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Schnee im Mai: Das hat es mit der Pappelwolle auf sich

Wer jetzt aus dem Fenster schaut, kann neben blühenden Pfingstrosen auch Schnee entdecken. Moment, wie bitte? Schnee im Mai? Erfahre, was es mit dem weißen Flaum auf sich hat.

Pappelwolle bedeckt den Boden
© stock.adobe.com - Kris Zarzh

Jeden Tag wühlt der Mann im Garten. 2 Jahre später fallen den Nachbarn die Augen aus dem Kopf

Was ist das bitte für ein Garten?

Zugegeben, um richtigen Schnee handelt es sich bei der Pappelwolle natürlich nicht. Doch die weißen Flusen, die derzeit überall zu finden sind, erinnern an eine puderzuckerweiße Winterlandschaft.

Und nicht nur auf den Straßen oder im Garten ist der weiße Flaum zu finden. Auch im Haus und in den Autos macht er sich breit. Was sich dahinter verbirgt und wann Vorsicht geboten ist, erfährst du hier.

Was ist eigentlich Pappelwolle und woher kommt sie?

Pappelwolle in der Hand
Die kleinen weißen Flusen erinnern an Schneeflocken. Foto: stock.adobe.com – andrea

Wie der Name es schon sagt, kommt die Pappelwolle von der – Überraschung! – Pappel. In vielen Gegenden ist der Laubbaum weit verbreitet, sodass das Auftauchen der weißen watteähnlichen Flusen kein regional begrenztes Phänomen ist.

Der weiße Flaum bedeckt nicht nur Straßen, Gehwege, Beete und Autos, sondern wird durch offene Fenster und Türen auch leicht ins Innere der Wohnung geweht – zum Leidwesen der Bewohner, da sich die Flusen schnell überall ausbreiten.

Die Pappelwolle selbst besteht aus reiner Zellulose, die die Samen der Pappel schützend umhüllt. Oftmals wird sie fälschlicherweise als „Pollen“ bezeichnet – doch keine Angst, Allergiker haben nichts zu befürchten. Mit Pollen hat die Pappelwolle nichts zu tun, sie ist hypoallergen, also allergietechnisch unbedenklich.

Pappelwolle auf dem Weg
Foto: IMAGO / Zoonar

Der Wind weht die Pappelwolle von den Bäumen, und auf ihrer Reise durch die Luft sind die Samen im flauschigen Weiß gut geschützt. Sobald Feuchtigkeit auf die Pappelwolle trifft, löst sie sich auf und gibt den Samen frei.

Kann Pappelwolle gefährlich sein?

Pappelwolle bedeckt den Boden
Foto: stock.adobe.com – Kris Zarzh

So schön die kleinen flauschigen „Schneeflocken“ auch sind, bergen sie leider ein großes Risiko: Pappelwolle ist sehr leicht entflammbar. Wenn sie sich auf Grünflächen oder Feldern legt und Feuer fängt, kann sich schnell ein Brand ausbreiten. Hier reicht schon ein weggeworfener Zigarettenstummel als Auslöser.

Wofür findet die Pappelwolle Verwendung?

Mit der Pappelwolle fliegen kleine Kostbarkeiten durch die Lüfte. Die Fasern gelten nämlich als die feinsten textilen Hohlfasern der Welt! Nicht nur ihre antiallergischen Eigenschaften sind beeindruckend, dank ihrer isolierenden Wirkung findet sie vor allem in der Herstellung von (exklusivem) Bettzeug Verwendung. Früher wurde aus Pappelwolle auch Papier hergestellt.

Innerhalb weniger Wochen ist der Pappelschnee wieder verschwunden. Wenn du schnell genug bist, kannst du dir ja genügend Flaum zusammensuchen und deine eigene exklusive Bettdecke befüllen – achte nur darauf, schneller zu sein als der Regen.

Quelle: t-online.de
Vorschaubilder: ©stock.adobe.com – Kris Zarzh, ©stock.adobe.com – andrea