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Dieser Trend sorgt für immer mehr Kopfläuse bei Jugendlichen

Jeder kennt sie, niemand will sie haben: Läuse auf dem Kopf. Wenn du auf diesen neuen Trend verzichtest, kannst du Läusen vorbeugen.

Läuse durch Selfies: immer mehr Fälle bei Jugendlichen
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Spannende Themen und Wissenswertes mit Aha-Effekt. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Kopflausfälle in Deutschland wieder an. Vor allem weibliche Jugendliche sind von Läusen betroffen. Laut Medizinern und Forschern sei das aber nicht nur saisonal bedingt, offenbar haben auch Selfies Schuld an den hohen Fallzahlen. Wie gefährlich sind Selfies für die Gesundheit?

Läuse durch Selfies: So groß ist die Wahrscheinlichkeit

Läuse können zwar nicht springen oder hüpfen, aber: Wenn Teenager sich gemeinsam fotografieren, ist es für die Parasiten ein Leichtes, von Kopf zu Kopf zu krabbeln. Das bestätigt auch Professor Hermann Feldmeier vom Institut für Mikrobiologie und Infektionsimmunologie an der Berliner Charité in der Apotheken Umschau: „Die Mädels stecken beim Selfie-Machen gerne die Köpfe zusammen. So können Läuse einfach von einem auf den nächsten Kopf gelangen.“ Das trifft natürlich auch auf Jungs zu – in offenen, langen Haaren fühlen sich Kopfläuse allerdings besonders wohl.

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Kopfläuse werden meist durch direkten Haarkontakt übertragen. Laut Feldmeier sei eine Übertragung durch Textilien und Gegenstände zwar theoretisch denkbar, in der Praxis aber eher selten. Auch an Kopfbedeckungen oder an der Bettwäsche betroffener Kinder haben Forscher in Studien keine Läuse gefunden.

Läuse erkennen und Ungeziefer bekämpfen

Mithilfe der folgenden Tipps kannst du Läuse bei dir oder bei deinem Kind erkennen:

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  • Läuse sind 1-3 mm klein, hellbraun oder mittelbraun und dadurch recht schwer zu erkennen.
  • Die Parasiten sitzen meist dort am Kopf, wo es am wärmsten ist. Zum Beispiel hinter den Ohren oder am Nacken.
  • Rote Flecken auf der Kopfhaut sind ebenfalls ein mögliches Symptom.
  • Betroffene klagen häufig über einen starken Juckreiz auf der Kopfhaut.
  • Die hellen, länglich-ovalen Läuseeier (Nissen) sitzen direkt am Haaransatz.

Achtung: Nissen werden immer wieder mit Schuppen verwechselt. Im Gegensatz zu Schuppen lassen sich Nissen aber nicht so einfach vom Haar abstreifen, sondern kleben fest. Um die Läuseeier zu entfernen, benötigst du einen sogenannten Nissenkamm.

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Auf Selfies verzichten?

Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene können Kopfläuse bekommen. Ob durch Kuscheln oder Spielen mit betroffenen Kindern oder eben durch Gruppenselfies – wenn in deinem Umfeld ein Läusebefall auftritt, solltest du auf engen (Haar-)Kontakt mit anderen Menschen besser verzichten oder zu deiner eigenen Sicherheit etwas Abstand halten.

Läuse durch Selfies: immer mehr Fälle bei Jugendlichen
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Gegen Kopfläuse helfen übrigens keine Hausmittel, sondern nur geeignete Präparate aus der Apotheke. Im Verdachtsfall solltest du (mit deinem Kind) unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Läuse gezielt und fachgerecht zu behandeln. Informiere außerdem das zuständige Gesundheitsamt und die Kita oder die Schule über den Läusebefall. Nur so kann man einer weiteren Ausbreitung entgegenwirken.

Quelle: t-online
Vorschaubild: ©Flickr/Dave Cooper ©stock.adobe.com – vizualni