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Verhütung für Männer: Schalter im Samenleiter?

Verhütung ist seit den 60er Jahren ein Frauenthema. Bis heute gibt es kein Verhütungsmittel für den Mann. Bis jetzt: Was steckt hinter dem Schalter für den Samenleiter?

Zeichnung von einem Mann in Unterwäsche, vorne an der Unterhose befindet sich ein gelber Schalter.
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Seit über 60 Jahren nehmen Frauen zur Verhütung die Pille ein. Trotz starker Nebenwirkungen ist die kleine Tablette für viele die sicherste Option. Ein Pendant für Männer gibt es nicht. Noch nicht! Die Forschung steht nämlich nicht ganz still: Ausgerechnet ein Tüftler aus Deutschland könnte bald die Verhütung für den Mann revolutionieren.

Die Kinderplanung ist bei vielen ein sensibles Thema. Wann der richtige Zeitpunkt für Babys gekommen ist, entscheidet jeder sehr individuell. 1960 revolutionierte die erste Antibabypille den Verhütungsmarkt. Bis heute ist sie das meistverkaufte und sicherste Mittel zur Verhütung.

Doch über 60 Jahre später scheint sich bei vielen Frauen eine gewisse Resignation breitzumachen. Die starken Nebenwirkungen der hormonellen Verhütung geben berechtigten Anreiz zur Forschung nach anderen Methoden. Was auffällt: Für Frauen gibt es viel mehr Produkte als für den Mann. Genauer gesagt, blieb dem Mann zur Verhütung nur das Kondom oder die Vasektomie, die allerdings dauerhaft zeugungsunfähig macht. Bis jetzt!

Zeichnung von einem Mann in Unterwäsche, vorne an der Unterhose befindet sich ein gelber Schalter.
©MediaPartisans (Symbolbild) Foto: �MediaPartisans (Symbolbild)

Hormonfreie Verhütung für den Mann

An hormoneller Verhütung für den Mann wird seit einigen Jahren zwar geforscht, allerdings wurden Studien und Testrunden aufgrund der starken Nebenwirkungen immer wieder abgebrochen. (Übrigens genau die Nebenwirkungen, die bei der Einnahme der Pille seit Jahren bekannt sind.)

Clemens Bimek, ein ideenreicher Mann aus Deutschland, könnte bald die Pharmaindustrie auf den Kopf stellen. Seine Erfindung: Bimek SLV – ein Samenleiterventil im Hodensack, mit dem der Träger seine Fruchtbarkeit ein- und ausschalten kann.

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Klingt ziemlich futuristisch, ist bei näherer Betrachtung jedoch keine schlechte Idee. Das Ventil kann von außen ertastet und der Schalter umgelegt werden. Ist das Ventil geschlossen, ist der Mann steril. Zu einem Samenstau würde es nicht kommen, da die Samen seitlich in den Körper entweichen können. Sie werden dort einfach vom Körper abgebaut.

Zulassung steht noch aus

Der Eingriff ist minimalinvasiv und dauert nur 30 Minuten. Fühlen kann man das kleine Teil nicht und getragen werden kann es das ganze Leben lang. Leider fehlt zurzeit noch das Geld für eine Zulassung auf dem Markt. Doch das Interesse ist da: Trotz 600 Euro Selbstbeteiligung für die OP haben sich bereits über 8.000 Männer als Probanden gemeldet.

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Bimek ist selbst stolzer Träger des gummibärchengroßen Samenleiterventils. Er ist zuversichtlich, dass das Interesse an einer hormonfreien Verhütung für Männer in den nächsten Jahren weiter zunimmt. Würdest auch du dir das Implantat einsetzen lassen?

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Quelle: bimek
Vorschaubild: ©MediaPartisans