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Kleidung ausmisten: 5 Tipps für die Kleiderspende

5 Tipps für die Kleiderspende: Alternativen zum Altkleidercontainer und andere Möglichkeiten, um Kleidung auszumisten oder zu spenden.

Kleidung ausmisten: 5 Tipps für die Kleiderspende.
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Seit dem weltweiten Erfolg der Aufräummethode von Marie Kondo weiß jeder, dass regelmäßiges Ausmisten guttut. Das gilt vor allem für den Kleiderschrank. Schließlich besitzen viele Menschen das ein oder andere Kleidungsstück, das sie gar nicht oder nur selten tragen. Ringt man sich dann irgendwann dazu durch, diese Kleidungsstücke auszumisten, bleibt die Frage: wohin damit?

Die meisten Menschen verkaufen die ausrangierte Kleidung oder werfen sie in einen Altkleidercontainer. Dass Letzteres jedoch nicht immer die beste Wahl ist, wissen nur wenige. Was mit der Kleidung aus den Containern passiert und welche Alternativen es für aussortierte Kleidung gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Kleidung ausmisten: 5 Tipps für die Kleiderspende

1. Es gibt ein Übermaß an Spenden.

Modeproduzenten wie H&M und Primark bringen im Jahr bis zu 24 Kollektionen auf den Markt. Das hat zur Folge, dass die Geschäfte mit Kleidung überflutet werden und der Konsum steigt. Durch die teilweise günstigen Preise ist der Bedarf an Altkleidern bei einkommensschwachen Menschen weit niedriger, als man meinen mag. Laut einer Statistik des Deutschen Roten Kreuzes landen nämlich nur etwa 10 % der Kleiderspenden bei gemeinnützigen Organisationen, welche diese an bedürftige Menschen verteilen.

Von den bis zu 100.000 Tonnen gespendeter Kleidung jährlich ist ohnehin nur etwa die Hälfte wirklich noch tragbar und kann in Kleiderkammern weitergegeben werden. Den Rest verkauft das DRK an sogenannte Verwertungsunternehmen, um eigene ehrenamtliche Projekte wie den Katastrophenschutz oder die Altenhilfe zu finanzieren. Dort werden die Kleiderspenden entweder als Secondhandmode verkauft oder beispielsweise zu Decken oder Putzlappen weiterverarbeitet.

Kleidung ausmisten: 5 Tipps für die Kleiderspende.
Foto: Media Partisans/FUNKE Digital GmbH

2. Augen auf bei Altkleidercontainern!

Achtung! Nicht jeder Altkleidercontainer wurde von einer karitativen Organisation wie dem DRK aufgestellt. Es gibt auch illegal aufgestellte Container, um die Unwissenheit der Spender auszunutzen. In diesem Fall werden die eingeworfenen Schuhe und Kleider aber nicht gespendet, sondern zu teils hohen Preisen (in andere Länder) verkauft. Das hat zur Folge, dass der Textilmarkt in den zumeist bereits benachteiligten Ländern noch mehr geschwächt wird. Das DRK rät: „Wir appellieren daher an Kleiderspender, nur an bekannte und seriöse Organisationen zu spenden, die sich mit Namen und Adresse zu erkennen geben und dort auch erreichbar sind.“

Tipp: Um sicherzugehen, kannst du auch auf Qualitätssiegel auf den Containern achten. Die drei größten in Deutschland sind: „FairWertung “, „BVSE Qualitätssiegel Textilsammlung“ und das „DZI-Spendensiegel“.

©Wiki Commons/Lal015

3. Frage bei lokalen Kleiderkammern nach.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man als Alternative zu Altkleidercontainern direkt bei lokalen Kleiderkammern oder anderen sozialen Einrichtungen nachfragen. Dort können einkommensschwache Familien für wenig Geld einkaufen oder sich kostenlos etwas aussuchen. Am besten fragt man dort vorher nach, ob Nachfrage und Platz für die Kleiderspende vorhanden sind, da die Lagerfläche dort oftmals begrenzt ist.

4. Man kann Kleidung online verschenken.

Anstatt die Kleidung auf Webseiten wie Vinted online zu verkaufen, kann man die aussortierten Stücke auch online verschenken. Das ist zwar aufwendiger, als eine gesammelte Spende irgendwo abzugeben, andererseits weiß man aber, wer die Kleidung erhält. Über die Seite „free your stuff“ kann man beispielsweise nicht nur Kleidung, sondern auch Möbel, Babyausstattung und Fahrräder verschenken. Es funktioniert ähnlich wie bei eBay-Kleinanzeigen, nur eben kostenlos.

Kleidung ausmisten: Eine Frau verpackt alte Kleidung in einem Paket.
Foto: IMAGO – Westend61

5. Kaputte Kleidung kann auch gespendet werden.

Beschädigte Kleidung muss nicht unbedingt im Restmüll landen. Besser ist es, Stoffreste und löchrige Kleidung zum Wertstoffhof zu bringen. So kann ein Teil der Stoffe recycelt werden. Außerdem lohnt es sich, auch beim lokalen Tierheim nachzufragen, ob dort evtl. Stoffreste benötigt werden. 

Toll, dass es mittlerweile viele Möglichkeiten gibt, seine aussortierte Kleidung zu spenden. Mit diesem Wissen kommt deine nächste Spende sicher auch bei den richtigen Stellen an.

Quellen: gofeminin, oekotest, smarticular, free-your-stuff, drk
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