Veröffentlicht inGesundheit & Beauty, Gesundheit & Fitness, Ratgeber

Darmsanierung: 6 Tipps gegen deine Beschwerden

Schlechte Haut, Müdigkeit und ein Blähbauch – das können alles Symptome für eine gestörte Darmflora sein. Wie du die Beschwerden mit einer Darmsanierung linderst, erfährst du hier.

© Media Partisans/FUNKE Digital

Tipps und Wissenswertes für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Darm gut – alles gut! Der menschliche Darm ist circa 8 Meter lang und der wichtigste Teil des Verdauungstraktes. Er sorgt dafür, dass zugeführte Nährstoffe vom Körper aufgenommen werden. Eine gestörte Darmflora kann zu vielen unangenehmen Beschwerden führen. Wie du deinen Darm richtig sanierst, erfährst du hier.

Ist deine Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten, kann das eine Reihe von Beschwerden nach sich ziehen. Häufig merken Ärzte und Betroffene erst spät, dass die Ursache ihrer Symptome auf den Darm zurückzuführen ist. Solltest du seit einiger Zeit an einem Völlegefühl, einem Blähbauch, an Müdigkeit, Kopfschmerzen oder schlechter Haut leiden, kann das an deinem Verdauungsorgan liegen.

Darmsanierung: 6 Tipps gegen deine Beschwerden

Der Gang zum Arzt wird zwar in jedem Fall empfohlen, aber auch zu Hause kannst du einige Dinge für deine Darmgesundheit tun. Neben ausgiebigem Kauen, dem Trinken von viel Wasser und der Reduzierung von Stress sind auch die 6 folgenden Tipps für eine Darmsanierung hilfreich:

Frau mit Darmbeschwerden
Foto: IMAGO / photothek

1. Heilerde-Kur

Heilerde ist ein traditionelles und kostengünstiges Heilmittel gegen viele Beschwerden. Durch die hohe Konzentration an Mineralien kann die Erde helfen, überschüssige Magensäure zu neutralisieren und Giftstoffe aus dem Körper zu spülen. Eine 3-Wochen-Kur gibt es bereits in der Drogerie zu kaufen, eine längere Kur sollte von einem Arzt verschrieben werden.

Tipp: Das Pulver wird üblicherweise mit Wasser verdünnt eingenommen. Wer damit Probleme hat, kann auch auf Kapseln zurückgreifen.

Darmsanierung.
Foto: Media Partisans/FUNKE Digital

2. Flohsamenschalen

Auch Flohsamenschalen sind ein echtes Wundermittel gegen Darmbeschwerden. Bei den Schalen handelt es sich um die Samen der Pflanze Plantago ovata. Dieses Wegerichgewächs ist unter anderem in Indien und Nordafrika heimisch. Die zu Pulver verarbeiteten Schalen enthalten Schleimstoffe, die Wasser binden. So kann die Einnahme dabei helfen, Giftstoffe aus deinem Darm abzutragen.

Achtung: Bei einer Flohsamenschalen-Kur solltest du immer ausreichend Flüssigkeit zu dir nehmen. Mindestens 200 ml Wasser sollten auf einen Löffel Flohsamen getrunken werden, andernfalls kann es zu Verstopfungen kommen.

Flohsamenschalen.
Foto: stock.adobe.com – dima_pics

3. Bitterpflanzen

Mithilfe von Bitterstoffen scheidet die Darmschleimhaut vermehrt schädliche Gifte, Schlacken, Viren und Bakterien aus. Daher sind bitteres Gemüse und Kräuter ideal, um eine gesunde Darmflora aufzubauen.

Zu den bitterstoffreichen Pflanzen gehören Engelwurz, Artischocke, Brennnessel oder Löwenzahn. Sie sollten in Form von Teemischungen, Konzentraten oder Präparaten ungefähr 3 Wochen lang mehrmals am Tag als Kur eingenommen werden.

4. Grüne Smoothies

Selbstgemachte grüne Smoothies eignen sich hervorragend für eine geschmackvolle Darmsanierung. Am besten eignet sich hier grünes Blattgemüse, wie zum Beispiel Mangold, Spinat oder Wildkräuter. Das Gemüse ist reich an vielen Vitalstoffen, die wichtig für die Darmgesundheit sind.

Tipp: Zu dem „Grünzeug“ kannst du nach Belieben Früchte und Wasser hinzugeben. Letzteres kann zum Beispiel auch durch Orangensaft ersetzt werden.

Darmsanierung. Grüner Smoothie kann helfen.
Foto: IMAGO / imagebroker

5. Die richtige Ernährung

Nicht nur für deinen Darm, auch für deine allgemeine Gesundheit ist eine ausgewogene Ernährung unerlässlich. Besonders schonend für den Darm ist der Verzicht auf Gluten- und Milchprodukte sowie Alkohol und Nikotin. Außerdem solltest du auf eine ballaststoffreiche Ernährung setzen. Dazu gehören Vollkornprodukte, aber auch viele Gemüsesorten und Hülsenfrüchte.

Tipp: Liegen dir Vollkornprodukte zu schwer im Magen, kannst du auch gesunde Alternativen wie Kokosmehl und Chiasamen probieren.

6. Bauchmassage

Diese Massage ist nicht nur angenehm, sondern kann auch zu deiner Darmgesundheit beitragen. So funktioniert sie:

  • Lege dich auf dem Rücken auf dein Bett oder eine Matte und winkle die Beine etwas an.
  • Streiche mit beiden Händen abwechselnd Richtung Bauchnabel.
  • Anschließend legst du die Hände so auf deine Körpermitte, dass die Daumen den Nabel berühren und die Fingerspitzen in Richtung Schambein zeigen (Dreieckform).
  • Lass erst die rechte Hand mit kleinen Bewegungen für einige Minuten sanft über den Bauch kreisen, dann die linke. (Wichtig ist, dass die rechte Hand dabei gegen den Uhrzeigersinn und die linke Hand im Uhrzeigersinn kreist.)
  • Atme dabei ruhig und entspannt.

Diese wohltuende Massage kannst du nach Bedarf bis zu zweimal am Tag durchführen. Die Bewegungen regen die Darmtätigkeit an und können auch bei akuten Bauchschmerzen helfen.

Frau massiert sich den Bauch.
Foto: IMAGO / blickwinkel

Bei schwerwiegenden Erkrankungen können diese Tipps zwar Linderung verschaffen, ein Arzt sollte trotzdem immer zurate gezogen werden. Bei vielen leichteren Beschwerden können diese Hausmittel aber schon guttun. Finde durch Probieren heraus, was dir am besten hilft!

Noch mehr Tipps rund um deine Gesundheit findest du hier:

Quelle: heilpraxisnet
Vorschaubild: ©MediaPartisans/FUNKE Digital