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Gartenarbeit: Blumenzwiebeln im Frühjahr richtig setzen

Mit den ersten Sonnenstrahlen wollen die ersten Frühblüher in die Erde. Hier sind die besten Tipps zum Setzen deiner Blumenzwiebeln.

Eine Frau hält verschiedene Blumenzwiebeln in die Kamera.
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Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Du möchtest dich im Sommer an einem Blütenmeer im Garten erfreuen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Blumenzwiebeln zu setzen. Keine Sorge, hier erfährst du, wie du das am besten machst.

Blumenzwiebeln setzen: im Frühjahr

Nicht alle Knollen und Zwiebeln vertragen Frost. Man sollte deshalb vor dem Einpflanzen die Wettervorhersagen beachten. Sobald die Gefahr von Nachtfrösten vorbei ist, können die Blumenzwiebeln und Knollen in den Boden. Bei einigen Pflanzen ist es sogar besser, die Eisheiligen abzuwarten, bevor sie in die Erde dürfen. Dazu gehören z. B. Freesien, Anemonen, Steppenkerzen und Dahlien. Wer genügend Platz im Haus oder ein Gewächshaus hat, kann die Sommerblüher auch schon in Töpfen vorziehen und dann im Mai umpflanzen.

Der richtige Standort

Beim Setzen von Blumenzwiebeln ist eine gute Planung wichtig. Neben ästhetischen Gesichtspunkten sollten auch die individuellen Bedürfnisse der Pflanzen berücksichtigt werden. Auch wenn Sommerblüher meist Sonne vertragen, macht ihnen Hitze dennoch zu schaffen. Ein geschützter Standort ist für alle Pflanzen vorteilhaft und ein guter, durchlässiger Boden unabdingbar. Die Erde im Beet sollte mindestens 25 Zentimeter tief ausgehoben und aufgelockert werden. So haben es die Wurzeln später leichter.

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Hast du die passenden Standorte für die Blumen bestimmt, geht es ans Einpflanzen. Dabei sind nicht nur die richtigen Temperaturen wichtig, sondern auch die Pflanztiefe. Pflanzen mit hohem Wuchs benötigen ausreichend Halt im Boden. Als Faustregel gilt: Blumenzwiebeln sollten zwei- bis dreimal so tief eingepflanzt werden, wie sie groß sind. Das bedeutet: Je größer die Blumenzwiebel ist, desto tiefer muss sie in die Erde.

Neben der Größe der Zwiebel ist aber auch der Boden dafür entscheidend, wie tief du pflanzen musst. In lockerem Boden sollten die Blumenzwiebeln etwas tiefer gesetzt werden. In festerem Boden lassen sie sich hingegen nicht so tief einpflanzen.

Tipp: Wer Wühlmäuse in seinem Garten hat, sollte die Blumenzwiebeln in einen Planzkorb aus Plastik setzen oder Kaninchendraht ins Pflanzloch legen, um sie vor den gefräßigen Nagern zu schützen.

Die richtige Wahl

Wenn du qualitativ gute Blumenzwiebeln kaufen möchtest, solltet du auf lose oder in Netze verpackte Knollen setzen. So kannst du sofort sehen, ob sie schimmelfrei, glatthäutig, druckfest und trocken sind. Außerdem ist es wichtig, dass die Blumenzwiebeln noch keine Austriebe besitzen.

Eine Frau hält verschiedene Blumenzwiebeln in die Kamera.
Die Wahl der richtigen Zwiebeln ist entscheidend. Foto: photka – stock.adobe.com

Blumenzwiebeln lagern

Auch die richtige Lagerung ist bei Blumenzwiebeln wichtig. Lagerst du sie in der Wohnung, können sich aufgrund der höheren Temperaturen schnell Triebe bilden. Bewahrst du sie zu lange auf, können sie eintrocknen und somit unbrauchbar werden. Pflanze die Zwiebeln deshalb so schnell wie möglich nach dem Kauf ein.

Hast du die Blumen doch schon im Februar gekauft, sollten sie bis zum Einsetzen an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort gelagert werden.

Wann werden Blumenzwiebeln gepflanzt?

Wer im Frühling schon Farbe im Beet haben will, sollte im Herbst Blumenzwiebeln pflanzen. Frühblüher sollten etwa von September bis November gesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Tulpen
  • Allium (Zierlauch)
  • Zwergiris
  • Hyazinthen
  • Narzissen
  • Krokusse
  • Lilien

Hinweis: Setzt du die Zwiebeln allerdings zu früh, können sie in einem milden Herbst noch austreiben. Die Pflanzen drohen dann zu erfrieren. Treiben die Pflanzen im Frühjahr zu früh aus, können sie mit Tannenzweigen abgedeckt und vor Frost geschützt werden.

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Sommerblumen blühen in der Regel zwischen April und Oktober und sollten im Frühjahr ins Beet gepflanzt werden. Zu den typischen Sommerblühern zählen beispielsweise:

  • Freesien
  • Steppenkerzen
  • Montbretien
  • Windröschen
  • Gladiolen
  • Dahlien
  • Kugellauch
  • Prachtscharten
  • Begonien
  • Canna
Ein blühendes Blumenbeet
Zwischen April und Oktober kannst du dich über die Sommerblüher freuen. Foto: Jeanette Dietl – stock.adobe.com

Wie überwintern Sommerblüher?

Im Gegensatz zu den Knollen der Frühblüher können nicht alle Sommerblüher im Winter in der Erde bleiben. Dahlien, Gladiolen und Canna sollten deshalb im späten Herbst ausgegraben werden und an einem geschützten und frostfreien Ort überwintern. Schneide dafür erst die Stängel der Pflanzen etwa fünf bis zehn Zentimeter über dem Wurzelhals ab und hole die Knollen aus der Erde. Lasse sie dann abtrocknen und verwahre sie an einem dunklen, luftigen Ort. Eine Kiste im kühlen Keller ist dafür ideal.

Steigen im Frühling die Temperaturen, kann man es kaum noch erwarten, laue Sommerabende auf der Terrasse zu verbringen. Für ein prachtvolles Blumenmeer im Beet sollte man sich vorher schon Gedanken machen und die Blumenzwiebeln rechtzeitig setzen.

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Quellen: lemo-blumenzwiebeln, ndr, t-online
Vorschaubilder: ©flickr/LollyKnit

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