Die kleine Tasche an der Seite deiner Jeans hat eine ganz bestimmte Funktion. Ich hatte keinen blassen Schimmer.

Zuerst trugen sie die Cowboys und Goldsucher, dann die Biker und Rebellen. Heutzutage sind sie aus keinem Kleiderschrank wegzudenken: Jeans. Egal ob mit Löchern, stonewashed oder als Schlaghose - gemeinsam haben sie das robuste Material und ihre Geschichte. Und die folgenden kuriosen Fakten.

 

Die Jeanshose als solche wurde von Jacob Davis erfunden, einem lettischen Einwanderer, der in den USA nach Gold und Glück suchte. Mit dem Gold hat es nicht geklappt, reich wurde er trotzdem durch seine Idee, Hosen aus dem robusten Stoff zu machen, der eigentlich für Zelte benutzt wurde. Dieser Stoff stammt ursprünglich aus Genua - daher auch der Name, denn englisch ausgesprochen kommt dabei in etwa „Jeans“ heraus. Das Material bekam Davis von einem anderen Einwanderer - dem Deutschen Levi Strauss.

 

Die robusten Hosen waren sofort ein Renner, vor allem als Arbeitsbekleidung, und wurden von Davis und Strauss 1873 patentiert. Erst 70 Jahre später wurde die Jeans auch ein modisches Statement, ein Symbol für Rebellion und Freiheit. Seit den 50ern haben die Niethosen, wie sie z.B. in der DDR genannt wurden, ihren Siegeszug in alle Kleiderschränke angetreten.

 

Auch, wenn du Jeans jeden Tag trägst - wusstest du schon die folgenden Dinge?

1. Wozu dient die kleine Extra-Tasche?

Was steckst du da rein - deinen Schlüssel, Kleingeld oder ein Taschentuch?

 

Ursprünglich diente sie als Aufbewahrungsort für die Taschenuhr des Trägers. Damals hatte die noch fast jeder bei sich, normalerweise in einer Jackentasche. Doch bei de Arbeit hatten die wenigsten Menschen die Jacke noch an, also hatten Davis und Strauss die perfekte Lösung parat.

 

2. Wozu sind die Nieten gut?

Heutzutage sind die kleinen Metallknöpfe nur noch Dekoration, aber damals verlängerten sie die Haltbarkeit der Hosen immens. Denn selbst, wenn sich die Nähte mal aufgetrennt haben - die Nieten hielten alles beisammen.

 

3. Wie oft muss man eine Jeans waschen?

Jeder von uns wäscht seine Jeans wahrscheinlich so oft wie alle andere Wäsche auch. Aber eigentlich ist das gar nicht notwendig, es sei denn, sie sind fleckig. Chip Bergh, der Chef von Levi’s erklärt: „Ein gutes Paar Jeans muss tatsächlich nur selten gewaschen werden“. Und das wurde sogar bewiesen! Forscher haben herausgefunden, dass Jeans nach 2 Wochen genauso viel Bakterien an sich hatten, wie 15 Monate nach dem Waschen.

 

Jeans passen sich außerdem unserem Körper an, sie sitzen also mit der Zeit immer besser. Durch das Waschen laufen sie aber ein und die perfekte Passform ist passé.

 

Da bleibt noch das Problem mit dem Geruch. Den kann man loswerden, indem man die Hosen in eine Plastiktüte steckt und über Nacht ins Gefrierfach legt. Oder man hängt sie im Bad auf, wenn man eine heiße Dusche nimmt. Wenn man sie in beiden Fällen noch eine halbe Stunde an die frische Luft hängt, sind Gerüche verschwunden.

 

Jeans sind viel mehr, als nur was zum Anziehen, sie sind eine Lebenseinstellung. Und man kann immer noch etwas dazulernen.

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