Engländer baut 30 Jahre alten Linienbus zu Wohnmobil um.

Der Schreiner Adam aus dem englischen Brighton wollte eigentlich nur eine bescheidene Behausung, um dort mit seiner Tochter unterzukommen, wenn er mit ihr zum Surfen an die Küste fährt. Doch dann kam alles anders: Er sah einen alten Doppeldeckerbus in einer Internetauktion und beschloss, ihn zu kaufen und zum Wohnmobil umzubauen. Was er aus dem alten Gefährt gemacht hat, ist wirklich großartig.

YouTube/Justin Bozeman

Adam kauft den alten Linienbus für umgerechnet rund 5200 Euro auf Ebay. 30 Jahre lang war er ab 1982 auf Englands Straßen im Einsatz und hat in dieser Zeit sicher viel erlebt. Nun aber wird er von seinem neuen Besitzer erst einmal zum Ort seiner Wiedergeburt gefahren.

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Von außen kann man noch nichts Schlimmes erahnen, was die bevorstehende Renovierung angeht, aber es gibt mehr zu tun, als gedacht. Innen sieht es schon sanierungswürdiger aus. Adam hatte außerdem noch nie vorher an oder in einem Bus gearbeitet. Er sieht ein, dass er ihn komplett renovieren muss.

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6 Monate und insgesamt 11.500 Euro hat Adam dafür veranschlagt. Komfortabel war das Linienfahrzeug wahrlich nicht geplant gewesen. Zusätzlich ist es innen nass – die vielen undichten Stellen machen dem Handwerker bei der Arbeit zu schaffen, wenn es regnet. Das spornt Adams Ehrgeiz, das Projekt perfekt hinzubekommen, allerdings nur noch mehr an. Als erstes entfernt der Zimmerer alle Sitze im Untergeschoß. Bei 10 Minuten pro Sitz und 42 Plätzen nahm das einige Zeit in Anspruch.

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Danach muss er die morschen Stelle beseitigen – durch ein Loch kann man sogar problemlos in die untere Etage sehen. Auch die dünnen Alu-Wände machen dem Handwerker zu schaffen. Er merkt schnell, dass der Bus so absolut nicht zum Wohnen geeignet ist. Als Abhilfe kommt Isolationswolle an jede freie Wand. Nebenbei kümmert er sich um die Raumtrennung. Der Aufwand lohnt sich allerdings! Ein frisches, sattes Grün schmückt heute die untere Etage: Für die Essnische mit einklappbaren Tisch versieht Adam alte Sitze mit dicken Polstern für möglichst viel Komfort.

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Er denkt wirklich an alles: Sogar einen Kamin für die kalten Tage wird in das „Erdgeschoss“ eingebaut.

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Die Küche sei sogar größer als die in seiner richtigen Wohnung, meint Adam. Rechts befindet sich eine Nasszelle.

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Auch oben hat der Handwerker keine Kosten und Mühen gescheut: Man blickt hier nicht nur auf die zwei Schlafzimmer und die „Kajüte“ am Busende, sondern auch auf das bunte Tapetenwerk, mit dem sich seine 12-jährige Tochter verwirklicht hat.

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Der Lieblingsteil des Schöpfers ist die gemütliche Sitzecke vorne im oberen Stockwerk – wo er selbst als Kind im Bus immer am liebsten gesessen ist.

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Wenn aber eins nicht fehlen darf bei aller Liebe zum Detail inklusive seiner Kuriositäten ist es wohl eine Außendusche. Diese hat Adam installiert, bevor er aus Geldmangel die Innendusche fertigstellen konnte.

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Am Ende kann man nur staunen, was aus dem fast schrottreifen Linienbus geworden ist: ein grünes Wunderwerk – das innen wie außen Überraschungen bereithält.

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Tatsächlich ist aus dem Linienbus ein richtiges Luxusdomizil geworden: mit allen Spielereien, die man sich vorstellen kann. Mittlerweile hat Adam daraus eine Art Landhotel gemacht, das man als Tourist mieten kann. Es steht im südenglischen Sussex und lockt allerlei Urlauber an, die ihre Ferien mal ein wenig unkonventioneller verbringen möchten.

Hier ist die gesamte faszinierende Geschichte noch einmal in einem Video zusammengefasst: 

Ein Linienbus als Traumwohnung - das ist doch wirklich mal innovativ. Vielleicht mietest du dich ja mal bei Adam ein?

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