. Den Draht umwickelst du fest mit dem Blumenband. Dieses klebt nur, wenn man es leicht auseinanderzieht.

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3.) Für die ersten Blüten öffnest du den Filter von Vorlage 1 vorsichtig an der Klebenaht, sodass alle vier Blütenblätter nebeneinander aufgereiht sind, wickelst ihn um die Drahtspitze und fixierst das Ganze mit etwas Blumenband.
Mit den nächsten Blütenblättern der Vorlagen 2 bis 4 verfährst du ebenso: Behutsam die Filternaht lösen, Filter um den Draht wickeln und fixieren.

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4.) Sodann sind die losen Blütenblätter an der Reihe: Ordne die Blütenblätter der Vorlagen 5 und 6 fächerförmig an. Die Blätter überlappen sich leicht. Greife jetzt den Blütenfächer an der Spitze und wickle auch diesen mit Blumenband um den Draht. Solltest du Schwierigkeiten haben, den ganzen Fächer zu fassen, kannst du auch jeweils nur 3 Blütenblätter auf einmal nehmen.
Mit den Blütenblättern der Vorlagen 7 und 8 verfährst du auf dieselbe Weise. Etwaige Knitter oder verrutschte Blätter kannst du zurechtzupfen. Um deine Rose noch voller wirken zu lassen, schneidest du aus den Schnittresten zusätzliche Blütenblätter aus.

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5.) In diesem Schritt bekommt die Rose ihre Farbe. Rosen gibt es in nahezu allen Farbvarianten. Orientiere dich daher entweder an der Natur oder lass dir selbst etwas einfallen. Als Material empfiehlt sich Aquarellfarbe aus der Tube, da sie sich leicht mit Wasser mischen lässt.
Tauche deine Papierrose in ein Gefäß mit stark verdünnter Farbe. Als Nächstes malst du mit einem weichen Borstenpinsel die Ränder der Blütenblätter mit einem dunkleren Farbton an. Durch die Struktur des Kaffeefilters zerfließen die Farben in weichen Übergängen. Lass die Blume über Nacht trocknen.

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6.) Abschließend der Feinschliff: Nimm den Schaschlikspieß und rolle damit die Blütenblätter seitlich schräg ein. Arbeite dich dabei an der Blüte von außen nach innen vor.

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Hier kannst du dir die ganze Anleitung noch einmal im Video ansehen (auf Englisch):

Mit diesem Kaffeefilter-Trick erhält man bereits beim ersten Mal erstaunliche Ergebnisse. Mit etwas Übung kann man die Rosen aber zu wahrhafter Perfektion bringen. Von echten Blüten sind sie dann lediglich noch am Duft zu unterscheiden. Hier ein paar Beispiele:

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Einer mittelalterlichen Legende nach prüfte die Königin von Saba die Weisheit König Salomos, indem sie Kunstblumen neben echte stellte. Da mit bloßem Auge kein Unterschied zu erkennen war, öffnete Salomo das Fenster und ließ Bienen herein. Mit den Kaffeefilter-Rosen kannst du die echten Rosen für die Bienen im Garten stehen lassen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Quelle:

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