Sie gießt Shampoo in ein Schraubglas. Dieser Trick macht gestresste Kinder entspannt.

Die Kinder von heute haben es wahrlich nicht leicht: Tag für Tag werden sie überflutet mit Reizen, Eindrücken und Informationen. Und dann verlangt man noch von ihnen, dass sie auf Kommando mucksmäuschenstill sein sollen. Das ist wie die Vollbremsung eines Formel-1-Wagens. Oftmals wird dann instinktiv zum falschen Mittel gegriffen und man parkt sie vor der Flimmerkiste oder drückt ihnen irgendein technisches Spielzeug in die Hand. Doch genau damit wird die natürliche Gabe des Kindes, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und sich dadurch selbst einzufangen und seine innere Mitte zu finden, immer mehr verdrängt. Doch hier zeigen wir dir eine schöne Idee, die nicht nur bei Kindern für große Augen sorgen wird: Die magische Flasche der Ruhe!

Du brauchst dazu:

So einfach geht es:

Nimm dir die Flasche oder das Glas und fülle jeweils zwei Esslöffel der glitzernden Zutaten hinein. Dann ein Schuss des Duschgels, dies sorgt für bessere Fließeigenschaften. Dann füllst du den Behälter mit dem warmen Wasser auf. Lass ein bisschen Platz nach oben, dann mischt sich alles besser. Zum Schluss klebst du den Deckel mit Heißkleber richtig schön fest. Fertig!

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Dann das Ganze nur noch kräftig schütteln. Und sofort wird sich ein spannendes Farbspiel vor deinen Augen entfalten.

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Fast wie ein Blick in den Sternenhimmel, oder? Probier es aus!

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Das Wirkprinzip der "Magischen Flasche der Ruhe" beruht auf den Erkenntnissen der italienischen Ärztin und bedeutenden Pädagogin Maria Montessori. Sie hat schon frühzeitig erkannt, dass jedes Kind individuell gefördert und gefordert werden sollte, um so seine natürliche Freude am Lernen und Erlangen von Kenntnissen und Fähigkeiten zu wecken. Ebenso erkannte sie, dass sich unruhige und besonders aktive Kinder am wirksamsten mit einer gleichmäßigen Beschäftigung einfangen und beruhigen lassen. Diese "Flasche der Ruhe" war ein fester Teil ihrer Therapie von Kindern, die cholerisch sind und zum Jähzorn neigen. Kurz Zappelkinder, wie wir sie heute nennen würden.

Durch die Fokussierung aller Sinne auf die sanfte Bewegung und das Farbspiel in der Flasche beruhigt sich sowohl die Atmung als auch der Herzschlag. Damit gerät das soeben noch vorherrschende Gefühl der grenzenlosen Aufgewühltheit im Kind in den Hintergrund und in Vergessenheit. Es ist wie eine Art meditativer Einkehr und Rückbesinnung auf die innere Mitte, nur eben auf ungezwungene und spielerische Art und Weise. 

Twitter/Maria Montessori

Schon beim Basteln ist der Spaß garantiert. Und wenn das Werk erst vollendet ist, leuchten Kinderaugen um die Wette und es kehrt Entspannung ins Heim - ganz ohne Fernseher oder Smartphone.

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