9 Angewohnheiten, die wir fälschlicherweise für gut halten

Dass Alkohol, Tabak und wenig Bewegung schlecht für die Gesundheit sind, wissen alle. Doch wie sieht es mit einfachen Gewohnheiten wie dem täglichen Duschen, dem Ausschlafen am Wochenende oder dem akribischen Putzen der Wohnung aus?

Nur wenige würden vermuten, dass selbst alltägliche Angewohnheiten wie diese dem Körper schaden können.  


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1. Verpassten Schlaf nachholen

Wissenschaftler der University of Pittsburgh (USA) haben in einer Studie nachgewiesen, dass ein regelmäßig gleichbleibender Schlafrhythmus wichtig ist, um gesund zu bleiben. Den natürlichen Schlafrhythmus zu unterbrechen und ständig zu verändern, kann zu Diabetes Typ 2 und Herzkrankheiten führen. Zudem können das Nachholen von Schlaf am Wochenende und der damit einhergehende, unregelmäßige Schlafrhythmus zu Übergewicht führen. 

Tired

2. Die Zähne direkt nach dem Essen putzen

Experten sind sich heutzutage einig, dass man seine Zähne nicht direkt nach dem Essen putzen sollte. Besonders nach dem Genuss von Obst oder Fruchtsäften sollte man mindestens eine halbe Stunde warten, bis man zur Zahnbürste greift. Das Putzen unmittelbar nach dem Essen macht die Zähne anfälliger für Karies und fördert eine Abtragung des Zahnschmelzes, weil dieser durch die in den Lebensmitteln enthaltene Säure weich wird.

Deshalb ist es besser, seinen Mund nach dem Essen mit Wasser zu spülen und etwa eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen zu warten. So hat der Speichel genug Zeit, um die Säure zu neutralisieren.

Brushing my teeth

3. Mindestens einmal am Tag duschen

Die große Mehrheit der Menschen wäscht sich regelmäßig und auch täglich. Diese angeblich nützliche Angewohnheit kann sich allerdings auch schlecht auf den Körper auswirken. Heißes Wasser zusammen mit Duschgel beeinträchtigt die Schutzschicht der Haut und es kann zu Trockenheit, Schuppenbildung oder Rissen kommen, die die Haut anfälliger für Infektionen machen.

Wenn du nicht auf deine tägliche Dusche verzichten kannst, versuche es zur Abwechslung mal mit kaltem Wasser und lasse ab und zu das Duschgel weg. Man braucht es in der Regel sowieso nur an den Stellen, an denen man viel schwitzt.

taking a shower with my camera

4. Mehr als 8 Stunden schlafen

Viele Menschen denken noch immer: Je mehr man schläft, desto besser kann sich der Körper erholen. Doch dieser Mythos ist falsch und genauso gesundheitsschädlich wie zu wenig Schlaf. Schlafforscher haben nämlich herausgefunden, dass 8 Stunden Schlaf für einen Erwachsenen völlig ausreichen, damit sich der Körper erfolgreich wiederherstellt, und alles darüber hinaus zu einer Verminderung der Gehirnleistung führt und man sich träge fühlt.

Wenn du regelmäßig 9 oder mehr Stunden schläfst und dich ständig müde fühlst, solltest du einen Arzt aufsuchen, denn Schläfrigkeit kann auch ein Anzeichen für eine chronische Erkrankung sein.

Napping Madelief

5. Billige Sonnenbrillen tragen

Augenärzte betonen immer wieder, wie wichtig es ist, bei Sonnenbrillen auf die Qualität der Gläser zu achten. Wenn du in helles Licht schaust, ziehen sich deine Pupillen automatisch zusammen, um deine Augen vor Schäden zu bewahren. Durch die getönten Gläser einer Sonnenbrille ziehen sich die Pupillen allerdings weniger stark zusammen und die UV-Strahlen können zu einem höheren Grad in deine Augen eindringen, wenn sich keine schützende Schicht auf den Gläsern befindet. Da Letzteres bei preiswerten Brillen häufiger der Fall ist, schaden sie deinen Augen somit mehr, als wenn du ohne Brille unterwegs wärst.

Those sunglasses are so huge

6. Einen Wecker benutzen

Forschungen aus Japan haben gezeigt, dass das Benutzen eines Weckers nicht nur die innere Uhr durcheinanderbringt, sondern auch schädlich für das Herz sein kann, weil der Blutdruck steigt, wenn man plötzlich aus dem Schlaf gerissen wird und der Körper in eine Art Alarmzustand versetzt wird. Es ist um ein Vielfaches gesünder, von allein aufzuwachen. 

Da dies aber nicht jeder Alltag zulässt, benutze am besten einen Wecker, bei dem du nicht plötzlich hochschreckst, sondern der dich schrittweise aufweckt.

Alarm Clock

7. Die Wohnung vollständig sauber halten

In der Wohnung hat man es gern sauber und staubfrei. Allerdings ist tägliches Putzen aus hygienischer Sicht unnötig. Der Großteil der Bakterien, die uns umgeben, ist harmlos und schadet der Gesundheit nicht. Im Gegenteil, denn das Immunsystem braucht „Training“, um sich stark und zuverlässig gegen Bakterien und Keime wehren zu können. Besonders Kinder, die in einer absolut keimfreien Umgebung leben, entwickeln häufiger Allergien. Aber auch chemische Reinigungsmittel können der Gesundheit schaden und Allergien auslösen oder die Lunge schädigen. 

Cleaning

8. Keine Mikrowelle benutzen

Experten der Harvard University (USA) glauben, dass Nährstoffe im Essen am besten bewahrt werden, wenn dieses in der Mikrowelle aufgewärmt wird. Denn im Gegensatz zu anderen Aufwärmmethoden wird das Essen in ihr schnell erhitzt und wertvolle Inhaltsstoffe lösen sich nicht so schnell auf. 

Du solltest das Essen allerdings abdecken und etwas Wasser hinzuzugeben, um den Vorgang zu beschleunigen und ein Anbrennen zu verhindern. 

Countertop microwave

9. Denken, der Schlaf vor Mitternacht sei der beste

Schlafforscher stimmen darin überein, dass sie Schlafqualität nicht von der Uhrzeit abhängt, zu der man ins Bett geht. Wichtig für einen erholsamen Schlaf sind die Tiefschlafphasen zu Beginn der Nachtruhe. Wer morgens länger schlafen kann, ist auch fit, selbst wenn er erst nach Mitternacht ins Bett gegangen ist.

April 19th - Setting up the alarm clock

Es kursieren immer noch viele Alltagsmythen und Ratschläge, bei denen Menschen fälschlicherweise denken, sie würden sich etwas Gutes tun, dabei sind sie schon lange überholt oder haben sich als falsch herausgestellt. Achte im Alltag zukünftig darauf, welche falschen Angewohnheiten du hast und wie du sie ablegen kannst, um lange gesund zu bleiben.

Auch die folgenden Gewohnheiten solltest du dir abgewöhnen, um deinem Körper nicht zu schaden:

Vorschaubilder: © flickr/Lauren © flickr/Kai Hendry

Quelle:

brightside,

Vorschaubilder: © fFlickr/Lauren © flickr/Kai Hendry

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