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8 Dinge musst du beachten, wenn du eine Feuerstelle im Garten aufstellst

Gartenabfälle oder Weihnachtsbäume dürfen nicht einfach so verbrannt werden. Auch bei einem gemütlichen Abend an der Feuerstelle im eigenen Garten solltest du die folgenden 7 Vorschriften beachten.

Feuerstelle in einem Garten.
© Pixabay/congerdesign

Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Das angenehme Knistern des Feuers, leckere Marshmallows oder Stockbrot – ein gemütlicher Abend an der Feuerstelle sorgt in jeder Jahreszeit für Geselligkeit und gute Laune. Manche Menschen wollen besonders schlau sein und in ihrer Feuerschale alles verbrennen, was ihnen gerade in die Hände fällt.

Beide Fälle können mit einem saftigen Bußgeld bestraft werden, wenn man sich nicht an das Gartenrecht und die gesetzlichen Vorschriften hält. Und die fallen, wie soll es auch anders sein, in jedem Bundesland ein bisschen anders aus.

Feuerschale im Garten aufstellen. Was muss man beachten?
Foto: Pixabay/congerdesign

Ist es überhaupt erlaubt, ein Feuer im eigenen Garten zu machen, und welche Kriterien muss eine Feuerschale erfüllen, damit man sie legal benutzen darf? Welche 7 Dinge du bei deinem Vorhaben unbedingt beachten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

1. Braucht man für die Feuerstelle im Garten eine Genehmigung?

Kleine Feuer mit erlaubten Brennmaterialien dürfen in den dafür vorgesehenen Schalen oder Körben grundsätzlich ohne Genehmigung der Gemeinde erfolgen. Ein Lagerfeuer, also ein Feuer auf dem Boden, ist hingegen nicht erlaubt und erfordert immer eine Genehmigung. Für das Anlegen einer größeren, festen Feuerstelle benötigt man sogar eine Baugenehmigung. 

In jedem Fall empfiehlt es sich, vor einem gemütlichen Abend an der Feuerstelle die örtlichen Vorschriften bei der Gemeinde oder dem zuständigen Ordnungsamt zu erfragen, um sich unnötigen Ärger im Nachhinein zu ersparen.

2. Umgebung der Feuerstelle im Garten

Bevor du ein Feuer in deinem Garten machst, solltest du sicherstellen, dass die Umgebung der gewählten Stelle geeignet ist und die Schale auf einem feuerfesten Untergrund steht. Entferne deshalb alle entflammbaren Gegenstände in der Nähe und verwende im Zweifelsfall ein Unterlegblech, um empfindliche Böden zu schützen.

Hier waren die Umgebung und der Untergrund nicht geeignet.

Feuerstelle in einem Garten.
Foto: IMAGO / blickwinkel

3. Beschaffenheit der Feuerstelle im Garten

Für die Nutzung von Feuerkörben und Feuerschalen bedarf es keiner Genehmigung, solange sie einen maximalen Durchmesser von einem Meter haben. Sie dürfen allerdings nur für Wärme- oder Gemütlichkeitsfeuer und ausschließlich mit zugelassenen Brennstoffen verwendet werden. Wer die Feuerschale zur Verbrennung von Abfällen oder Müll benutzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Beim Kauf von Feuerkörben und Feuerschalen kommt es weniger auf die Optik, sondern auf die Sicherheit an. Verwende bei Bedarf zusätzlich einen Deckel oder einen Aufsatz, um den Funkenflug zu minimieren, und achte beim Kauf und der anschließenden Verwendung außerdem auf das Material. Kohle sollte nur in Schalen oder Körben aus Metall verbrannt werden. Zur Verbrennung von Holz eignen sich außerdem Feuerschalen aus Terrakotta oder Keramik.

4. Allgemeine Regeln

Bei langanhaltender Trockenheit oder ungünstigen Witterungsbedingungen wie starkem Wind verzichtest du besser auf das Anzünden eines Feuers im Garten. Die Gefahr, dass durch Funkenflug ein unkontrollierter Brand entsteht, der sich schnell ausbreitet, ist in diesem Fall zu groß.

