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9 Punkte, die auf die Notfallliste gehören, falls dir etwas passiert

Ein Todesfall stellt immer einen Schock für die Angehörigen dar. Um ihnen im Falle deines Ablebens zu helfen, ist es sinnvoll, eine Notfallliste anzulegen, in der sie alle wichtigen Daten finden.

© IMAGO / Maximilian Koch

Bei diesen Videos wird dir warm ums Herz. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Jeder weiß, dass er einmal sterben muss, dennoch spielt der Tod in der Gesellschaft kaum eine Rolle und wird so gut es geht verdrängt. Doch spätestens, wenn die Großeltern oder Eltern sterben, muss man sich mit dem Tod auseinandersetzen.

Oft trifft uns ein erschütternder Todesfall in der Familie völlig unvorbereitet. Man steht unter Schock und kann nicht mehr klar denken. Sich unter diesen Umständen dann innerhalb weniger Tage nach dem Ableben des geliebten Menschen um Formalitäten und andere schwierige Aufgaben kümmern zu müssen, überfordert viele Angehörige verständlicherweise.

Um ihnen die Zeit nach dem Tod einfacher zu machen, hilft es, eine Notfallliste zu erstellen, auf der sie eine Übersicht der Unterlagen und Daten finden, die sie im Falle eines Todesfalls benötigen. Diese 9 Punkte gehören auf eine solche Liste:

1. Wichtige Telefonnummern

Die wichtigsten Telefonnummern, also die des Partners, der Familie, der Nachbarn oder enger Freunde, sollten sich ganz oben auf der Notfallliste befinden. Auch ein Vermerk, wer einen Wohnungsschlüssel hat, ist wichtig.

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2. Daten der Bankfiliale und Sperrnummern

Den Namen deiner Bank und die Sperrnummern für deine EC-Karte, Kreditkarte und das Handy brauchen die Hinterbliebenen. Zusätzlich kannst du Kopien deiner Bankkarten in einer Visitenkartenfolie aufbewahren. So machst du es deinen Angehörigen leichter – und übrigens auch dir selbst im Falle eines Diebstahls deiner Geldbörse. 

Im besten Falle hast du einer Vertrauensperson rechtzeitig eine Bankvollmacht erteilt, sodass diese nach deinem Tod finanzielle Angelegenheiten in deinem Namen regeln darf.

3. Hausarzt, Zahnarzt, wichtige Fachärzte

Da es sich bei einem Notfall nicht immer gleich auch um einen Todesfall handelt, gehören neben den Daten der wichtigsten Ärzte auch Angaben zur Blutgruppe, zu Allergien und Medikamentenunverträglichkeiten mit auf die Notfallliste.

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4. Versicherungen

Die Daten der Versicherungen sind wichtig, da diese meist unverzüglich nach dem Ableben einer Person benachrichtigt werden müssen. Wird der Todesfall zu spät gemeldet, kann es Probleme bei der Auszahlung der Versicherungssumme geben. In der Regel reicht dort zunächst aber eine telefonische Nachricht und die Unterlagen können später als Kopie nachgereicht werden.

5. Steuernummer

Auch das Finanz­amt erwartet eine Nachricht und oftmals auch eine letzte Steuererklärung für den Verstorbenen. Deshalb ist es wichtig, die Steuernummer zu notieren. 

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6. Passwörter

Das digitale Erbe sollte auch nicht vergessen werden. Notiere deshalb die wichtigsten Passwörter deiner Online- und Social-Media-Konten. Dies macht es deinen Angehörigen leichter, eine Übersicht zu bekommen, und sie müssen nicht jedes Unternehmen per Brief von deinem Ableben informieren und es darum bitten, den Account zu löschen.

7. Krankenversicherung

Neben der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung sollten auch die Daten von Zusatzkrankenversicherungen auf die Liste, da auch sie nach dem Ableben gekündigt werden müssen.

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8. Passwort für den PC

Nicht nur die Passwörter für deine Konten im Internet gehören mit auf die Liste, sondern auch das Masterpasswort für deinen PC, sofern er denn mit einem geschützt ist. So können die Hinterbliebenen auf sämtliche Daten, Fotos und wichtige Dokumente zurückgreifen. 

9. Speicherort wichtiger digitaler Dokumente

Hast du einige Dokumente oder Daten zusätzlich in der Cloud gespeichert, solltest du dies auch mit auf die Notfallliste setzen. Dann müssen die Angehörigen nicht lange danach suchen. 

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Wo gehört die Liste hin?

Eine Notfallliste ist vertraulich und sollte nicht in falsche Hände gelangen, schon gar nicht, wenn sie Passwörter oder den Pin für EC- und Kreditkarte enthält. Dennoch können eine oder zwei Vertrauenspersonen zusätzlich eine Kopie der Liste erhalten, die sie sicher verwahren. Eine weitere Alternative ist es, die Notfallliste bei der Bank zu hinterlegen, wo nur ausgewählte Personen an sie herankommen.

Wichtig ist allerdings, dass die Liste regelmäßig aktualisiert wird. Dies kann man z.B. zeitgleich mit der jährlichen Prüfung seiner Verträge oder der Steuererklärung machen. Alternativ kann man sich aber auch einen Extratermin dafür im Kalender notieren.

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Weitere wichtige Listen oder Dokumente:

Neben einer Notfallliste gibt es noch weitere Listen oder Dokumente, die im Falle des Todes für die Angehörigen wertvoll sein könnten:

  • eine Liste aller Wertgegenstände; so müssen die Hinterbliebenen nicht alles durchschauen und wissen auf Anhieb, was in deiner Wohnung wertvoll ist,
  • eine Vorsorgevollmacht; sie legt fest, wer für dich entscheiden darf, wenn du auf Hilfe angewiesen bist,
  • eine Patientenverfügung,
  • dein Testament.
Diese 9 Punkte gehören auf die Notfallliste.
Foto: IMAGO / Maximilian Koch

Auch wenn der Gedanke an den eigenen Tod wahrscheinlich erst einmal unangenehm oder auch noch weit weg ist, kann es dein Leben und das deiner Angehörigen erleichtern. Beginne am besten noch heute mit deiner Notfallliste und überlege dir, was noch geklärt, erledigt oder vorbereitet werden müsste.

Es muss sich bei einem Notfall übrigens nicht immer gleich um einen Todesfall handeln. Auch der Diebstahl der Handtasche, des Portemonnaies oder der Verlust deines Handys können einen Notfall darstellen und eine solche Liste notwendig machen. 

Die folgenden Artikel zeigen dir Tricks, die dich vor Notfällen bewahren können:

Quelle: entspannteordnung
Vorschaubilder: ©flickr/Joel Bez ©flickr/beachgirlnbay