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15 Gedanken von Menschen, um Angststörungen zu verstehen

Die Zahl der Menschen, die an Angstzuständen und Panikattacken leiden, nimmt zu. Diese 15 Gedanken von Menschen können helfen, Angststörungen zu verstehen. Denn es ist mehr, als nur ängstlich zu sein.

15 Gedanken von Menschen, um Angststörungen zu verstehen
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Spannende Einblicke in dein Leben und deinen Geist. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Menschen, die unter Angstzuständen und Panikattacken leiden, suchen sich oftmals nicht rechtzeitig Hilfe, sondern warten, bis gar nichts mehr geht. Sie denken, wenn sie noch aufstehen, sich anziehen und arbeiten gehen können, kann es ihnen doch gar nicht so schlecht gehen. Sie denken, es muss ja ihre eigene Schuld sein und dass sie einfach überreagieren, wenn sie mit dem alltäglichen Stress nicht wie andere Menschen umgehen können. Das stimmt aber nicht. Nur weil sie ihre Angst gut verbergen können, heißt es nicht, dass sie keine Hilfe brauchen oder verdienen.



Die Internetplattform „The Mighty“ bietet Menschen mit gesundheitlichen Problemen eine sichere Gemeinschaft, in der sie sich gegenseitig unterstützen, austauschen und informieren können. Sie hat ihre Leser, die unter einer Angststörung leiden, auf Facebook gefragt, ob es etwas gibt, das sie anderen gern einmal sagen wollen.

Die Gedanken dieser 15 Menschen können helfen, Angststörungen und Panikattacken besser zu verstehen:

1. „Ich wünsche mir, die Leute würden verstehen, dass die Momente, in denen alles in Ordnung zu sein scheint und ich sehr kompetent wirke, die Zeiten sind, in denen ich am härtesten kämpfe. Manchmal benötige ich all meine Kraft, um nicht zusammenzubrechen, auch wenn ich nach außen hin okay aussehe.“

2. „Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute fühlt sich wie eine Ewigkeit an, wenn du an Angstzuständen leidest. Es ist, als würde die Zeit stillstehen, als würde man im Sand rennen und nicht vorwärtskommen. Solche Momente zu überstehen, kostet so viel Kraft, und sie erschöpfen dich geistig, körperlich und emotional.”

3. „Nur weil es aussieht, als würde es mir gut gehen, heißt das nicht, dass es das tut. Ich muss eine Maske tragen, um in der Gesellschaft zu funktionieren.”

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4. „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen verstehen, dass es keinen Schalter gibt, mit dem ich meine Angst einfach an- und ausschalten kann. Panik kann mich in jedem Augenblick tagsüber und auch nachts überkommen. Es passiert, wenn ich am glücklichsten oder am traurigsten bin. Sie kommt und geht, man hat gute und schlechte Tage. Selbst Medikamente ändern daran nichts.”

5. „Ich habe die Tendenz, mich schicker anzuziehen, wenn ich angespannt oder ängstlich bin. Ich schminke mich und kleide mich gut, um mich selbst davon zu überzeugen, dass es mir gut geht.”

6. „Nur weil man meine Angst nicht auf den ersten Blick sieht, bedeutet es nicht, dass sie nicht da ist. Ich muss jeden Tag kämpfen, damit es niemand bemerkt.”

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7. „Ich bin rund um die Uhr müde. Wenn du zu mir sagst, dass ich müde aussehe, obwohl ich ja den ganzen Tag nichts gemacht habe, ärgert mich das. Denn was du nicht weißt: Ich schlage täglich Schlachten, die du nicht siehst. Zieh keine voreiligen Schlüsse!”

8. „Meine Reaktion oder mein Verhalten spiegelt nicht meine Gefühle für dich wider. Wenn ich nicht lache, dich anlächle oder gar Hallo sage, ist es nicht deshalb, weil ich dich nicht mag oder mich nicht für dich interessiere. In dem Moment kann ich es einfach nicht, weil ich innerlich mit meinen Dämonen kämpfe.”

9. „Nur weil ich funktioniere, solange ich arbeite, bedeutet es nicht, dass ich innerlich nicht auseinanderfalle. Spätestens zu Hause oder auf der nächsten privaten Toilette breche ich zusammen.”

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10. „Ich bin ein selbstbewusster Mensch mit einer Angststörung. Ich liebe es, Theater zu spielen, habe aber Probleme damit, zu telefonieren oder an Türen zu klopfen. Ich bin selbstsicher, aber die kleinsten Dinge, wie ein Lehrer, der mich anschreit oder ein Telefonat, können eine Panikattacke auslösen. Ich wünsche mir, mehr Menschen würden verstehen, dass man selbstsicher und ängstlich zugleich sein kann. Es ist wirklich schwierig für mich, es anderen zu erklären.”

11. „Ich wünschte, die Leute würden verstehen, dass der Grund, weshalb ich mich nicht melde, der ist, dass ich nachts wach liege und Angst habe, dass mich niemand mag und ich nicht gut genug bin.”

12. „An Tagen, an denen riesige Wellen der Panik über mich hinwegspülen, bin ich nicht ich selbst. Ich bin nicht mit Absicht ein kleines Biest, ich versuche nur, nicht unterzugehen.”

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13. „Ich habe Angst, zu anstrengend zu sein, um geliebt zu werden. Also sage mir öfter, dass du mich liebst.”

14. „Ich wünsche mir, dass meine Kollegen verstehen, wie nervös und ängstlich es mich macht, wenn ich neue Menschen treffe oder neuen Situationen ausgesetzt bin. Ich muss mich tagelang mental darauf einstellen, neue Kunden zu treffen, und selbst ein Anruf wird so lange wie möglich aufgeschoben. Wenn ich für einfache Dinge länger brauche, bleibe geduldig mit mir. Ich muss mir immer wieder selbst versichern, dass ich es kann.”

15. „Ich bin nicht einfach nur ein Einzelgänger. Ich will dazugehören und mit Freunden ausgehen oder ein Date haben. Aber meine Angst hindert mich daran, weil ich mir endlos den Kopf zerbreche und alles, was ich ich gesagt oder getan habe, im Nachhinein hinterfrage. Einfache Entscheidungen zu treffen, fällt mir unglaublich schwer, weil ich alle möglichen Ergebnisse abwägen muss.”

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Die Zahl der Menschen mit psychischen Problemen nimmt stetig zu. Doch noch immer wird zu wenig über das Thema gesprochen und Betroffene schämen sich häufig dafür. Dabei ist es wichtig, sich rechtzeitig Hilfe zu suchen und über Ängste und Gedanken zu sprechen, damit sie sich nicht verselbstständigen.

Befindest du dich gerade in einer krisenhaften Situation oder suchst nach Hilfe, kannst du dich an die Telefonseelsorge wenden. Sie behandelt deine Probleme anonym und vertraulich und ist unter der 0800/1110111 oder 0800/1110222 rund um die Uhr erreichbar.

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Quelle: themighty

Vorschaubild: ©flickr/JK B