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Tipps für Schlafprobleme bei Kindern und Babys

Schlafstörungen bei Kindern können immer mal wieder vorkommen. Was Eltern dabei unbedingt beachten sollten, liest du hier.

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Tolle Ideen, die das Familienleben leichter und schöner machen. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Schlafstörungen bei Kindern können immer mal wieder vorkommen. Es gibt einen Tipp, den Eltern dabei unbedingt beachten sollten. Autorin und Pädagogin Susanne Mierau hat nämlich einen ganz neuen Ansatz, der bei folgender Frage helfen könnte: „Warum erwarte ich, dass mein Kind so schläft wie ich?“

Zunächst einmal werden Eltern, deren Babys oder Kinder Schlafprobleme oder ein schwieriges Schlafverhalten an den Tag legen, die Frage „Warum erwarte ich, dass mein Kind so schläft wie ich?“ als Provokation empfinden. Allerdings weist die Frage auf etwas Wichtiges hin, nämlich dass Erwachsenenschlaf und Kinderschlaf sich in zwei grundlegenden Punkten unterscheiden: Schlafbedarf und Schlafrhythmus. Babys und Kleinkinder brauchen zum einen in der Regel mehr Schlaf als die Großen. Zum anderen brauchen sie ihn zu anderen Zeiten. Wer es genau wissen will, kann dafür z.B. Schlaftabellen zurate ziehen. 

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Kinder können gar nicht so schlafen wie Erwachsene

Um es ganz klar zu sagen: Kinder können gar nicht so schlafen wie Erwachsene. Das ist in der Praxis hart und führt zu elterlichem Schlafmangel, aber immerhin ist es meist kein Grund, sich Sorgen um den Schlaf seines Kindes zu machen. Wenn Eltern das akzeptieren, kann es sogar entlastend sein, weil sie nicht mehr etwas Unmögliches wollen und enttäuscht sind, wenn es nicht eintrifft. Diese Einsicht ist übrigens auch für die Beziehung zwischen Eltern und Kind gut.

Wenn es sich sozusagen „nur“ um ein Schlafproblem der Eltern handelt, weil sie zu wenig Schlaf bekommen oder nachts zu häufig geweckt werden, kann man Folgendes tun: 

  • sich konsequent hinlegen, wenn das Baby oder Kleinkind tagsüber schläft (der Haushalt usw. muss warten)
  • sich mit dem Partner/der Partnerin mit Ruhepausen abwechseln 
  • sich Unterstützung bei Freunden und Verwandten holen (während sie babysitten, legt man sich hin)

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Die Erkenntnis, dass es ganz normal ist, dass das Schlafverhalten von Kindern anders als das von Eltern ist, bedeutet allerdings nicht, dass es bei Kindern nicht auch Schlafprobleme bzw. Schlafstörungen  gibt, gegen die man etwas tun sollte und kann. Handlungsbedarf ist auf jeden Fall dann gegeben, wenn das Kind tagsüber übermüdet, schlapp und weinerlich ist, wenn es über mehrere Wochen Einschlaf- oder Durchschlafprobleme oder ständig Alpträume hat.

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Es gibt zwar auch körperliche oder psychische Ursachen für Schlafstörungen bei Kindern, ganz oft steckt aber eine suboptimale Schlafumgebung dahinter. 

©GettyImages

Tipps für Einschlafprobleme bei Kindern

So richtig gern geht kaum ein Kind am Ende des Tages ins Bett, es gibt aber auch Kinder, die sich komplett verweigern, wenn es Schlafenszeit ist. Damit es nicht jeden Abend zum Kampf kommt, sind folgende Dinge empfehlenswert:

  1. Man sollte dem Kind am Nachmittag/Abend die Gelegenheit geben, von seinem Tag und etwaigen Konflikten oder Problemen zu erzählen.
  2. Man sollte den Tag ruhig ausklingen lassen, d. h., die Aktivitäten werden schon vor dem eigentlichen Schlafengehen deutlich heruntergefahren.
  3. Man sollte nicht auf jedes Ablenkungsmanöver reagieren. Natürlich kann das Kind vor dem Schlafen noch etwas trinken, aber dann ist es auch gut.
  4. Einschlafrituale wie Vorlesen sind wichtig. Man sollte aber keine ungünstigen Einschlafhilfen wählen (z.B. „Festbeleuchtung“ anlassen; die Hand vom Kind halten, bis es schläft), die man auf Dauer nicht durchhält bzw. die das Einschlafen erschweren. 

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Tipps für Durchschlafprobleme bei Kindern

Für Eltern von Babys ist Durchschlafen das Thema überhaupt. Pi mal Daumen sagt man, dass Babys im Alter von ungefähr einem halben Jahr 6 Stunden am Stück schlafen können. Manche Babys schaffen das früher, andere deutlich später – irgendwann ist aber für alle dieser Meilenstein erreicht. Nichtsdestotrotz wachen auch Kleinkinder und größere Kinder öfter mal nachts auf. So geht man am besten mit Durchschlafproblemen um:

  1. Wenn das Baby oder das Kind aufwacht, erst kurz abwarten, ob es sich von allein beruhigt. Sonst kann es gar nicht lernen, sich selbst zu regulieren.
  2. Aufregung vermeiden: Nur schwaches Licht anmachen. Das Baby nicht gleich aus dem Bett nehmen, sondern ihm zunächst nur den Nuckel geben.  
  3. Bei größeren Kindern: kurz fragen, was sie brauchen (z.B. einen Schluck Wasser, ein Kirschkernkissen bei Wachstumsschmerzen).

Wenn die genannten Dinge nicht helfen, ist es unter Umständen tatsächlich sinnvoll, das Kind ins eigene Bett zu holen oder sich mit ins Kinderzimmer zu legen, um das Kind zu beruhigen. Wenn man sein Bett auf Dauer nicht mit seinem Kind teilen möchte, sollte man diese Option jedoch nur für Notfälle reservieren. 

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Auch wenn es bewährte Tipps gibt, um Schlafprobleme zu lösen, kann es sein, dass im Einzelfall etwas anderes hilft. Beispielsweise gibt es Familien, die aufs gemeinsame Familienbett schwören. Wenn man Schlafgewohnheiten ändern möchte, sollte man außerdem behutsam vorgehen. Und letztendlich müssen die Eltern herausfinden, was für alle Beteiligten am besten ist. Hier findest du weitere Artikel, die dir dabei helfen können:

Quellen: geborgen-wachsen, kindergesundheit
Vorschaubild: ©GettyImages