Unauffällig steckt die Frau ihren lackierten Finger ins spendierte Getränk. Als sich ihr Lack verfärbt, ruft sie die Polizei.

K.-o.-Tropfen bzw. deren relativ leichte Verfügbarkeit haben es noch nie zuvor so leicht gemacht, einen Menschen außer Gefecht zu setzen. Werden Männer unter dem Einfluss heimlich verabreichter Drogen oftmals ausgeraubt, gehen die Täter bei Frauen bis zur Vergewaltigung. Gerade unter jungen, unternehmungslustigen Menschen ist das ein echtes Problem. Vier Studenten der amerikanischen North Carolina State Universität haben sich dieses Problems angenommen.

Im Rahmen eines Uni-Kurses haben sich die schlauen Köpfe eine bequeme und unauffällige Lösung einfallen lassen, mit der sich Frauen schützen können. Ein spezieller Nagellack spürt verschiedene Drogen in Getränken auf. Dazu muss man lediglich mit einem lackierten Finger im Getränk rühren. Ist eine bedenkliche Substanz erhalten, ändert sich die Farbe des Lacks.

Das Projekt der raffinierten Studenten trägt den Namen Undercover Colors. Über den aktuellen Projektstand kann man sich auf Facebook, Instagram und einer eigenen Internetseite informieren. Geplant ist, einen transparenten Überlack herzustellen. So könnten sich auch Männer schützen.

Noch ist das Produkt in der Entwicklungsphase und kann außerdem auch nur eine eingeschränkte Anzahl an gängigen Drogen ermitteln. Nichtsdestotrotz ist der Nagellack die perfekte Möglichkeit, um herauszufinden, ob die neue Bekanntschaft wirklich nur ein Getränk spendieren will oder ganz andere Absichten verfolgt.

Der große Vorteil daran ist, dass man nicht nur schnell, sondern auch unauffällig und ohne weiteres Material Gewissheit hat. Ist der Schnelltest positiv, sollte man sich so schnell wie möglich an das Sicherheitspersonal (z.B. in Diskotheken) oder an die Polizei wenden.

Imgur/ agrainofsand

Bis es so weit ist und der Nagellack offiziell verkauft wird, gilt es aber auch weiterhin, mit wachem Verstand auszugehen, die eigenen Getränke im Auge zu behalten und es vor allem mit dem Alkohol nicht zu übertreiben. Täter haben schließlich schon dann ein leichtes Spiel, wenn ihr Opfer nicht mehr ganz nüchtern ist.

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