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Rosa Eier im Garten: Das musst du jetzt tun

Die Apfelschnecke ist bei Aquarienbesitzern sehr beliebt. In der Natur hat die invasive Art allerdings nichts zu suchen. Die Apfelschnecken der Gattung Pomacea sind in der EU sogar verboten. Hier erfährst du, warum!

Gelege einer Apfelschnecke auf einem Blatt
© IMAGO / Danita Delimont

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Wenn du kleine, rosafarbene Eier in deinem Garten entdeckst, musst du schnellstmöglich handeln. Hierbei kann es sich um das Gelege der Apfelschnecke handeln. Diese invasive Schneckenart kann erheblichen Schaden in deinem Garten anrichten.

Bei den Apfelschnecken handelt es sich um tropische bzw. subtropische Süßwasserschnecken, die eigentlich in der tropischen Klimazone in Amerika, Afrika und Asien beheimatet sind. Durch ihre Beliebtheit in der Aquaristik haben sie ihren Weg nach Deutschland gefunden. Die Apfelschnecken der Gattung Pomacea gelten jedoch seit 2019 als Unionsquarantäneschädling. Das bedeutet, dass sie in der EU nicht einheimisch sind, großen Schaden verursachen können und deswegen amtlich bekämpft werden müssen. Damit sind Import, Haltung, Zucht, Weitergabe und natürlich auch das Aussetzen in die freie Natur in der EU verboten.

Deshalb sind Apfelschnecken in Europa verboten

Gelege einer Apfelschnecke auf einem Blatt
Die rosafarbenen Eier erkennt man sofort: Das Gelege der Apfelschnecke muss bei Sichtung umgehend gemeldet werden. Foto: IMAGO / Danita Delimont

Die Pomacea-Arten fühlen sich in Feuchtgebieten, flachen Seen, Flussdeltas sowie in Randbereichen tieferer Seen und Flüsse besonders wohl. Ihr Gelege findet man daher auch häufig in Gärten mit einem Teich. „Besitzer von Aquarien und Teichen sollten daher genau hinschauen, welche Schneckenarten in und an ihren Gewässern zu finden sind. Selbst wenn eine dauerhafte Ansiedlung in Deutschland noch unwahrscheinlich ist, können jetzt im Sommer durchaus Apfelschnecken aus ausgeleerten Aquarien in Teichen und anderen Gewässern auftauchen“, so Dr. Gritta Schrader vom Julius Kühn-Institut (JKI).

Doch warum sind die Apfelschnecken verboten? Auch hierauf gibt Dr. Gritta Schrader Antwort: „Die invasiven Schnecken verursachen massive Schäden an vielen Pflanzenarten, die meist im Wasser oder an feuchten Standorten stehen.“ Apfelschnecken haben einen negativen Einfluss auf die Biodiversität, indem sie heimische Arten verdrängen und sie richten erhebliche Schäden an Ökosystemen an, was zu Ernteverlusten führen kann. Ohne natürliche Feinde vermehrt sich die Apfelschnecke bei günstigen Bedingungen schnell, was zusätzlich die Wasserqualität beeinträchtigt.

Kann sich die Apfelschnecke dauerhaft in Deutschland ansiedeln?

eine Apfelschnecke auf einem Stein
Apfelschnecken sind in der Aquaristik sehr beliebt, da sie hervorragende Putzhilfen sind. In der Natur haben sie hierzulande allerdings nichts zu suchen. Foto: IMAGO / blickwinkel

Die invasive Schneckenart kann sich bei Temperaturen ab 18 Grad vermehren, die auffälligen, rosa- bis pinkfarbenen Eiergelege befinden sich an Pflanzen oder anderen Flächen oberhalb des Wasserspiegels. Apfelschnecken benötigen eine Jahresmitteltemperatur von mindestens 10 Grad Celsius. Aufgrund der geringen Temperaturen im Winter ist bisher nicht davon auszugehen, dass die Apfelschnecken dauerhaft in Deutschland sesshaft werden können. Jedoch war die Durchschnittstemperatur in Deutschland in den Jahren 2018-2020 bereits ausreichend warm. Der Klimawandel könnte die Ansiedlung zukünftig weiter begünstigen.

Wenn du solch ein auffälliges Gelege in deinem Garten entdeckst, solltest du schnellstmöglich den Pflanzenschutzdienst deines Bundeslandes informieren. Die Behörde wird dich dann über das weitere Vorgehen informieren.

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Quelle: gmx.net
Vorschaubilder: ©IMAGO / Danita Delimont