Edler Fußboden aus 3 Säcken Kleingeld.

Clevere Ideen zur Verschönerung und Aufwertung der eigenen vier Wände sind immer gern gesehen. Doch was diese Frau mit dem Fußboden ihrer Wohnung angestellt hat, hebt alles bisher Gesehene wohl eindeutig aus den Angeln. Leider ist nicht sonderlich viel Persönliches über die Dame bekannt. Nur so viel scheint klar: Sie muss aus den USA stammen, darauf lassen die verwendeten Penny-Münzen schließen. Aber zum Glück hat sie die Bilder ihrer Idee unter „TonyaTooners“ online gestellt und mit der Welt geteilt. So kommen wir alle in diesen Genuss und können um die Wette staunen.

So fing alles an: Weil Tonya ihren alten Laminat-Fußboden nicht mehr länger sehen konnte, riss sie sie ihn kurzerhand raus. Und dann ging sie zu ihrer Bank und hob 150 Dollar in Münzen von ihrem Konto ab. Diese trug sie dann in drei kleinen Jutesäckchen nach Hause. Nun hieß es als Erstes, helle und dunkle Pennys voneinander zu trennen. Und dann ging es endlich los!

imgur/TonyaTooners

Tonya begann damit, eine Art Schachbrettmuster in die Mitte des Raumes zu legen. Zum Fixieren der Pennys nahm sie ganz normalen Bastelkleber.

imgur/TonyaTooners

Wobei: Um genau zu sein, muss man sagen, dass es keine Quadrate waren, sondern vielmehr kleine Rauten. Farblich dabei immer hell und dunkel abwechselnd.

imgur/TonyaTooners

Zum Rand hin wechselte Tonya dann zu einem Zickzackmuster. Wie du siehst, hat sie am ersten Tag schon ein gutes Stück geschafft.

imgur/TonyaTooners

Tags darauf ging es munter weiter. Den Hammer brauchte Tonya, um ein paar alte Nägel im Holz zu versenken. Gleichzeitig sah sie praktischerweise, welche Münzen noch wild herumtanzten und nicht richtig verklebt waren.

imgur/TonyaTooners

Hinterher verriet Tonya: „Das Schwierigste waren die Ecken. Da musste ich etwas fummeln, und es dauerte schon seine Zeit.“

imgur/TonyaTooners

„Doch nachdem ich die erste Ecke geschafft hatte, gingen die weiteren fast wie von selbst“, fügte sie mit einem triumphierenden Lächeln hinzu.

imgur/TonyaTooners

An irgendeinem Punkt merkte Tonya dann, dass sie wohl nicht ausreichend dunkle Münzen hatte. Da griff sie zu einem kleinen Trick:

imgur/TonyaTooners

Sie besorgte sich etwas Kaliumpolysulfid (auch bekannt als „Schwefelleber“) im Internet. Damit konnte sie den neuen Kupfermünzen künstlich und schnell eine Patina verpassen und sie dunkel einfärben.

imgur/TonyaTooners

So langsam nahm ihr Werk schon sichtbar Formen an.

imgur/TonyaTooners

Für die Übergange von den Münzen zum normalen Fußboden im Eingangsbereich verwendete sie Holzspachtelmasse.

imgur/TonyaTooners

Diese sorgte für lückenlose Verbindungen, war nicht teuer und dazu noch ziemlich ergiebig.

imgur/TonyaTooners

Schon beim Verlegen bemerkte Tonya, dass ihr Fußboden niemals gleich aussieht. Je nachdem, wie das Licht darauf fällt, ...

imgur/TonyaTooners

... sieht man einen anderen Glanz oder neue Schattierungen. „Alles wirkt so lebendig und wird nicht so schnell langweilig wie normale Fußböden. Das war auch der Hauptgrund, warum ich mich dafür entschieden habe“, meinte Tonya hinterher.

imgur/TonyaTooners

Was nun noch fehlte, war eine abschließende Schicht mit flüssigem Epoxidharz. Auch das konnte sie ganz normal in ihrem örtlichen Baumarkt kaufen.

imgur/TonyaTooners

So sah der Fußboden aus, nachdem das Kunstharz getrocknet war. Tonya war sich erst nicht sicher, ob eine Schicht ausreicht. Tat sie dann aber doch.

imgur/TonyaTooners

Wenn du dir das Muster ganz genau anschaust, wirst du sehen, dass Tonya sogar auf die genaue Ausrichtung der Münzen geachtet hat. Der gute alte Abraham Lincoln sollte halt immer in die gleiche Richtung blicken. Sowas nennt man wohl Liebe zum Detail.

imgur/TonyaTooners

Endlich fertig! Als Tonya ihr Werk sah, merkte sie, wie sehr Rücken und Knie zwickten. Aber gleichzeitig war sie auch stolz wie Bolle auf das, was sie geschafft hat. Völlig zu Recht, findest du nicht auch?

imgur/TonyaTooners

In Zeiten, in denen Kleingeld immer weniger geschätzt und manchmal sogar verächtlich an der Kasse liegengelassen wird, kommt diese Idee doch gerade recht. Aber vielleicht gehörst du auch auch zu denen, die ihr Kleingeld in einer großen Spardose sammeln. Dann heißt es nur noch abwarten, bis sie richtig voll ist. Dann steht dem Traum vom eigenen Fußboden aus Münzen doch nichts mehr im Wege. Und auch wenn es erstmal wie Verschwendung aussieht, muss man doch sagen, dass ein gekaufter Fußboden mit vergleichbarem Muster sicherlich erheblich teurer gewesen wäre, als diese 150 Dollar. Übrigens: Entgegen dem weit verbreiteten Glauben, gehören die Münzen nicht dem Staat und dem Besitzer ist es gestattet, damit zu tun und zu lassen, was er möchte.

Quelle:

littlethings

Kommentare

Auch interessant