Feuerschale im Garten aufstellen. Was muss man beachten?
Foto: Pixabay/Pixaline

Verzichte auf den Einsatz von Benzin oder Brandbeschleunigern und achte darauf, dass jederzeit eine schnelle Möglichkeit besteht, das Feuer zu löschen.

5. Welche Materialien dürfen verbrannt werden?

In deine Feuerschale gehören ausschließlich natürliche und unbehandelte Materialien, die keine Schadstoffe enthalten. Dazu zählen:

  • naturbelassenes, trockenes Holz
  • kurze, trockene Zweige
  • Holzbriketts
  • Zapfen
  • abgelagerte Holzscheite

6. Wann wird ein Holzsammelschein benötigt?

Die einfachste Möglichkeit, um sich geeignetes Brennmaterial für die Feuerstelle zu besorgen, ist der Weg zum Supermarkt oder zur Tankstelle. Hier gibt es abgepacktes Holz, das bereits zerkleinert wurde, oder Holzbriketts zu kaufen. Weder das Fällen von Bäumen auf dem eigenen Grundstück noch das Sammeln oder Abschneiden von Ästen in Waldstücken ist ohne Weiteres erlaubt.

Wer einen Holzsammelschein beantragt, darf immerhin Holz aufsammeln, das bereits auf dem Waldboden liegt. Je nach Region liegen die Gebühren für die Beantragung zwischen 5 und 30 Euro. Aber auch mit einem Holzsammelschein muss die gesammelte Menge Holz von einem Förster abgesegnet werden.

Was du sonst noch beachten musst, wenn du Brennholz im Wald sammeln willst, erfährst du hier.

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7. Was darf nicht verbrannt werden?

Laub und Gartenabfälle

Die alljährliche Frage vieler Gartenbesitzer lautet: wohin mit den riesigen Laubhaufen, dem Schnittgut und dem Unkraut? Theoretisch wäre es am einfachsten, die Gartenabfälle zu verbrennen, damit sich das Problem einfach in Rauch auflöst. Praktisch ist das aber nur in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt erlaubt und das auch nur unter besonderen Bedingungen und an bestimmten Tagen.

In allen anderen Bundesländern ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich, die nur selten erteilt wird, da die Entsorgung über Biotonnen, Grüngutsammelstellen oder Wertstoff- und Recyclinghöfe keinen allzu großen Aufwand darstellt. Die Verwertung der Gartenabfälle hat nämlich prinzipiell Vorrang vor der Beseitigung. Und auch wenn die Verbrennung in der Gemeinde erlaubt sein sollte, muss das Feuer vorab angekündigt und genehmigt werden. 

Es gelten dann besonders strenge Maßnahmen zur Sicherheit, zur Brandverhütung und zum Schutz der Nachbarn, da es bei der Verbrennung von Gartenabfällen zu einer hohen Rauch- und Feinstaubentwicklung kommt.

Eine Feuerschale.
Foto: IMAGO / mix1

Unnatürliche Materialien und Müll

Aufgrund der Rauchentwicklung, der Umweltbelastung und der möglichen giftigen Dämpfe ist das Verbrennen von normalem Müll grundsätzlich verboten. Hierzu zählen auch unnatürliche Materialien sowie Papier, Pappe und Kartons.

8. Bußgeld

Je nach Schwere des Vergehens und Bundesland werden dir bei einem Verstoß gegen diese Regeln zwischen 25 und 5.000 Euro Strafe aufgebrummt. Das lässt sich vermeiden!

Wenn du diese Dinge in Zukunft beachtest, kann bei einem Gemütlichkeitsfeuer nichts mehr schiefgehen! Hast du auch eine Feuerstelle in deinem Garten, die du regelmäßig benutzt?

Weitere Inspirationen zur Gartengestaltung und Tricks zum Basteln einer eigenen Feuerschale findest du in den folgenden Artikeln:

Quellen: mein-schöner-garten, musterhaus, gartenjournal
Vorschaubilder: ©Pixabay/Pixaline
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