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5 bekannte Lebensmittel, die schon lange Insekten enthalten

Insekten in Lebensmitteln? Das ist schon lange normal! Ob in Milka, M&M’s, Trolli oder Protein-Riegeln – nicht selten sind Insekten versteckt.

kinder Schoko-Bon: Ein Beispiel für Insekten in Lebensmitteln.
u00a9 Media Partisans/FUNKE Digital

Tipps und Wissenswertes für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Im Januar 2023 hat die EU eine Reihe neuer Insekten als Nahrungsmittel zugelassen. Aber die Lebensmittelindustrie verwendet Insekten und ihre Bestandteile schon lange. Auch in bekannten Markenprodukten wie kinder Schoko-Bons, Trolli Glühwürmchen oder M&M’s sind Insekten enthalten.

Insekten in Lebensmitteln: schon lange normal

In vielen Teilen der Welt gehören Insekten bereits seit Jahrhunderten zur täglichen Ernährung. Doch in Deutschland sind sie eher ein exotisches Thema. So lösen die wiederholten Neuzulassungen von Insekten als Lebensmittel immer wieder Befremden aus.

Tatsächlich kommen in Deutschland Insekten und deren Produkte aber schon lange in vielen Lebensmitteln zum Einsatz – ohne dass wir es bemerken. 

Hier sind ein paar prominente Beispiele:

1. kinder Schoko-Bons

Schoko-Bons haben einen glänzenden Überzug aus Schellack. Dieser wird aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus gewonnen – wobei eine Menge der Läuse auch im Endprodukt landet. Gesundheitsschädlich ist das nicht. Gekennzeichnet wird Schellack trotzdem lieber mit dem Kürzel „E 904“.

kinder Schoko-Bon liegt auf einem Tisch.
Foto: Media Partisans/FUNKE Digital

2. Milka „Bunte Kakaolinsen“

Auch in der Sorte „Bunte Kakaolinsen“ von Milka ist Schellack enthalten. Viele halten die Kakaolinsen für Smarties – doch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Letztere werden nicht mit Schellack, sondern mit Carnaubawachs und Bienenwachs überzogen.

3. M&M’s

Findet sich auf der Zutatenliste der Hinweis „Karmin“ oder „E 120“, so handelt es um den roten Farbstoff der Cochenilleschildlaus. Gewonnen wird der Farbstoff, indem die Läuse erst getrocknet und dann ausgekocht werden. Bei roten M&M’s weißt du nun also, wo die Farbe herkommt. 

Eine Packung M&M's, auf deren Rückseite der Farbstoff E120 aufgelistet ist: ein Kürzel für das Karmin der Cochenilleschildlaus.
Foto: Media Partisans/FUNKE Digital

4. Trolli „Saure Glühwürmchen“

Nicht nur Schokolinsen werden mit Karmin gefärbt. In vielen Gummibärchen ist der Läusefarbstoff ebenfalls enthalten – so zum Beispiel in den sauren Glühwürmchen der Marke Trolli.

Eine Packung Trolli „Saure Glühwürmchen“. Auch sie enthalten „echtes Karmin“.
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5. Protein-Pasta

Eine proteinreiche Ernährung liegt voll im Trend. Wie gut, dass die EU bereits im Jahr 2021 Mehlwürmer und Heuschrecken als Lebensmittel zugelassen hat. Diese werden nämlich gerne Nudeln und Riegeln und als Protein-Boost zugefügt. Keine Angst: Das steht dann auch so auf der Verpackung drauf.

Auch wenn sich so mancher erst noch an den Gedanken gewöhnen muss: Insekten werden in Zukunft häufiger auf unserem Speiseplan stehen. In zahlreichen beliebten Produkten waren sie aber auch schon vorher drin – wenngleich das vielen nicht unbedingt bewusst war.

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Quelle: utopia
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