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Wann sind Bananen eigentlich besonders gesund?

Bananen sind nach dem Apfel das beliebteste Obst der Deutschen. Doch wann sind sie am gesündesten: grün, gelb oder sogar braun? Hier erfährst du es.

Person hält Bananen in der Hand
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Endlich volle Augenbrauen dank Banane! 9 Beauty-Hacks, auf die wir schwören.

Die meisten Menschen kaufen Bananen noch in einer hellgelben bis grünen Farbe. Doch bereits einige Tage später färbt sie sich zu einem knallig gelben Obst und kleine braune Punkte zeigen sich auf der Schale.

Aber in welcher Phase der Reifung ist die Banane am gesündesten und liefert die meisten Vitalstoffe? Ist eine überreife Frucht immer ungesund? Und wie sieht es aus, wenn sie noch ganz grün sind?

Überreife Bananen? Von wegen ungesund!

Vielleicht hast du schon einmal von dem Mythos gehört, dass braune Bananen ungesund seien. Dieser Mythos ist mittlerweile widerlegt, denn laut diversen jüngeren Studien verbergen sich in braunen Bananen unterschätzte Eigenschaften. Aber: Auch grüne Bananen haben gegenüber den klassischen gelben einige gute Eigenschaften.

Im Prinzip ist es so: In jedem Zustand hat die Banane ihre Vorteile. Es kommt eigentlich nur darauf an, was du von ihr willst. Schauen wir uns jede Reifungsphase also einmal genauer an.

Bananen gelb und braun
Foto: metinkiyak via Getty Images

Grün

Grüne, also unreife Bananen haben im Vergleich zu den anderen Reifungsphasen einen hohen Anteil an Stärke. Stärke wird nur langsam in unserem Dünndarm abgebaut, was wiederum dazu führt, dass nur Schritt für Schritt Zucker in unser Blut gelangt. Das hat den Vorteil, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam steigt und man sich somit länger gesättigt fühlt. Grüne Bananen sind damit besonders für Diabetiker geeignet, da sich der Blutzuckerspiegel nur in gleichmäßigen Abständen erhöht.

Grüne, gelbe und braune Banane
Foto: udra via Getty Images

Grüne Bananen enthalten außerdem die meisten Ballaststoffen. Diese kann der Dünndarm nicht verdauen, sodass sie in den Dickdarm gelangen und dort von Darmbakterien abgebaut werden. Damit stimulieren sie unmittelbar das Wachstum der Bakterien im Dickdarm und fördern die gesamte Darmflora. Zudem machen uns die vielen Ballaststoffe ziemlich lange satt, da sie den Magen ausfüllen. Eine grüne Banane ist damit ideal, um die Zeit zwischen den Mahlzeiten zu überbrücken.

Gelb

Gelbe Bananen sind im Vergleich zu den anderen Varianten besonders reich an Magnesium. Dies ist vor allem für Sportler interessant, denn der Nährstoff ist, vereinfacht gesagt, entscheidend für unsere Muskelspannung. Liegt zum Beispiel ein Mangel an Magnesium vor, treten bei Betroffenen vermehrt Krämpfe in der Muskulatur auf.

Eine Banane mit kräftiger Gelbfärbung weist zudem einen deutlich höheren Anteil an Proteinen auf als grüne oder braune Varianten. Es macht die gelbe Banane zwar nicht gleich zur Proteinbombe, doch für den Muskelaufbau ist sie dadurch dennoch nicht zu verachten.

Person hält Bananen in der Hand
Foto: IMAGO / Westend61

Braun

Voll ausgereifte bzw. überreife Bananen zeigen den höchsten Anteil an Einfachzucker, der leicht vom Dünndarm abgebaut und in die Blutlaufbahn freigesetzt werden kann. Das heißt: Hier stehen dem Körper schnelle Energiereserven zur Verfügung, die besonders kurze Belastungen positiv beeinflussen können und eine frühe Ermüdung verhindern.

Nach dem Training ist eine bräunliche Banane daher vorteilhaft, da sie den Glukosespeicher schnell auffüllen kann und damit eine optimale Regeneration gewährleistet. Doch Vorsicht: Für Diabetiker ist die bräunliche Variante nicht geeignet, da sie einen zu schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursacht.

Gibt es also die perfekte Banane?

Bananen sind insgesamt sehr vielseitig und haben je nach Reifegrad teils sehr unterschiedliche Eigenschaften. Mal ganz abgesehen von deinen persönlichen Vorlieben, also ob du Bananen lieber weich und süß oder eher hart und faserig magst, kommt es bei Bananen vor allem darauf an, was du gerade brauchst: Schnelle Energie oder langfristige Sättigung.

Übrigens: Wenn du nicht willst, dass deine Bananen schnell reifen, dann solltest du sie nicht zusammen in einem Obstkorb mit Äpfeln aufbewahren. Diese enthalten nämlich das Gas Ethylen und lassen sie daher besonders schnell reifen – also braun werden.

Quelle: Fit For Fun
Vorschaubild: ©metinkiyak via Getty Images

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