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Welche Flüsse sich zum Baden eignen – und welche nicht

Im Sommer sind viele Flüsse in Deutschland ein beliebtes Badeziel. Wie schnell das Baden im Fluss gefährlich werden kann, erfährst du hier.

Jugendlicher mit verängstigtem Gesichtsausdruck im Wasser.
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Ob Mosel, Isar oder Spree: Im Sommer sind viele Flüsse in Deutschland ein beliebtes Badeziel. Doch hier lauern viele unsichtbare Gefahren. Wie schnell und warum das Baden im Fluss lebensgefährlich werden kann, liest du hier.

Endlich ist der Sommer da und mit ihm die Sehnsucht nach Abkühlung und Badevergnügen. Einige von uns zieht es dabei zu den Seen, wo das Wasser ruhig und klar ist. Aber manch einer sucht das Abenteuer und die Herausforderung und taucht in die Strömungen deutscher Flüsse ein. Doch Vorsicht! Das Baden in Flüssen kann eine gefährliche Angelegenheit sein, und es lohnt sich, ein paar wichtige Tipps zu beachten.

Lesetipp: Kinder ertrinken lautlos: 10 Tipps, die beim Baden Leben retten können

Jugendlicher mit verängstigtem Gesichtsausdruck im Wasser.
Foto: LunaLu – stock.adobe.com

Zunächst einmal sei gesagt, dass die Badegewässer in Deutschland in Bezug auf ihre Wasserqualität fast durchweg hervorragend sind. Die Europäische Umweltagentur EEA hat im Juni 2023 sogar 90,2 Prozent der analysierten deutschen Badeseen, Flüsse und Küstengewässer mit exzellenten Wasserbedingungen ausgezeichnet. Aber die Wasserqualität allein reicht nicht für ein sorgenfreies Badevergnügen aus, vor allem wenn es um Flüsse geht.

Die stille Gefahr im Fluss

Im Jahr 2022 sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mindestens 105 Menschen beim Baden in Flüssen ums Leben gekommen. Die Strömungen in Flüssen sind oft tückisch und können unterschätzt werden.

Was man von oben nicht sieht, kann unter der Wasseroberfläche zu einer gefährlichen Falle werden. Besonders riskant wird es außerdem, wenn man in unbekannte Flüsse springt oder Kopfsprünge macht, ohne die Wassertiefe zu kennen. Hier ist besondere Vorsicht geboten!

Zwei Personen springen von einem Steg ins Wasser.
Foto: JennySturm – stock.adobe.com

Die DLRG rät auch dazu, sich von Brückenpfeilern fernzuhalten. In Flüssen gibt es oft überraschende Untiefen und die Strömung kann durch diese Pfeiler verändert werden, was zu gefährlichen Sogwirkungen führen kann.

Lesetipp: 15 Baderegeln, die Leben retten können

Zudem sollte man bedenken, dass Flüsse in der Regel kälter sind als Seen, da sie sich nicht so stark erwärmen. Vor allem Kinder sollten nicht zu lange in den Flüssen schwimmen, sonst kann es schnell zu Unterkühlungen kommen.

Ein junges Mädchen schwimmt lachend im Wasser.
Foto: лекандрПашинкий – stock.adobe.com

Kann man in deutschen Flüssen überhaupt baden?

Baden kann man in Deutschland in einigen Flüssen, jedoch ist es immer ratsam, die örtlichen Gegebenheiten und mögliche Warnungen zu beachten. Hier sind drei deutsche Flüsse, in denen das Baden normalerweise als unbedenklich gilt:

  • Mosel: Die Mosel ist ein weiterer beliebter Fluss für Erholung und Freizeitaktivitäten. Das Wasser ist in der Regel sauber und sicher zum Baden.
  • Isar: Die Isar ist vor allem in Bayern ein beliebter Fluss zum Baden. Es gibt verschiedene Abschnitte, die für das Baden freigegeben sind und die Wasserqualität ist meist gut.
  • Spree: Die Wasserqualität der Spree in Berlin und Umgebung war in der Vergangenheit oft nicht optimal, insbesondere in städtischen Abschnitten. In der Nähe vom Mügelsee oder an der Oberhavel kann jedoch fröhlich in der Spree geplantscht werden.
Ein Junge schwimmt auf einem Schwimmreifen im Fluss.
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Hier solltest du lieber nicht schwimmen

In einigen Flüssen können sich die Wasserqualität und Sicherheitslage jederzeit ändern. Sie werden grundsätzlich NICHT zum Baden empfohlen. Diese drei Flüsse solltest du beispielsweise meiden:

  • Rhein: Der Rhein ist einer der größten und bekanntesten Flüsse Deutschlands. Durch die hohe Dichte an Berufsschiffen warnt die Wasserschutzpolizei vor dem Baden im Rhein. Auch geübte Schwimmer werden immer wieder Opfer der starken Strömung.
  • Ruhr: Die Ruhr in Nordrhein-Westfalen wurde durch die Schwerindustrie beeinflusst, was Auswirkungen auf die Wasserqualität hatte. Inzwischen hat sich die Situation verbessert, aber es gibt immer noch Abschnitte, in denen Baden nicht empfohlen wird.
  • Elbe: Die Elbe kann stellenweise mit Schadstoffen belastet sein, vor allem in industriellen Regionen. Es gibt jedoch auch viele Abschnitte, in denen das Baden unbedenklich ist.
Eine Hand kommt aus dem Wasser.
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Das Baden in deutschen Flüssen sollte also immer mit Vorsicht genossen werden. Achte immer auf Warnhinweise und die lokalen Regelungen. Für ein sicheres Badeerlebnis empfehlen sich in der Regel Badestellen, die speziell für das Schwimmen und Baden ausgelegt sind und oft überwacht werden. Gehst du lieber im See oder im Fluss baden?

Noch mehr Tipps für den Sommer findest du hier:

Quelle: mdr, germany.representation.ec.europa.
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