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Waschmaschine wandert beim Schleudern: 8 Tipps, die das Problem lösen

Wenn die Waschmaschine beim Schleudern wandert, heißt das nicht gleich, dass sie kaputt ist. Hier findest du mögliche Ursachen und Tipps, um das Problem zu lösen.

Das kannst du dagegen tun, wenn deine Waschmaschine wandert.
u00a9 IMAGO / Michael Gstettenbauer

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Die Waschmaschine wandert beim Schleudern, rüttelt stark oder hüpft sogar von der Stelle? Dieses Problem solltest du schnellstmöglich beheben. Schlimmstenfalls trennt sich das Gerät nämlich dadurch vom Wasseranschluss und verursacht in der Wohnung einen Wasserschaden.

Hier findest du mögliche Ursachen dafür, dass sich die Waschmaschine beim Schleudern bewegt, und erfährst, wie du das Problem mit wenigen Handgriffen lösen kannst. Und keine Sorge – die Waschmaschine muss nicht zwingend kaputt sein, das Problem kann auch ganz andere Ursachen haben.

Waschmaschine wandert beim Schleudern: 8 hilfreiche Tipps

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1. Transportsicherung der Waschmaschine entfernen

Die neu gekaufte Waschmaschine wandert bereits beim ersten Waschgang? Dann liegt der Grund meistens bei der sogenannten Transportsicherung. Sie hält die freischwingende Waschtrommel während des Transports an ihrem Platz. Wenn die Transportsicherung der Waschmaschine anschließend nicht gelöst wird, kann die Trommel im Schleudergang nicht frei schwingen. Um die Transportsicherung zu lösen, musst du auf der Rückseite der Waschmaschine vier große Schrauben (bei einem Toplader sind es sechs Schrauben) lösen. Moderne Modelle lassen sich mit festgezogener Transportsicherung gar nicht starten. Bei älteren Modellen lohnt es sich hingegen, diesen Punkt zu überprüfen.

2. Antivibrationsmatten

Spezielle Gummimatten können die Vibration der Waschmaschine abfangen. Antivibrationsmatten – auch Waschmaschinenunterlagen genannt – gibt es in jedem Baumarkt.

Hinweis: Je höher die Drehzahl beim Schleudern, umso höher ist die Gefahr, dass die Waschmaschine ruckelt oder wandert. Eine hohe Drehzahl sorgt zwar dafür, dass die Wäsche etwas trockener wird, aber nicht dafür, dass sie auch sauberer wird. Für die meisten Waschgänge ist eine Drehzahl von maximal 800 Umdrehungen völlig ausreichend.

Waschmaschine schleudert.
Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer

3. Optimaler Standort

Häufig wackelt oder wandert die Waschmaschine, wenn sie nicht exakt ebenerdig steht. Sobald die Waschmaschine schief steht, hängt nämlich auch die Trommel schief. Versuche in diesem Fall, die Stützfüße der Waschmaschine an den Boden anzupassen. Folgendermaßen überprüfst du, ob die Waschmaschine gerade steht:

  • Starte einen Test-Schleudergang und lege einen Stift auf die Waschmaschine. Wenn die Maschine schief steht, rollt der Stift stets in die abschüssige Richtung.
  • Da bereits kleine Abweichungen dazu führen, dass die Waschmaschine wandert, kannst du zur genauen Ausrichtung oder zur Überprüfung eine Wasserwaage benutzen.
Eine Waschmaschine.
So findest du den optimalen Standort für deine Waschmaschine. Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer

4. Auf sauberen Untergrund achten

Wenn die Waschmaschine wandert, könnte auch ein dreckiger Boden die Ursache sein. Liegt auf einem schmierigen oder schmutzigen Boden eine Antivibrationsmatte, verstärkt das den Effekt sogar noch. Niemand reinigt nach jedem Waschgang den Boden unter der Waschmaschine. Nach einigen Jahren sammeln sich dort allerdings Staub, Schmutz und Feuchtigkeit an. Die Waschmaschinenfüße könnten dadurch ins Rutschen geraten und die Waschmaschine ist anschließend nicht mehr optimal ausgerichtet. Reinige den Boden unter der Waschmaschine also besser in regelmäßigen Abständen.

5. Waschmaschine gleichmäßig beladen

Ungleichmäßig beladene oder überladene Waschmaschinen neigen eher dazu, sich beim Schleudern zu bewegen. Jede Waschmaschine besitzt Angaben zum maximalen Füllvolumen. So kannst du besser abschätzen, wie viel Wäsche du auf einmal waschen kannst. Achte außerdem darauf, große Teile (z.B. Bettlaken) mit kleineren Kleidungsstücken (z.B. Socken und Shirts) zu mischen.

Das kannst du dagegen tun, wenn deine Waschmaschine wandert.
Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer

6. Ist die Trommel kaputt?

Von außen kannst du nicht erkennen, ob die Waschtrommel möglicherweise defekt ist. Starte deshalb einen Testlauf und lass die Waschmaschine ohne Inhalt bei 600 bis 800 Umdrehungen schleudern. Wenn sich die Waschmaschine bei dieser niedrigen Drehzahl bewegt, könnte die Trommel tatsächlich defekt sein.

7. Defekter Stoßdämpfer

Mit der Zeit können die Stoßdämpfer der Trommel verschleißen. Darunter leidet schließlich auch die Waschtrommel selbst und es kommt möglicherweise zu einer Unwucht. Hierbei schlägt die Trommel beim Schleudern zu stark in eine Richtung aus. Auf Dauer geht die Waschmaschine dadurch kaputt.

8. Ablaufpumpe und Flusensieb überprüfen

Wenn die Ablaufpumpe nicht richtig funktioniert, bleibt überschüssiges Wasser in der Waschmaschine zurück. Das zusätzliche Gewicht könnte beim Schleudern ebenfalls eine Unwucht erzeugen. Bevor du einen Techniker rufst, solltest du zunächst die Ablaufpumpe und das daran angebrachte Flusensieb reinigen. Beide Teile verstecken sich hinter einer kleinen Klappe im unteren Bereich auf der Vorderseite der Waschmaschine. Um anfallendes Abwasser abzufangen, solltest du eine Schüssel und ein paar Küchentücher bereithalten.

Flusensieb der Waschmaschine reinigen.
Das Flusensieb der Waschmaschine sollte regelmäßig gereinigt werden. Foto: IMAGO / nordpool/Riediger

Wenn du alle möglichen Auslöser überprüft und den Fehler dennoch nicht gefunden hast, ist es höchste Zeit, einen Techniker zu kontaktieren oder über den Kauf einer neuen Waschmaschine nachzudenken.

Quelle: t-online
Vorschaubild: ©Flickr/Hannah and Simon ©IMAGO / Michael Gstettenbauer