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Impfungen auffrischen: wann, was und warum?

Impfung auffrischen lassen: Erfahre, welche Impfungen empfohlen sind und wann du eine Auffrischimpfung benötigst.

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Impfungen können Leben retten! Das wissen wir nicht erst seit der Corona-Pandemie, sondern auch durch die jährliche Grippeschutzimpfung. In Deutschland lassen sich etwa 47% der über 60-Jährigen jedes Jahr gegen die aktuelle Influenza impfen. Doch welche Impfungen können dich ebenfalls schützen und welche Wirkstoffe aus der Kindheit solltest du regelmäßig auffrischen lassen? Wir führen dich durch den Impfdschungel und verraten dir, welche (Auffrisch)impfungen für dich geeignet sind.

Wieso muss man Impfungen auffrischen?

Ob und wann man eine Impfung auffrischen muss, kommt auf den jeweiligen Wirkstoff oder die Erkrankung an. Die Influenza, also das Grippevirus, verändert sich beispielsweise jedes Jahr minimal, sodass vor jeder „Grippesaison“ eine Auffrischimpfung nötig ist. Wichtig ist zu wissen: Impfungen wirken nur gegen Krankheiten, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden.

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Welche Impfungen sollte ich haben?

Schon von klein auf werden Kinder geimpft. Dies soll eine Grundimmunisierung in der Bevölkerung bewirken, damit sich Erreger schlechter ausbreiten und Krankheiten auslösen können. Folgende Impfungen gehören zu den Standardimpfungen, die die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) für die Grundimmunisierung für jeden Menschen empfiehlt:

  • Diphtherie
  • Tetanus
  • Kinderlähmung
  • Infektion mit Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
  • Keuchhusten
  • Hepatitis B
  • Masern, Mumps, Röteln
  • Windpocken
  • Rota-Viren, Pneumokokken-Infektion
  • Meningokokken-C-Infektion
  • Humanes Papillomvirus
Eine blonde Frau von hinten fotografiert. Sie schaut sich ihren Impfpass an und man sieht ein Pflaster auf ihrem Arm.
Behalte deine Auffrischimpfungen im Blick. (©christophe papke – stock.adobe.com) Foto: Behalte deine Auffrischimpfungen im Blick. (©christophe papke – stock.adobe.com)

Auffrischimpfung im Erwachsenenalter

Einige Impfungen aus der Kindheit halten ein Leben lang. Andere müssen nach einer gewissen Zeit aufgefrischt werden. Während man die Grippeschutzimpfung spätestens im November vor der Grippewelle auffrischen lassen sollte, können die anderen Impfungen das ganze Jahr über erfolgen. Fährst du beispielsweise in einen Aktivurlaub, bietet es sich an, die Tetanus-Impfung spätestens 6 Wochen vorher einzuplanen.

  • Tetanus: alle 10 Jahre
  • Masern: 1 Auffrischungsimpfung (wenn nach 1970 geboren und mit nur einer Impfung als Kind)
  • Gürtelrose: 2 Auffrischungsimpfungen innerhalb von zwei Monaten (ab 60 Jahren)
  • Pneumokokken: alle 6 Jahre
  • Influenza: 1-mal im Jahr (ab 60 Jahren oder in Pflegeberufen)

Übrigens: Beim Gesundheitsamt oder Hausarzt kannst du dich über geforderte und empfohlene Reiseimpfungen gegen Tropenkrankheiten informieren.

Lesetipp: Hygiene im Haushalt: Dinge, die man nicht teilen sollte.

Wie behalte ich den Überblick?

Am besten gibst du deinen Impfpass bei deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin ab und lässt diese deinen Impfstatus prüfen. Sie können beurteilen, welche Impfungen sinnvoll sind und wann du eine Auffrischimpfung brauchst.

Übrigens: Ist dein Impfpass voll? Dann bekommst du beim Hausarzt ein neues Heftchen.

Na, sind deine Impfungen auf dem aktuellsten Stand oder musst du bald mal einen Termin beim Hausarzt machen?

Quellen: wunderweib, rki, bundesgesundheitsministerium, impfen.info,
Vorschaubild: ©christophe papke – stock.adobe.com