11 peinliche Krankheiten und Tabu-Krankheiten

Es gibt viele Gründe, warum bestimmte Beschwerden und Krankheiten als peinlich empfunden werden. Zum einen sind manche Körperbereiche (z.B. Verdauungsorgane und Genitalien) immer mit einem gewissen Tabu behaftet. Bei ansteckenden Krankheiten haben Betroffene außerdem die Befürchtung, ausgegrenzt zu werden. Und es gibt Krankheiten, bei denen man eher als bei anderen das Gefühl hat, man wäre selbst schuld daran, dass man sie bekommen hat. Hier erfährst du nicht nur, welche 11 Krankheiten als besonders peinlich gelten, sondern auch, welche Gefahren das Verheimlichen jeweils birgt.


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1. Blähungen

Auch wenn hinter Blähungen oft nur eine ungünstige Ernährung (viele zuckerhaltige Getränke, große Mahlzeiten, wenig Ballaststoffe) steckt, sollte man das Problem seinem Arzt gegenüber ansprechen, wenn es über einen längeren Zeitraum anhält. Weitere Ursachen können nämlich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, das Reizdarmsyndrom oder bestimmte Medikamente sein.

2. Verstopfung

Verstopfung tritt meist im Zusammenhang mit Blähungen auf und ist oftmals ebenfalls ernährungsbedingt. Da man Abführmittel nicht über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Rücksprache einnehmen sollte (u.a., weil sie dann den gegenteiligen Effekt haben) und die Verstopfung beispielsweise auch durch Darmpolypen, Krebsgeschwüre oder ein hormonelles Ungleichgewicht (z.B. bei Schilddrüsenunterfunktion) hervorgerufen worden sein kann, sollte man auch hier den Gang zum Arzt nicht zu lange aufschieben.

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3. Hämorrhoiden

Wer häufig unter Verstopfung leidet, wird meist auch von Hämorrhoiden heimgesucht. Diese äußern sich in einem Fremdkörpergefühl, Jucken oder Nässen im Analbereich. Eine Ursache für die Beschwerden ist zu starkes Pressen auf der Toilette. Ein Arzt kann feststellen, wie stark die Hämorrhoiden ausgeprägt sind und ob Sitzbäder und Cremes zur Behandlung reichen oder gegebenenfalls ein operativer Eingriff nötig ist. 

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4. Mundgeruch

Man sollte keinesfalls glauben, dass Mundgeruch eine Lappalie sei. Zwar beeinflussen auch bestimmte Lebensmittel unseren Körpergeruch, aber es können ebenso gut ernste Krankheiten dahinterstecken, entweder im Mundraum oder woanders im Körper. Wenn man frühzeitig zum Arzt geht, verhindert man, dass man eine solche Krankheit verschleppt.

5. Extremes Schwitzen

Natürlich schwitzt jeder mal – nach körperlicher Anstrengung, bei Aufregung oder weil die Umgebung so warm ist. Wenn das Schwitzen aber ein Dauerzustand ist, wird es schnell belastend. Ein Arzt kann feststellen, ob das übermäßige Schwitzen eine Nebenerscheinung einer anderen Krankheit oder eine eigenständige Erkrankung ist. Dementsprechend kann er auch spezielle Deodorants oder Medikamente verschreiben bzw. operative Therapiemaßnahmen ergreifen.

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6. Inkontinenz

Inkontinenz tritt gehäuft im Alter auf, da die Muskulatur mit den Lebensjahren schwächelt, wovon auch der Beckenboden bzw. die Schließmuskulatur betroffen ist. Durch Schwangerschaften und Geburten wird das Problem ebenfalls begünstigt, da die Beckenbodenmuskulatur in der Schwangerschaft ein größeres Gewicht tragen muss und durch Schwangerschaftshormone weich wird. Im Geburtsverlauf kommen häufig noch Verletzungen hinzu. Da man durch Beckenbodenübungen das Problem meist beheben bzw. erheblich reduzieren kann, sollte man sich auf jeden Fall Hilfe bei einem darauf spezialisierten Physiotherapeuten holen.

7. Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten gehören definitiv zu den Krankheiten, die man nicht an die große Glocke hängt. Sobald man Rötungen, ein Jucken im Genitalbereich oder Ausfluss bemerkt, sollte man sich trotzdem auf den schnellsten Weg zum Arzt machen und – sobald man weiß, was es ist – auch etwaige Sexualpartner informieren. Unbehandelt können einige Geschlechtskrankheiten unfruchtbar machen oder die Entstehung von Tumoren begünstigen.

peinliche Krankheiten

8. Fußpilz

Fußpilz ist an sich kein großes Problem, wenn er aber nicht richtig behandelt wird, können durch die geschädigte Haut Bakterien eindringen, die eine Wundrose auslösen, was im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führen kann. 

9. Kopfläuse

Kopfläuse sind zwar ein wirklich weit verbreitetes Phänomen, dennoch ist es für viele Eltern mit Scham besetzt, wenn die eigenen Kinder Kopfläuse haben. Nichtsdestotrotz muss man unbedingt Kita oder Schule informieren, damit auch die anderen Familien ihre Kinder auf Läuse kontrollieren können und das Problem eingedämmt wird.

Peinliche Beschwerden

10. Depressionen

Bei Depressionen kann man ohne Übertreibung sagen, dass Schweigen tödlich sein kann. Betroffene befinden sich häufig in einem Teufelskreis aus Scham und Selbstvorwürfen, der sie daran hindert, sich professionelle Hilfe zu suchen oder wenigstens mit Angehörigen über ihren Zustand zu sprechen. Selbstmord scheint dann für manche der einzige Ausweg zu sein.

Wer unter Depressionen leidet oder Selbstmordgedanken hat, kann sich anonym und kostenlos an die folgenden Nummern der Telefonseelsorge wenden:
0800/111 0 111, 0800/111 0 222 oder 116 123. Auch im Internet unter www.telefonseelsorge.de erreichbar. Hilfe und Informationen bekommen Betroffene außerdem beim Info-Telefon Depression der Deutschen Depressions Hilfe unter der Nummer: 0800/33 44 533. 

11. Sexuelle Störungen

Für viele Menschen ist Sex eine sehr private Angelegenheit, die sie mit niemandem oder nur dem Partner und vielleicht noch dem besten Freund besprechen. Dementsprechend gibt es auch viele Menschen, die bei sexuellen Störungen (z.B. erektiler Dysfunktion und vorzeitigem Samenerguss bei Männern, sexueller Unlust bei Frauen) nicht zum Arzt gehen, sondern das Problem mit sich allein ausmachen. Dabei sollte man unbedingt abklären lassen, was die Ursachen für die Störung sind, denn es sind sowohl organische und hormonelle als auch psychische Gründe möglich. 

Peinliche Erkrankungen

Einige der genannten Krankheiten führen dazu, dass sich Betroffene zurückziehen und sowohl soziale Kontakte als auch bestimmte Aktivitäten meiden, wodurch ihre Lebensqualität zusätzlich leidet. Durch das Gespräch mit Familie oder Freunden, mit dem Arzt oder mit anderen Betroffenen kann das Problem häufig in die richtige Perspektive gerückt werden. Denn mit keinem Problem ist man allein und es gibt auch für vieles eine Lösung. 

Weitere Artikel über peinliche gesundheitliche Probleme und gesundheitliche Warnsignale findest du hier:

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Quelle:

brigitte,

focus,

welt,

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