Tischplatte wird graviert und mit Beton überzogen.

Selbst ist der Mann, heißt es so schön. Das kann sich nicht nur darauf beziehen, ab und zu mal etwas im Haushalt zu reparieren, sondern auch, gekaufte Standardprodukte nach dem eigenen Geschmack umzugestalten oder umzubauen.

Eine Steigerung dessen wäre es, Gegenstände, wie zum Beispiel Möbel, komplett selbst zu bauen – eine Kunst, die heutzutage nur noch selten daheim ausgeübt und fast ausschließlich den Profis überlassen wird. Dabei vergisst man als Konsument schnell, wie viel Arbeit darin steckt, aber auch, wie viel Freude die Herstellung machen kann.

shutterstock/JFs Pic S. Thielemann

Folgendes Projekt zeigt, wie solch ein selbstgebautes Möbelstück – in diesem Fall eine Tischplatte – entsteht und wie man mit ein wenig Kreativität etwas bauen kann, das es so in keinem Laden zu kaufen gibt. Dabei dürfte sich dieses Projekt nicht nur an Profis richten, sondern auch dem ein oder anderen Hobbyhandwerker als Inspiration für eigene Ideen dienen.

Alles beginnt mit einem Eichenbrett, aus dem am Ende eine hübsch verzierte Tischplatte werden soll.

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Verziert werden soll die Tischplatte mit einem Muster, das zuvor am Computer entworfen wurde.

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Dieses Muster wird von einer CNC-Maschine in das Brett gefräst.

Natürlich hat der durchschnittliche Hobbyhandwerker nur selten eine CNC-Maschine im Keller stehen. Aber das Gravieren und das, was in den nächsten Schritten mit der Gravur geschehen wird, lässt sich problemlos auf andere, kleinere Projekte übertragen, die ohne derart aufwendige Technik auskommen.

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Nachdem das Muster eingraviert wurde, wird die Tischplatte lackiert und poliert.

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Dann wird die Tischplatte mit Beton überzogen. Dabei geht es vor allem darum, die Einkerbungen der Gravur mit Beton auszufüllen.

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Sobald dies vollbracht ist, wird mit dem Spachtel der Beton außerhalb der Gravuren so weit wie möglich von der Tischplatte entfernt, bevor man alles trocknen lässt.

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Nachdem der Beton getrocknet ist, wird mit Hilfe eines nassen Lappens auch der restliche Beton von der Holzoberfläche abgewischt. Dass das Holz in einem der vorherigen Schritte versiegelt wurde, bevor der Beton aufgetragen wurde, hat den Vorteil, dass der Beton nun leichter entfernt werden kann.

Um den Beton abzuwischen, wird der Lappen um ein Stück Holz gewickelt. Mit dem umwickelten Holzstück kann man dann über den Tisch fahren.

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Ist der Beton schließlich nur noch in den Gravuren zu finden, wird die Tischplatte mit einer Schicht Polyurethan final versiegelt.

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Ein wirklich schöner und einmaliger Tisch! Und die Idee, ein Muster ins Holz zu fräsen und die Gravur anschließend mit Beton auszufüllen, eignet sich auch für kleine Projekte daheim.

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