7 riskante Lebensmittel aus aller Welt.

Manche Menschen brauchen den Adrenalinschub und suchen deshalb nach Abenteuern: Beim Fallschirmspringen, Bungee-Jumping oder anderen riskanten Extremsportarten wollen sie der Routine des Alltags entkommen. Doch manchmal kann bereits ein einfacher Restaurantbesuch für ausreichend Nervenkitzel sorgen – zumindest wenn man eines der folgenden 7 Lebensmittel bestellt, die, falsch zubereitet oder roh gegessen, schnell zur Henkersmahlzeit werden können.

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1.) Kugelfisch

Das bekannteste Lebensmittel auf dieser Liste dürfte Fugu sein. Fugu ist eine japanische Spezialität aus dem Muskelfleisch von Kugelfischen, das mehr oder weniger der einzige nicht giftige Teil dieses Tieres ist. Vor allem in der Haut, der Leber sowie in den Eierstöcken der Weibchen findet sich das Nervengift Tetrodotoxin, das bereits 45 Minuten nach dem Verzehr Lähmungserscheinungen, zum Beispiel der Atemmuskulatur, hervorruft.

In Japan darf das Kugelfischgericht nur unter Lizenz zubereitet und serviert werden, wodurch es nahezu keine Todesopfer durch Fugu gibt. Dass, statistisch gesehen, dennoch fünf Japaner pro Jahr an Fugu sterben, liegt daran, dass es sich dabei ausnahmslos um Privatleute handelt, die den Fisch unsachgemäß zubereiten oder die Leber als Rauschmittel verzehren.

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2.) Akee

Die Frucht des gleichnamigen Baumes wird in tropischen und subtropischen Gebieten weltweit angebaut und ist die Nationalfrucht Jamaikas, wo Akee mit „Saltfish“ – gesalzenem und getrocknetem Kabeljau – ein beliebtes Gericht ist. Akee-Öl ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung vieler Jamaikaner.

Aber abgesehen vom fleischigen Samenmantel, sind die Akee-Frucht und ihr Samen giftig. Wenn man Akee essen will, muss man darauf achten, dass sich die Frucht von selbst geöffnet hat und dass sie frisch ist, da unreife und überreife Früchte ebenfalls giftig sind und schlimmstenfalls zum Tod führen können.

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3.) Cashewkern

Keine Sorge, die Cashewkerne aus dem Supermarkt kannst du weiterhin bedenkenlos kaufen und verzehren. Denn diese sind entsprechend behandelt und daher für den Verzehr geeignet. Im Rohzustand bergen Cashewkerne allerdings gewisse Risiken.

Denn die Schale enthält ein Öl mit dem Namen Anacardinsäure, das hautreizend wirkt und mit dem allergenen Öl Urushiol verwandt ist, das u.a. im Giftefeu zu finden ist.

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4.) Maniok

Der Maniok – auch als Cassava bekannt – ist eine in den Tropen und Subtropen angebaute Pflanze, deren Wurzelknollen als Nahrungsmittel – eine Art Kartoffelersatz – verwendet werden. Außerdem kann Maniokmehl ähnlich wie Weizenmehl genutzt werden.

Im rohen Zustand sind die Wurzelknollen allerdings giftig. Beim Verzehr setzen die rohen Knollen Zyanid bzw. Blausäure frei, weswegen sie zuvor entsprechend gekocht, gebacken oder sonst wie zubereitet werden müssen.

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5.) Rotfleischige Archenmuschel

Die Muschel mit dem roten Weichkörper ist im Pazifik weitverbreitet und wird vor allem in Asien in Aquakultur angebaut. Unter Wasser leben sie in sauerstoffarmen Umgebungen, wo sie sich von Bakterien und Viren wie Hepatitis A, Hepatitis E, Typhus oder Ruhr ernähren, um die benötigten Nährstoffe zu erhalten.

Dieser Umstand macht den Verzehr der Rotfleischigen Archenmuschel so gefährlich, obwohl sie als äußerst schmackhaft gilt. So wird sie zum Beispiel in Shanghai lediglich kurz gekocht, was die Krankheitserreger nicht abtötet. Anderswo wird sie sogar roh gegessen, was die Wahrscheinlichkeit einer Infektion unnötig erhöht.

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6.) Affenhirn

Wer den Film „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ gesehen hat, wird sich bestimmt noch an die Szene mit dem Bankett erinnern, bei dem unter anderem Affenhirn auf Eis zum Nachtisch serviert wird. Affenhirn galt in China während der Qing-Dynastie im 18. Jahrhundert als Delikatesse. Heutzutage bestrafen die chinesischen Behörden im Sinne des Tierschutzes das Servieren von Affenhirn mit bis zu 10 Jahren Haft.

Generell kann der Verzehr von Affenhirn Hirnerkrankungen beim Menschen hervorrufen und virale Krankheiten, wie zum Beispiel Ebola, vom Tier auf den Menschen übertragen.

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7.) Lebender Oktopus

Dass einem tatsächlich ein lebender Oktopus vorgesetzt wird, wenn man in Südkorea San-nakji bestellt, kommt eher selten vor. In der Regel wird das Tier getötet und in kleine Stücke geschnitten, bevor es serviert wird. Aufgrund des besonderen Nervensystems des Oktopus können die Tentakel jedoch noch Nervenaktivitäten aufweisen, sodass sie sich auch posthum bewegen können.

Daher besteht die Gefahr, beim Verzehr von San-nakji zu ersticken, wenn die Saugnäpfe entlang der Tentakel ihre Greifkraft behalten haben und sich an der Kehle festsetzen. Viele Koreaner bevorzugen deshalb sehr kleingehackte Stückchen.

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Da solle mal einer behaupten, so ein Mittagessen wäre nichts für Adrenalinjunkies. Aber nicht nur exotische Gerichte können gefährlich sein, manchmal kann es schon ausreichen, sich an einer Fischgräte zu verschlucken. Man kann nie vorsichtig genug sein!

Quelle:

brightside

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