Das sind die Tricks der Geschäfte, um Kunden beim Einkaufen zu beeinflussen.

Jeder von uns kennt es: Man geht für einen kleinen Schaufensterbummel durch die Einkaufsstraßen und schwupps – hat man drei Tüten voller neuer Kleider in den Händen und mehr ausgegeben als geplant. Doch beruhige dich: Es ist nicht allein deine Schuld, dass du alle guten Vorsätze in den Wind geschossen hast. Denn die Verkäufer kennen dich ganz genau und wissen, wie du leicht zum Kauf animiert werden kannst. Hier sind ihre cleversten Tricks:

SALE

Mit diesem Hinweis verbinden wir reduzierte Waren und verlockende Schnäppchen. Sehen wir ein Schild mit dem Schriftzug „Sale“ darauf, was im Deutschen ganz simpel „(Aus-)Verkauf“ heißt, sind wir davon überzeugt, weniger Geld als gewöhnlich auszugeben. Meistens sind diese Schilder rot, da Menschen auf diese Farbe am schnellsten reagieren. Oft sind diese angeblichen Sonderpreise aber eigentlich der Normalpreis und sie haben sich nie geändert und werden es nicht.

Pixabay

Nur für kurze Zeit verfügbar

Dieser Zusatz zu einer Produktbeschreibung gibt dir das Gefühl, dass dir etwas Besonderes durch die Lappen geht, wenn du nicht schnell genug zugreifst. Außerdem wird es nicht jeder in deinem Freundeskreis besitzen. Meistens ist dieser Zusatz jedoch nur ausgedacht, damit du nicht so lange überlegst und das Produkt sofort kaufst.

Kundenkarte

Seit den 1930er-Jahren gibt es diese Formen der Rabattkarten. Auf den ersten Blick erscheinen sie als willkommene Möglichkeit, den Kunden geldwerte Vorteile zukommen zu lassen. Doch diese Kundenkarten binden den Käufer auch an das Geschäft und bringen ihn im Zweifelsfall dazu, lieber hier als woanders einzukaufen.

Farbenfrohe Auslage

Wir alle lieben Farben. Deshalb kommen bunte Produkte, deren Farben unsere Aufmerksamkeit erheischen sollen, auch in die vorderste Reihe der Auslage.

Flickr/Moyan Brenn

Blumen und Süßigkeiten

Mit diesen kleinen Geschenken locken Läden ihre Kunden an. Wenn man erst einmal vom leckeren Kuchen gekostet hat, gibt man viel lieber Geld aus, weil die Sympathiewerte, die man dem Geschäft entgegenbringt, gestiegen sind.

Rangordnung

Supermärkte verstecken Grundnahrungsmittel wie Milch und Brot ganz hinten im Laden. Auf dem Weg dorthin kommt man so „zufällig“ an anderen Produkten vorbei, die man dann vielleicht auch kauft.

Umbau

Gerade wenn du dich ein bisschen im Labyrinth deines Supermarktes auskennst, wird alles umgestellt und von links nach rechts geräumt. So musst du deine Erfahrungen über Bord werfen, neu suchen und findest Produkte, die du nie haben wolltest bzw. noch nie gesehen hast.

Auf der rechten Seite

In Ländern, in denen man rechts fährt und meistens die rechte Hand benutzt, werden die teureren Produkte auf die rechte Seite des Gangs gestellt. Unser Unterbewusstsein sagt uns, dass wir hier eher suchen sollen.

Auf Augenhöhe

Die teuersten Produkte findet der Kunde immer auf Augenhöhe, also im oberen Mittelfeld des Regals. Unten findet man die preiswerten Produkte. Für den Kunden ist es natürlich bequemer, nur den Arm auszustrecken und schnell in die Mitte zu greifen.

Probier doch mal

Die Probierstationen sind nicht nur für den Show-Effekt gedacht. Hier wirst du angesprochen und von dem neuen, hochwertigen Produkt mit blumigen Worten „überzeugt“. Erst einmal probiert, fühlst du dich danach unterbewusst eher zum Kauf verpflichtet.

Farbschema

Farben beeinflussen unser Wohlfühlempfinden. Angelockt werden wir von bunten, schrillen Tönen im Schaufenster. Doch es sind die kühlen Grün- und Blautöne im Laden, die uns dort verweilen lassen.

Melodien

Langsame Musik, die leise im Hintergrund gespielt wird, animiert dich dazu, dir mehr Zeit bei der Auswahl zu lassen. So bleibst du doch gerne ein paar Minuten länger.

Größe

Hier kommt es auf die Größe an. Wirklich. Denn in engen, vollen Läden verbringen wir alle nur ungern unsere Zeit. Je kleiner der Laden, desto mehr Platz muss zum Laufen sein.

Quengel-Ware

An der Kasse gibt es die teuersten und begehrtesten Produkte aus dem Sortiment der Süßigkeiten und Zigaretten. Kurz vor Schluss lässt man sich gerne noch zu einem letzten Kauf überreden, weil die Selbstkontrolle nach so vielen Anreizen überlastet ist. 

Flickr/Christian Heilmann

Frei-Haus

Ein verlockendes Angebot bei Möbeln und mittlerweile auch bei Lebensmitteln: die kostenlose Lieferung. Außerdem wird in vielen Läden, in denen man Artikel aus Übersee bestellen kann und deren Preise sehr hoch sind, die Lieferung umsonst angeboten.

Abrunden

Das ist uns wohl allen bekannt. Artikel kosten selten 1 Euro, sondern meist 99 Cent (also 0,99 Euro). Durch das minimale Abrunden und die kleinere Zahl vor dem Komma hat man den Eindruck, deutlich weniger auszugeben, auch wenn es sich nur um einen Cent handelt.

Der Deal

10 Produkte für 10 Euro. Eine Umfrage ergab, dass Kunden bereit sind, für diesen Deal auch 10 Produkte zu kaufen, die jeweils weniger als einen Euro wert sind. So macht der Verkäufer auch hier Gewinn.

Zufriedenheitsgarantie

Ein geradezu verlockendes Angebot. Die Läden geben dir die Sicherheit, dass du mit deinem Kauf glücklich sein wirst, ansonsten kannst du das Produkt umtauschen und bekommst den vollen Preis zurück. Das klingt zu gut, um wahr zu sein, oder? Kein Risiko, alles in sicheren Händen. Mit diesem Gefühl klimpern die Münzen viel schneller in die Hände des Verkäufers. Gerade bei kleinen Produkten ist den meisten Menschen der Aufwand aber zu groß, wirklich einen Umtausch in die Wege zu leiten.

Flickr/Les Chatfield

Shoppen soll Spaß machen, und natürlich wollen wir auch einkaufen gehen. Mit dem Wissen um diese kleinen Tricks der Händler kaufst du aber vielleicht ab jetzt etwas bewusster ein und lässt dich im Zweifelsfall nicht so schnell überzeugen (bzw. überrumpeln).

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