Veröffentlicht inDIY, Haus & Garten, Lifehacks

4.000-Jahre-alter Bewässerungstrick funktioniert noch heute

Wie wäre es, wenn du deinen Garten so gestaltest, dass du nicht jeden Tag gießen musst? So funktioniert die Gartenbewässerung mit Ollas.

Mehrere Tontöpfe auf einem Regal gestapelt.
u00a9 IMAGO / Zoonar

Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

An heißen Tagen werden Hobbygärtner vor zwei Probleme gestellt: Zum einen verdunstet Gießwasser schnell und dringt so nicht immer ausreichend an die Wurzeln der Pflanzen. Zum Anderen hat nicht jeder Zeit, täglich nach seinen Pflanzen zusehen und sie zu gießen. Doch ein über 4.000 Jahre alter Garten-Trick mit den sogenannten Ollas liefert die Lösung und sorgt dafür, dass deine Pflanzen im Hochsommer nicht vertrocknen.

Gartenbewässerung mit „Ollas“

Mit der Verwendung von Ollas kehrt ein alter und bewährter Trick zurück in die Gärten. Es handelt sich hierbei um Tontöpfe, die in die Beete eingegraben werden und als Bewässerungshilfe dienen. Was es mit der unterirdischen Bewässerungsmethode auf sich hat, erfährst du hier.

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Garten mit Ollas gestalten

Die getöpferten Wasserspeicher haben in Afrika und Asien eine jahrtausendealte Tradition. Der Name Olla“ (gesprochen: Oja“) stammt aber aus dem Spanischen und bedeutet so viel wie „Topf“. Die Tongefäße werden mit einer speziellen Brenntechnik bei niedriger Temperatur hergestellt, damit der Ton porös und wasserdurchlässig bleibt.

Wenn die unglasierten Gefäße in die Erde eingegraben und mit Wasser befüllt werden, geben sie durch ihre Wände langsam und stetig Feuchtigkeit an ihre Umgebung ab. Dieses denkbar simple Prinzip kann man sich bei der Gartengestaltung zunutze machen.

Garten mit Ollas bewässern

Grabe zunächst im gewünschten Beet ein ausreichend großes Loch und setze die Olla in die Erde ein.

Sorge dafür, dass sie rundherum mit Erde bedeckt wird, aber die obere Öffnung frei bleibt und noch wenige Zentimeter aus der Erde herausragt. Grob geschätzt reicht eine Olla mit einem Fassungsvermögen von fünf Litern für etwa einen Quadratmeter aus.

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Nimm eine Gießkanne oder den Gartenschlauch zur Hand und fülle das Tongefäß mit Wasser. Die obere Öffnung der Olla sollte im Anschluss bedeckt werden, damit kein Dreck ins Innere gelangt oder sich Stechmücken ansiedeln. 

Je nach Größe der Olla und Wetterlage dauert es etwa zwei bis fünf Tage, bis das Wasser komplett an die Umgebung abgegeben wurde. Das Praktische dabei ist, dass die Tongefäße nur Wasser abgeben, wenn die Erde rundherum zu trocken ist.

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Was muss noch beachtet werden?

Wasserstand überprüfen

Überprüfe den Wasserstand regelmäßig mit einem Stöckchen und fülle das Gefäß erneut mit Wasser auf, wenn es leer ist.

Bei Bedarf trotzdem zur Gießkanne greifen

Bedenke, dass Ollas die reguläre Bewässerung nicht komplett ersetzen können, sondern eher als zusätzliche Unterstützung oder als Überbrückungshilfe eingesetzt werden. Gerade neu ausgesäte Pflanzen benötigen oftmals eine zusätzliche Bewässerung.

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Ollas nach der Saison ausgraben

Grabe die Tontöpfe im Herbst unbedingt aus, um Frostschäden zu vermeiden. Reinige die Gefäße gründlich und bewahre sie über den Winter an einem frostsicheren Ort auf, um sie in der nächsten Saison wieder ins Beet zu setzen.

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Welche Vorteile bietet die Bewässerung mit Tontöpfen?

Das Wasser gelangt direkt dahin, wo es gebraucht wird und nicht verdunsten kann: zu den Wurzeln der Pflanze. Durch die Gartengestaltung mit Ollas musst du weniger gießen und kannst dadurch Zeit und sogar Wasser sparen. Da die Bewässerung hauptsächlich unterirdisch stattfindet, werden außerdem weniger Schnecken angelockt. Dadurch, dass die Oberfläche des Beets öfter trocken bleibt, beugt man Pilzerkrankungen der Pflanzen und starkem Unkrautwachstum vor.

DIY-Olla

Ob in kugeliger oder länglicher Form – Ollas erfreuen sich großer Beliebtheit, sind aber im Fachhandel nicht immer erhältlich. Alternativ kannst du dir eine Olla aber auch selbst aus zwei gleich großen, unglasierten Tontöpfen bauen.

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Verschließe das untere Topfloch, indem du einen Korken, eine kleine Fliese oder eine Tonscherbe auf den Boden klebst. Anschließend werden die beiden Töpfe wasserdicht mit Silikon, Fliesenkleber oder Heißkleber zusammengeklebt.

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Bevor du die DIY-Olla in den Boden einsetzt, solltest du kontrollieren, ob sie auch wirklich wasserdicht ist. Achte beim Eingraben darauf, dass noch zwei bis drei Zentimeter des Tons herausschauen, und decke den Tontopf nach dem Befüllen immer ab.

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Die Verwendung von Ollas kann dir im Garten eine Menge Arbeit abnehmen und deine Pflanzen vor dem Vertrocknen bewahren. Hast du die unterirdische Bewässerung mit Tontöpfen schon mal ausprobiert?

Quellen: mdr, mein-schoener-garten, rbb
Vorschaubilder: ©Pinterest/suburbanfarmonline.com
©Pinterest/Elle Dee
©IMAGO / Zoonar