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7 Dinge, die du im Flugzeug nicht anfassen solltest

Achtung Ansteckung! An diesen 7 Orten im Flugzeug lauern die meisten Keime. Erfahre, wo sich Bakterien wohlfühlen und wie du dich schützt.

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Flugreisen machen es möglich, an weit entfernte Orte zu reisen. Doch nicht immer ist der Start in den Urlaub so angenehmen, wie man es sich wünschen würde. Personen mit Flugangst können das mitunter stundenlange Sitzen im Flieger nur schwer ertragen. Dabei gibt es etwas, das einem noch viel mehr Angst machen sollte: Keime. Welche Teile des Flugzeugs du lieber nicht berühren und wie du dich vor Ansteckung schützen kannst, verraten wir dir in folgendem Artikel.

Ansteckungsgefahr in Flugzeugen

Dass ein Flugzeug im wahrsten Sinne des Wortes eine Brutstätte für Viren und Bakterien ist, liegt auf der Hand: Stundenlang sind Hunderte von Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen von Hygienestandards auf engstem Raum zusammengepfercht und können dabei lediglich auf Sanitäranlagen zurückgreifen, die in Anzahl und Ausstattung kaum mehr als eine rudimentäre Grundversorgung darstellen.

Bereits in einer Untersuchung aus dem Jahr 2014 fanden Forscher heraus, dass das E.coli-Bakterium, welches bis zu 4 Tage auf Oberflächen wie Armlehnen überlebt. Dieses kann neben Durchfall außerhalb des Verdauungstraktes in manchen Fällen Hirnhaut- und Bauchfellentzündungen auslösen. Was besorgniserregend und eklig klingt, ist jedoch laut Experten normal. Die Erkenntnisse ließen sich mit den Werten anderer Orte des öffentlichen Lebens vergleichen. Sie raten daher wie an jedem Ort mit vielen Menschen zu einem bewussten Umgang mit den Gegenständen im Flugzeug. Welche Dinge das sind, verraten wir dir jetzt.

©shutterstock/volkova natalia

1. Die Klapptische

Als Wissenschaftler der University of Arizona im Jahr 2007 die Klapptische im Rahmen einer Studie untersuchten, fanden sich auf zwei Dritteln aller Tische sogenannte multiresistente Krankenhauskeime (MRSA) sowie Noroviren, die beispielsweise Durchfall und Erbrechen verursachen können.

Flugbegleiter gaben außerdem zu, die Klapptischchen lediglich einmal am Tag abzuwischen. Iss also nie direkt vom Tisch, sollte dir mal das Essen vom Teller gerutscht sein.

©shutterstock/Andrew Makedonski

2. Der Toilettensitz

Dass sich derart viele Keime im Flugzeug finden, hängt sicherlich damit zusammen, dass sich viele Passagiere nach dem Gang zur Toilette nicht die Hände waschen. Experten vermuten, dass das nicht nur in einem mangelnden Verständnis von Hygiene begründet liegt, sondern vorrangig in den viel zu kleinen Waschbecken, die für viele Fluggäste zu unhandlich sind.

Wie auf dem Boden, so entwickelt sich die Toilette auch über den Wolken durch mangelndes Händewaschen zu einem Hort für Keime, die von dort aus weitergetragen werden. So ermittelte die Studie von 2007 der University of Arizona ebenfalls, dass sich auf 20 % aller Toilettensitze Bakterien des Typs E. coli befanden.

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3. Die Türklinke der Toilette

Wie bei Toiletten – egal, in welcher Höhe – üblich, ist das Erste, was man nach dem Stuhlgang anfasst, noch ehe man überhaupt die Möglichkeit hat, sich die Hände zu waschen, natürlich die Spülung. Auf dem Spülknopf überlebten die E. coli-Bakterien bis zu zwei Tage.

Das Nächste, was man nach dem Spülknopf berührt, wenn man auf das Händewäschen verzichtet, ist natürlich die Türklinke, um die Tür zu öffnen und das WC zu verlassen. Hier findet sich also der nächste Tummelplatz für Viren und Bakterien.

Aber selbst wenn du dir die Hände wäschst – wenn du danach die Türklinke anfasst, hättest du dir das Händewaschen auch schenken können. Greife die Türklinke also lieber mit einem Papiertuch, um die Tür zu öffnen.

©shutterstock/litabit

4. Die Armlehnen

Auf den Armlehnen scheinen sich Bakterien besonders wohl zu fühlen und es besonders lange auszuhalten, denn wie Wissenschaftler herausgefunden haben, konnte E. coli 96 Stunden auf der Überfläche der Armlehnen überleben und damit weit länger als auf den Klapptischen oder der Toilettenspülung.

Durch die bloße Berührung mit E. coli steckt man sich nicht an. Die Ansteckungsgefahr besteht allerdings darin, mit den Fingern, mit denen man zuvor Armlehnen angefasst hat, Augen, Mund oder Nase zu berühren.

©shutterstock/Eivaisla

5. Die Sitzlehnen im Gang

Die Odyssee der Keime setzt sich im Kabinengang fort. Mit ungewaschenen Händen halten sich die Passagiere auf dem Weg zurück zu ihrem Platz natürlich an den Ecken der Sitzlehnen fest, um die Balance zu halten. Die Sitzlehnen am Gang sind neben der Toilette dementsprechend ein Ort im Flugzeug, der von fast jedem Fluggast berührt wird.

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6. Die Tasche im Vordersitz

Dass E. coli zwei Tage auf dem Spülknopf und sogar vier auf den Armlehnen überlebt, mag bereits zu denken geben, doch das ist nichts im Vergleich zu den Taschen, die sich an der Rückenlehne des Vordersitzes befinden und in denen sich u.a. das Bordmagazin und die Spucktüten befinden.

Obwohl die meisten Passagiere auf jedem Flug diese Tasche und ihren Inhalt anfasst und viele sogar ihren Müll, wie zum Beispiel gebrauchte Taschentücher, hier ablegen, wird sie kaum gereinigt. Zudem scheint die Oberfläche des Materials den Kleinstorganismen zugute zu kommen: MRSA-Keime überleben hier bis zu 168 Stunden, also eine ganze Woche.

©shutterstock/VPales

7. Die Decken

Wie Flugbegleiter bestätigen, werden die Decken zu Beginn eines Arbeitstages frisch ins Flugzeug gebracht, aber bei jedem weiteren Flug für den Rest des Tages lediglich zusammengelegt und wiederverwendet. Die Erkältungsviren und Ausdünstungen deines Vorgängers sind also nicht verschwunden, wenn du die Decke übernimmst, um dich darin einzukuscheln.

©shutterstock/Andrew Makedonski

So kannst du dich gegen Keime im Flugzeug schützen

Die Wahrscheinlichkeit, sich während einer Grippewelle anzustecken, ist bei einer Flugreise erhöht. Aber mit ein paar Tipps, kannst dich besser gegen eine Ansteckung schützen.

  • Regelmäßiges Händewaschen oder Desinfizieren
  • Trage eine FFP-2-Maske (vor allem in der Erkältungszeit)
  • Nutze Augentropfen und Nasenspray, um deine Schleimhäute feucht zu halten

Streng genommen lauern Keime überall, was eigentlich kein Problem ist, da unser Immunsystem hervorragend dafür gewappnet ist. Lediglich für Personen mit einem geschwächten Immunsystem, wie zum Beispiel Kinder oder Senioren, kann es wichtig sein, die Gefahrenherde zu kennen.

Quellen: huffpost, travelbook
Vorschaubilder: ©flickr/Paulo O ©shutterstock/volkova natalia