10 clevere Bügel-Tricks, die Zeit sparen.

Laut einer repräsentativen Umfrage gehört das Bügeln zu den unbeliebtesten Aufgaben im Haushalt. Die Arbeit ist zeitraubend und eintönig. Das Grauen schlechthin: Herrenhemden und Rüschenblusen.

Dabei gibt es ein paar Tricks, mit denen man die Knitter entweder schneller aus der Wäsche bekommt oder gar nicht erst zum Plätteisen greifen muss. So bleibt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben: Spaziergänge im Grünen oder Kuchenessen mit Freunden zum Beispiel.

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A) OHNE BÜGELN

1.) Schütteln

Zunächst einmal sollte man sich fragen, welches Teil wirklich gebügelt werden muss. So kann im Winter das T-Shirt, das ohnehin nur unter dem Pulli getragen wird, auch ungebügelt bleiben. Bei vielen Kleidungsstücken reicht es, sie gleich nach dem Waschen auszuschütteln und ordentlich auf den Kleiderbügel zu hängen. Gerade empfindliche Stoffe werden es dir danken.

2.) Eiswürfel

Bei stark zerknitterten Baumwollblusen ist das mit dem Ausschütteln so eine Sache. Mit einem Wäschetrockner und Eiswürfeln bekommt man aber auch fiese Falten glatt. Die Wäsche einfach in den Trockner werfen und eine Handvoll Eiswürfel dazugeben. 15 Minuten bei mittlerer Hitze genügen und das Eis verdampft, wodurch die Struktur des Gewebes geglättet wird. Hier geht’s zur Anleitung.

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3.) Dusche

Wenn man – etwa auf Reisen – weder Bügeleisen noch Trockner greifbar hat, aber das Kleid unbedingt knitterfrei sein muss, hilft ein weiterer Wasserdampf-Trick: Das Kleid auf einem Bügel in die Dusche hängen und das Wasser 3 Minuten lang heiß aufdrehen, ohne dass der Stoff nass wird. Nachdem das Kleid weitere 15 Minuten in der nun feuchtwarmen Luft gehangen hat, ist das gute Stück selbst auf der Hochzeit der besten Freundin wieder vorzeigbar. Bitte daran denken, diesen Tipp wegen der Wasserverschwendung nur in Ausnahmefällen anzuwenden. Oder du nutzt die 3 Minuten gleich mit für eine heiße Dusche.

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4.) Föhn

Hat der Reisekoffer nur an einzelnen Stellen Knitter hinterlassen, hilft auf die Schnelle auch ein Haartrockner. Die betreffende Stelle leicht anfeuchten und bei niedriger Temperatur trocken föhnen. So gehen die Falten wieder raus.

5.) Zitronensäure

Für Baumwollstoffe gibt es Textilfaltensprays, mit denen man das Knitteropfer einsprüht und dann trocknen lässt. So ein Spray kann man sich ganz simpel selbst herstellen: Mische flüssige Zitronensäure mit warmem Wasser. Die Zitronensäure löst Kalkrückstände aus der Kleidung, die für die Falten hauptverantwortlich sind. Alternativ werden auch Essig oder Weichspüler als Zusatz für das Spray empfohlen. 

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B) SCHNELLER BÜGELN

6.) Restfeuchte

Wasserdampf macht Wäsche glatt. So viel ist bereits klar. Daher bügelt es sich mit einem Dampfbügeleisen wesentlich schneller. Noch flinker geht es indes, wenn man die Kleidung sofort bügelt, wenn sie aus der Waschmaschine kommt. Dabei spart man sich auch noch das Aufhängen auf den Wäscheständer, da durch die Hitze des Bügeleisens die Feuchtigkeit verdampft.

7.) Alufolie

Manche Bügelbretter haben heutzutage einen speziellen Bezug, der die Hitze des Plätteisens reflektiert, wodurch der Stoff gewissermaßen von zwei Seiten gleichzeitig gebügelt wird. Diesen Effekt erzielt man auch, wenn man Alufolie auf dem Bügelbrett ausrollt.

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8.) Reihenfolge

Man spart sich eine Menge Arbeit, wenn man beim Bügeln die richtige Reihenfolge beachtet. Anstatt mit den großen Flächen anzufangen, ist es bei Hemden und Blusen sinnvoll, mit dem verdeckten Teil des Kragens zu starten. Dann kommen die Manschetten dran, wobei auch hier gilt: erst innen, dann außen. In den meisten Fällen reicht es aus, die Knopfleiste nur von der Unterseite zu bügeln. Hosen bügelt man zuerst auf links.

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9.) Glätteisen

Für schwierige Stellen lohnt es sich, einen Haarglätter im Haus zu haben. Mit seinen schmalen Zangen kommt er spielend leicht um jeden Winkel.

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10.) Sortieren

Es klingt banal und wird doch häufig vergessen: Um sich lästige Wartepausen zu sparen, sollten Kleidungsstücke vorab nach Bügeltemperatur sortiert werden. Zuerst sind empfindliche Stoffe wie Viskose an der Reihe, zuletzt Baumwolle und Leinen.

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Bei großen Wäschebergen empfiehlt sich übrigens ein Fußschemel – ein alter Tresentrick, um das Bein zu entlasten. Das Wichtigste aber ist: Gönne dir beim Bügeln einen schönen seichten Film, der dich nicht zu sehr ablenkt, dafür aber deine Seele streichelt. So geht die elendige Bügelei gleich viel leichter von der Hand. 

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