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Darum haben Blumentöpfe ein Loch

Ist dir schon mal aufgefallen, dass fast alle Blumentöpfe ein Loch im Topfboden haben? Erfahre hier, warum das für Pflanzen so wichtig ist.

Ein Blumentopf, der viel zu viel Wasser enthält.
© Sandy Maiwald – adobe-stock.com

Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Die meisten Blumentöpfe haben ein Loch. Doch wieso eigentlich? Das erklären wir dir in diesem Artikel. Außerdem verraten wir dir, wie du selbst ein Loch bohren kannst, wenn du einen Blumentopf ohne Loch erwischt hast.

Blumentopf mit Loch

Ohne Loch im Blumentopf können deine Pflanzen nicht richtig wachsen und gehen im schlimmsten Fall sogar ein. Ob im Tontopf oder im Pflanztopf aus Plastik – das kleine Loch ist ein Muss, um deinen Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen zu gewähren. Aus folgendem Grund.

Gestapelte, braune Ton-Blumentöpfe.
Darum haben Blumentöpfe ein Loch. Foto: nahhan – adobe-stock.com

Warum Blumentöpfe immer ein Loch haben müssen

Es ist wichtig, dass du deine Pflanzen regelmäßig und vor allem richtig gießt. Mindestens genauso wichtig ist es aber, dass sich in der Erde nicht zu viel Flüssigkeit ansammelt und überschüssiges Wasser abfließen kann. Wenn deine Blumentöpfe kein Loch haben und du zu viel gießt, sammelt sich das überschüssige Wasser nämlich unten im Topf an. In diesem Fall bildet sich Staunässe, die deine Pflanzen schädigen kann. Dadurch, dass die Flüssigkeit im Blumentopf bleibt, wird die Erde zu nass und die Wurzeln der Pflanze beginnen zu faulen. Das hat zur Folge, dass die Pflanze keine Nährstoffe mehr aufnehmen kann und schließlich abstirbt. Bei Blumentöpfen mit einem Loch kann das Wasser hingegen einfach abfließen und deine Pflanzen tragen keinen Schaden davon.

Ein Blumentopf, der viel zu viel Wasser enthält.
Gerade bei Starkregen muss das Wasser aus dem Blumentopf laufen können. Foto: Sandy Maiwald – adobe-stock.com

Achte also am besten schon beim Kauf darauf, dass sich in der Mitte des Topfbodens ein ausreichend großes Loch befindet. Solltest du noch alte Blumentöpfe besitzen, die kein Loch haben, musst du sie aber keineswegs direkt entsorgen. Mit dem passenden Werkzeug und den richtigen Tricks kannst du in einem solchen Fall nachhelfen.

Loch in den Topf bohren

Bei Plastiktöpfen benötigst du meistens nur einen Schraubenzieher und einen Hammer. Mit dem Hammer schlägst du den Schraubenzieher einfach vorsichtig durch das Material. Je nachdem, wie groß der Topf ist, musst du den Vorgang ein paar Mal wiederholen, damit das Loch am Ende groß genug ist.

Für Tontöpfe verwendest du am besten eine Bohrmaschine 🛒 mit einem Steinbohrer 🛒 oder einem Universalbohrer 🛒. Außerdem benötigst du etwas Klebeband. Stelle den Blumentopf nun verkehrt herum hin, sodass der Topfboden nach oben zeigt. Klebe jetzt noch etwas Klebeband mittig auf den Topfboden, damit du beim Bohren nicht verrutschst. Anschließend bohrst du das Loch mit einem geringen Durchmesser vor. Steigere schließlich den Durchmesser des Bohrers, bis das Loch im Blumentopf die gewünschte Größe hat. Dabei solltest du stets langsam und ohne Druck bohren.

Feldthymian in einem Blumentopf und Übertopf.
Das Wasser im Unterteller kannst du zum Gießen anderer Pflanzen nutzen. Foto: IMAGO – blickwinkel

Stelle deine Blumentöpfe – auch die mit Loch im Topfboden – am besten auf einen Unterteller. So kannst du das ablaufende Wasser auffangen und es regelmäßig abgießen. Eine wasserfeste Unterfläche ist aber ebenfalls ein geeigneter Standort. Wenn du jetzt noch eine Schicht Kieselsteine oder ein paar Tonscherben in den Blumentopf gibst, bevor du diesen mit Erde auffüllst, bist du definitiv auf der sicheren Seite. Überschüssiges Wasser kann so noch besser abfließen und Staunässe hat absolut keine Chance mehr. Deine Pflanzen werden es dir danken!

Lesetipp: 4.000 Jahre alte Methode – So funktioniert die Bewässerung mit Tontöpfen.

Quelle: utopia
Vorschaubilder: ©nahhan – adobe-stock.com
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