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10 Tipps für die Gartenarbeit im Winter

Damit dein Garten im Frühling wieder in seiner vollen Pracht erwacht, solltest du diese 10 Dinge beachten!

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Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Im Winter ruht der eigene Garten bekanntlich. Es gibt jedoch Dinge, die du beachten solltest, damit die Pflanzen im Frühling aus ihrem Winterschlaf erwachen. Vermeide die folgenden Fehler, damit du dich an den Blüten erfreuen kannst.

Die 10 häufigsten Fehler bei der Gartenarbeit im Winter

Wer bei Schnee den Rasen betritt, macht diesen unter Umständen kaputt. Und wusstest du, dass Gartenpflanzen auch im Winter verdursten können? Damit das Frühjahr nicht mit einer bösen Überraschung beginnt, solltest du im Garten aktuell einige Dinge beachten.

Lesetipp: Checkliste, um deinen Garten winterfest zu machen

1. Du schützt empfindliche Bäume nicht

Wenn bei Minustemperaturen die Sonne scheint, ist die Gefahr von Frostschäden bei Bäumen besonders groß. Die sonnenzugewandte Seite des Stammes erwärmt sich, wodurch sich die Rinde ausdehnt. Währenddessen bleibt die sonnenabgewandte Seite gefroren. Die dadurch entstehenden Spannungen lassen schließlich die Rinde reißen. Durch die Wunden in der Rinde haben Schädlinge, Pilze und Bakterien leichtes Spiel. Junge Bäume sind hierbei besonders gefährdet.

Tipp: Um die Bäume zu schützen, raten Experten zu einem weißen Anstrich mit einer speziellen Farbe. Diese ist im Baumarkt erhältlich. Der helle Farbton reflektiert das Sonnenlicht und die Rinde wärmt sich nicht zu sehr auf, wodurch Spannungsrissen vorgebeugt wird.

Ein Baum wird mit weißer Kalkfarbe angestrichen.
Die spezielle Farbe macht die Bäume winterfest. Foto: Enso – stock.adobe.com

2. Du gießt die Gartenpflanzen im Winter nicht

Ein häufiger Fehler bei der Gartenarbeit im Winter: Das Gießen wird komplett eingestellt. Immergrüne Gartenpflanzen benötigen jedoch auch im Winter etwas Wasser. Wenn die Sonne scheint, verdunstet über die Blätter Wasser. Ist der Boden gleichzeitig gefroren, können die Wurzeln nicht für Nachschub sorgen. Sobald der Boden ein wenig angetaut ist, solltest du die Pflanze also etwas gießen.

Tipp: Behalte den Wetterbericht stets im Blick. Gieße deine immergrünen Pflanzen z.B. immer vor einer länger andauernden Frostperiode. Wenn es trocken und frostfrei ist, solltest du deine Pflanze im Winter ebenfalls gießen.

Lesetipp: Gemüse im Winter anbauen? Ja, das geht!

3. Du betrittst den Rasen im Winter

Bei Frost, Schnee und Eis sollte der Rasen im Winter nicht betreten werden. Der Schnee könnte sich durch das Betreten verdichten, wodurch der Rasen „keine Luft mehr bekommt“. Dieser Fehler kann zur Typhula-Fäule führen, einer typischen Rasenkrankheit im Winter.

Ist der Rasen von Raureif überzogen oder bei Frost komplett gefroren, könnten die einzelnen Halme beim Betreten hingegen abbrechen. Das hat wiederum zur Folge, dass die Gräser absterben und braune Flecken im Rasen entstehen.

Eine Person in Stiefeln steht auf leicht verschneitem Rasen.
Schone den Rasen, in dem du ihn im Winter nicht betrittst. Foto: jana_janina – stock.adobe.com

4. Deinen Kübelpflanzen fehlt das Licht

Bestimmte Kübelpflanzen vertragen keinen Frost und überwintern deshalb im Haus. Oleander, Lorbeer, Dattelpalmen und manche Zitrusarten tragen ihre Blätter auch im Winter. Achte deshalb darauf, für diese Pflanzen einen Standort auszusuchen, der nicht zu dunkel ist.

5. Deine Pflanzen schwitzen unter dem Frostschutz

Um Pflanzen vor Frost zu schützen, werden sie vor dem Winter gut eingepackt. Zum Winterende wird das jedoch ein Problem. An sonnigen Tagen ist es bereits sehr warm, nachts kann es aber noch Frost geben. Bei Bedarf kannst du den Frostschutz tagsüber abnehmen und abends wieder anbringen. Wenn die Pflanzen unter dem Frostschutz schwitzen, könnten sie nämlich zu früh austreiben. Achte außerdem darauf, dass das Frostschutzmaterial licht- und luftdurchlässig ist.

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6. Dein Komposthaufen liegt nicht geschützt

Das ist nicht zwingend ein Fehler, aber durchaus sinnvoll ist folgender Tipp, der dir bei der Gartenarbeit im Winter helfen kann: Bedecke den Komposthaufen mit Pappe, alten Teppichen oder Säcken, die mit Stroh oder Laub gefüllt sind. Die erzeugte Wärme kann jetzt nicht mehr so schnell entweichen und der Kompost verrottet schneller.

7. Du entfernst Schneemassen nicht

Wenn es stark schneit, solltest du deine Hecken und Bäume unbedingt im Auge behalten. Wird die Schneelast zu groß, könnten Äste abbrechen. Wenn sich die Äste schon etwas biegen oder die Schneeschicht dicker als zehn Zentimeter ist, solltest du deine Pflanzen von der Schneelast befreien.

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8. Du streust zu großzügig Salz

Streusalz ist für den privaten Gebrauch – bis auf wenige Ausnahmen – ohnehin verboten. Solltest du dennoch einige Restbestände besitzen, dann verstreue diese auf gar keinen Fall auf den Wegen im Garten. Das Salz schadet nämlich Beeten, Bäumen und Hecken, wenn es mit dem Schmelzwasser in den Boden gelangt.

9. Du lässt den Gartenteich komplett zufrieren

Der Gartenteich sollte zumindest teilweise frostfrei bleiben, damit Faulgase entweichen können. Diese entstehen am Grund des Teiches, wenn sich Pflanzenreste zersetzen. Die Fische im Teich könnten sich an diesen Gasen vergiften. Abgestorbene Pflanzen und Laub solltest du deshalb bereits im Herbst aus dem Teich entfernen. Damit der Teich nicht zufriert, kannst du ein großes Holzstück oder eine Styroporplatte auf die Wasseroberfläche legen. Im Notfall gilt es, ein Luftloch in das Eis zu schlagen.

Ein leicht zugefrorener Teich mit Fischen darin.
Dein Gartenteich sollte niemals komplett zufrieren. Foto: luftklick – stock.adobe.com

10. Du lagerst Pflanzenschutzmittel zu kalt

Pflanzenschutzmittel können durch Frost unbrauchbar werden. Lagere sie deshalb über den Winter nicht in der Gartenhütte oder in der Garage. Wenn sich die Konsistenz des Mittels über den Winter verändert hat, ist das ein Zeichen dafür, dass du es nicht mehr verwenden solltest.

Wenn du diese Tipps bei der Gartenarbeit im Winter beachtest, ersparst du dir nicht nur eine ganze Menge Arbeit, sondern auch viel Geld, um eingegangene Pflanzen zu ersetzen.

Quelle: t-online
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