Für ganz Geduldige: leuchtende Schattenbox mit 3D-Effekt herstellen.

Gleich vorab: Das folgende Projekt ist zwar wunderschön und einzigartig, doch mit großer Sicherheit nur für Menschen mit Nerven aus Drahtseilen und den Händen eines Chirurgen geeignet. Aber wen das nicht abschreckt, der wird mit einem wirklich atemberaubenden Stück Papierkunst belohnt, vor dem sich jeder Betrachter verneigt.

Dafür brauchst du:

So geht es:

Das Motiv wird in Ebenen von hinten nach vorne bearbeitet. Dabei gestaltet man jede Ebene ganz nach Geschmack, hier z.B. mit Bäumen, und schneidet alle Freiräume zwischen diesen mit einer feinen Schere oder besser einem Bastelmesser aus. Es bleibt aber ein durchgehender Rand um das Motiv herum bestehen, der die filigranen Einzelteile zusammenhält.

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Für alle folgenden Ebenen ist wichtig, dass sie sich wie eine Treppe von hinten nach vorn staffeln. So entsteht räumliche Tiefe. Zur Kontrolle sollte man deswegen, sobald die nächste Papierebene fertig ist, alle übereinanderlegen.

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Sobald alle Ebenen fertig sind, werden sie in der richtigen Reihenfolge übereinandergeklebt. Dafür wird der Rand jeder Ebene mit schmalen Streifen aus Styrodur beklebt, darauf fügt man die nächste Schicht Papier. Anstelle von Kunststoff kann man auch sehr dünne Holzleisten oder dicke Pappe dafür nutzen.

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Am Ende sollte man eine Art Kasten vor sich liegen haben. Die Styrodur-Leisten als Abstandshalter zwischen den Papierschichten sorgen dabei für einen genialen 3D-Effekt.

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Um das zarte Werk gebührend zu präsentieren, wird nun noch ein Kasten aus Styrodur gebaut.

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In diesen schiebt man die verklebten Papierschichten.

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Als kleines Highlight wird ein LED-Lichtband auf die Rückwand geklebt. Hinter einem Deckel verschwindet es.

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Und so sieht das fertige Kunstwerk mit eingeschaltetem Licht aus. Fast fühlt man sich wie im Dschungel.

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Mit praktischem Farbwechsel kann man das Licht ganz der eigenen Stimmung anpassen. Aber letztlich ist die Farbe zweitrangig, denn die Schattenbox macht immer Eindruck, egal, wie sie gerade ausgeleuchtet wird.

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Wer einiges an Geduld mitbringt, kann sich die ganze Herstellung im Video (auf Englisch) ansehen:

So eine Schattenbox lässt sich ganz individuell und in unzähligen Varianten gestalten. Hier gibt es noch mehr der strahlenden Prachtexemplare zu bewundern.

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Auch wenn die Herstellung so einer Schattenbox nichts für Motorik-Grobiane ist, lohnen sich hartnäckige Ausdauer und Berge voller Papierschnipsel für diesen märchenhaften Anblick. Es kribbelt zumindest ordentlich in den Fingerspitzen, und Schere und Kleber lachen auch schon aus der Ferne. Also nichts wie ran ans Papier!

Quelle:

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