Mit Wodka und Ölen zum eigenen Parfüm. Dass das funktioniert…

Jeder kennt es: Man schnuppert an einem wohlriechenden Parfüm und dann wirft man einen Blick auf den Preis, der einen meist umhaut. Für die meisten Parfüms kann man 50 Euro und mehr auf die Ladentheke legen. Doch viele Experimentierfreudige haben jetzt angefangen, sich ihre eigenen, ganz individuellen Parfüms zu mischen – aus natürlichen Zutaten und ohne viel Chemie. Hier zeigen wir dir, wie es geht.

Das brauchst du:

  • Wodka (mind. 48 %) oder Weingeist (je höher der Alkoholgehalt, desto besser); wenn du keinen Alkohol auf der Haut verträgst, verwende ein mildes, neutrales Pflanzenöl (Jojobaöl eignet sich sehr gut)
  • naturreine ätherische Öle
  • schöne Glasflaschen/Flacons

Als erstes müssen die Flaschen gut gereinigt werden. Also ab in die Spülmaschine mit ihnen. Alternativ kannst du sie auch auskochen.

Flickr/Ilkka Jukarainen

Und dann geht es auch schon ans Mischen. Schreib dir auf, welche Mischung du zusammenstellst, damit du später dein Parfüm leicht replizieren kannst. Ätherische Öle kannst du ganz leicht tropfenweise dosieren.

Jetzt gib einfach ein paar Tropfen des gewünschten Öls in dein Fläschchen. Für einen blumigen Duft kannst du zum Beispiel 20 Tropfen Jasmin, 10 Tropfen Rose und 5 Tropfen Lavendel verwenden. Gib dann etwa 10 ml Weingeist oder Wodka hinzu. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ganz wichtig ist, dass du etwa drei- bis viermal soviel Alkohol verwendest wie ätherische Öle.

Flickr/Steven Depolo

Ganz wichtig es ist es, die verschiedenen Arten der Duftnoten zu berücksichtigen. Die meisten Parfüms setzen sich aus einer Kopf-, einer Herz- und einer Basisnote zusammen: Die Kopfnote ist für die ersten Minuten nach dem Auftragen des Parfüms relevant. Sie setzt sich normalerweise aus leichten, luftig riechenden Düften zusammen.

Nachdem sich die Kopfnote verflüchtigt hat, ist in den darauffolgenden Stunden die Herznote zu riechen. Sie bildet den eigentlichen Duftcharakter (das Herzstück). Oft finden sich hier Blütennuancen und Aromen.

Flickr/Aaron Myszka

Die Basisnote ist der letzte Teil der gesamten Duft-„Performance“ und enthält lang wirkende und „schwere“ Bestandteile.

Flickr/Andrew Guyton

Notiere immer das Herstellungsdatum und schüttle die Flaschen vor Gebrauch, damit sich der Alkohol und die übrigen Zutaten gut vermischen.

Wenn dein Parfüm fertig ist, dann stelle es zwei Wochen lang an einen dunklen und trockenen Ort, damit es „ausreifen“ kann. Es ist wichtig, das Parfum von Zeit zu Zeit zu schütteln.

Flickr/Debbie Anderson

Das Besondere an diesem Parfüm ist, dass es nicht nur absolut individuell, sondern auch zu hundert Prozent natürlich ist. In der Industrie werden oft synthetische Stoffe verwendet, die es in der Natur gar nicht gibt. So werden die Parfüms natürlich länger haltbar gemacht, aber eben auch künstlicher und vielleicht auch ungesünder. Doch jetzt kannst du ja dein eigenes, ganz natürliches Parfüm leicht und schnell bei dir zuhause herstellen. Vielleicht macht dir das Experimentieren ja bald großen Spaß!

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