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Engerlinge im Garten: was gegen die Käferlarven hilft

Käferlarven finden sich oft im Hochbeet oder Rasen und richten großen Schaden an. 5 Tipps helfen, diese Engerlinge im Garten zu bekämpfen.

Engerlinge im Garten: Was gegen die Käferlarven hilft
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Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Engerlinge finden sich in praktisch jedem Garten. Einige von ihnen können erheblichen Schaden verursachen und manchen Hobbygärtner zur Weißglut treiben. Andere wiederum können sich als nützliche Helfer erweisen. Wie du sie unterscheidest, wo sie zu finden sind und was du gegen die Käferlarven tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Was sind Engerlinge?

Das Wort „Engerling“ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie „kleiner Wurm“ oder „Made“. Zu den sogenannten Engerlingen gehören verschiedene Käferlarven, etwa die des Maikäfers, Junikäfers (Brachkäfers), Rosenkäfers und des Nashornkäfers.

Die Larven erreichen durchschnittlich eine Länge von 3 bis 7 cm, haben einen hellgrauen bis orangebraunen Körper und einen deutlich ausgeprägten Kopf mit kräftigem Mundwerkzeug. Um sich tief ins Erdreich graben zu können, besitzen die Engerlinge vorne zudem drei kräftige Beinpaare.

Engerlinge ernähren sich von abgestorbenen pflanzlichen Substanzen oder lebenden Wurzeln. Je nach Art können die Larven mehrere Jahre im Boden überleben.

In vielen Fällen werden die Tierchen nur zufällig entdeckt, wenn z.B. der Garten umgegraben wird oder die Pflanzen wegen der abgefressenen Wurzeln eingehen.

Welche Käferlarven sind nützlich?

Findest du Engerlinge in deinem Garten, musst du nicht gleich in Panik verfallen, denn nicht alle Käferlarven sind schädlich. Die Larven des Nashornkäfers und des Rosenkäfers können sogar sehr nützlich sein, denn sie ernähren sich von abgestorbenen Wurzeln, Holz und anderem toten Material. Rindenmulch fördert die Verbreitung des Nashornkäfers und im Zusammenspiel mit Pilzen und Bakterien bilden sie im Kompost nützlichen Humus.

Welche Larven sind schädlich?

Schädliche Vertreter der Engerlinge sind der Mai- und Junikäfer. Sie schädigen Pflanzen durch das Abfressen der Wurzeln. Der dritte Vertreter, der häufig in Gärten zu finden ist, ist der Gartenlaubkäfer, der sich vor allem von Rasenwurzeln ernährt.

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Wie unterscheidet man die Arten?

Die Larven der Käfer sind auf den ersten Blick nur schwer auseinanderzuhalten. Allerdings unterscheiden sich sie an der Art ihrer Fortbewegung. Die Engerlinge des Maikäfers bewegen sich schlängelnd in Seitenlage vorwärts. Die des Junikäfers führen Kriechbewegungen in Bauchlage aus und die Larven des Rosenkäfers bewegen sich in Rückenlage fort.

Welche Pflanzen sind gefährdet?

Bei einem Befall mit dem Gartenlaubkäfer ist der Rasen in Gefahr. Die Larven können die Graswurzeln komplett abfressen, sodass sich der Rasen bei einem akuten Befall beinahe vollständig mit der Hand abziehen lässt. Bei den meisten anderen Larven stehen vor allem Jungpflanzen, Erdbeeren, Kartoffeln, Rüben und Salat auf dem Speiseplan.

Wie kann man Schäden durch Engerlinge vorbeugen?

Der effektivste Schutz gegen Engerlinge sind vorbeugende Schutzmaßnahmen. Vermeide die nächtliche Beleuchtung von Haus und Garten, da die Käfer von den Lichtquellen angezogen werden und ihre Eier ablegen.

Eine weitere Maßnahme zum Schutz des Gartens sind Insektenschutznetze, die über die Beete und den Kompost ausgebreitet werden sollten. Mit ihnen wird die Eiablage durch die erwachsenen Käfer verhindert. Diese Netze müssen glücklicherweise nicht das ganze Jahr gespannt werden. Es reicht aus, sie zur Flugzeit der Käfer im Mai und Juni im Garten auszulegen.

Auch tief eingegrabene Kantensteine, ein engmaschiges Wurzelschutzgitter oder Drahteinlagen können Engerlinge aus dem Garten fernhalten.

Wer zudem regelmäßig Unkraut jätet und seinen Rasen vertikutiert, entzieht den Larven die passende Lebensgrundlage und macht den Garten weniger anfällig für ihre Ansiedlung.

Wie kann man Engerlinge bekämpfen?

Wenige Engerlinge im Garten richten keinen großen Schaden an. Wirklich bekämpfen musst du sie erst, wenn sie sich schnell verbreiten. Dafür kommen mehrere Methoden infrage:

Mit der Hand aufsammeln

Stößt du beim Umgraben auf die Larven, sammle sie am besten gleich mit der Hand auf. Besonders nach starkem Regen zeigen sich die Engerlinge an der Oberfläche und sind leicht zu finden. Du solltest sie danach aber keinesfalls töten, sondern sie z.B. einfach im Wald aussetzen.

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Setze Nematoden ein

Fadenwürmer (Nematoden) helfen bei der Bekämpfung von Engerlingen. Sie wirken auf natürliche Weise und sind nachhaltig. Allerdings ist die Erfolgsquote bei den schädlichen Maikäferlarven nicht sehr hoch. Bei Larven anderer Käfer helfen sie hingegen gut.

Nutze Pflanzen mit abschreckender Wirkung

Rittersporn, Geranien und Knoblauch schmecken den Käferlarven gar nicht. Pflanze sie deshalb in deinen Garten.

Stelle Fallen auf

Fülle einen oder mehrere Eimer mit Pferdemist oder Kompost und grabe sie 50 cm tief in den Boden ein. Bedecke sie dann mit Erde und warte etwa ein Jahr. Die Engerlinge werden sich in dieser Zeit in den Eimern einnisten. Nach einem Jahr kannst du sie wieder ausgraben und die Larven im Wald aussetzen.

Nutze natürliche Feinde

Wer Vögel, Igel, Spitzmäuse und Maulwürfe in seinem Garten willkommen heißt, wird kaum Probleme mit Engerlingen haben, denn die Tiere ernähren sich mit großer Vorliebe von den dicken Larven. Auch Hühner scharren die Larven gerne aus dem Boden.

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Auch wenn Engerlinge kein schöner Anblick sind, sind nicht alle Käferlarven schlecht für den Garten. Vielmehr gibt es schädliche und nützliche Arten. Während einige von ihnen Rasen- und Pflanzenwurzeln abknabbern, verarbeiten andere tote Pflanzenteile zu wertvollem Kompost. Von nun an kannst du die Arten unterscheiden und die Verbreitung der schädlichen Larven vermeiden.

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Quellen: obi, utopia
Vorschaubild: ©reddit/composting