Wasser sparen: 12 Tipps, den Wasserverbrauch zu senken

Arnold Schwarzenegger stand, als er noch Gouverneur von Kalifornien war, mit der Stoppuhr neben der Dusche, damit seine Kinder nicht unnötig Wasser verschwendeten. In relativ wasserreichen Gegenden wie bei uns hört sich diese Maßnahme fast schon absurd an.

Dabei kann sich auch hierzulande das Wassersparen im Haushalt gleich mehrfach lohnen: Zum einen purzeln die Wasser- und Abwasserkosten. Zum anderen kann, wer Warmwasser einspart, den Energieverbrauch senken. Nicht zuletzt lohnt sich der sparsame Umgang mit Trink- und Brauchwasser, da weniger Grundwasser verbraucht wird, welches Pflanzen und Tiere zum Leben brauchen – und davon haben schließlich alle etwas.

Ein paar Tricks und Kniffe, wie man im Alltag Wasser sparen kann, erfährst du hier:

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1. Olla

Ollas wurden in Wüstengebieten bereits vor rund 2.000 Jahren zur Bewässerung von Gärten und Plantagen eingesetzt. Hierzulande sind sie besonders für durstige Hochbeete perfekt: Das Wasser zieht langsam ins Erdreich und hält den Boden gleichmäßig feucht. So gibt es weniger Wasserverlust durch Versickern oder Verdunsten.

Nimm einen einfach gebrannten, unglasierten Tontopf und dichte das Ablaufloch ab. Grabe den Topf nun in das Beet ein, fülle ihn mit Wasser und decke ihn ab. 

Olla Hochbeet Bewässerung

2. Alter Gartenschlauch

Alte Gartenschläuche lassen sich vielseitig verwenden. So auch als DIY-Bewässerungssystem für den Garten: Lege den Gartenschlauch entlang der Rabatten aus (am besten etwas verdeckt, damit es schöner aussieht), stich dort, wo gewässert werden soll, kleine Löcher in den Schlauch und schließe diesen dann mit einer Zeitschaltuhr an den Wasserzulauf. Das andere Ende des Schlauchs bleibt dabei selbstverständlich verschlossen. Stelle die Zeitschaltuhr auf die Morgen- und Abendstunden, damit das Wasser nicht gleich wieder verdunstet.

Auf diese Weise kommt das Wasser genau zu seinem Bestimmungsort. Ideal auch für die Gartenbewässerung während des Urlaubs!

Tropfbewässerung Gartenschlauch

3. Grauwasser

Wer den Wasserablauf seiner Waschmaschine nicht fest installiert hat, kann das sogenannte Grauwasser auffangen und nutzen – zum Beispiel, um den Boden zu schrubben oder um dreckiges Geschirr einzuweichen. Dafür verwendet man am besten das Wasser aus dem zweiten und dritten Spülgang, da dieses bereits weitgehend von Schmutz befreit ist.

Zum Gießen kann man das Abwasser der Waschmaschine ebenfalls verwenden – allerdings nur, wenn man kein Waschmittel einsetzt, sondern auf Efeu oder Waschnüsse zurückgreift.

Abwasser Waschmaschine nutzen

4. Buntwäsche

Hast du dich schon einmal gefragt, was bei deiner Waschmaschine der Unterschied zwischen „Buntwäsche“, „Pflegeleicht“ und „Feinwäsche“ ist, wo doch die Temperatur jeweils 40 °C beträgt? Es ist der Wasserverbrauch!

Die Einstellung „Buntwäsche“ verbraucht weniger Warmwasser als „Pflegeleicht“, und diese wiederum weniger als „Feinwäsche“. Wenn du also nicht gerade empfindliche Kleidungsstücke wäschst, solltest du immer „Buntwäsche“ wählen.

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5. Kartoffelwasser

Abgekühltes Kartoffel- oder Nudelwasser enthält viele Nährstoffe, weshalb es sich perfekt zum Blumengießen eignet. Fange das Kochwasser also immer auf und fülle es in Gießkannen um.

Kartoffelwasser ist übrigens auch ein ideales Mittel, um alte Blumentöpfe zu schrubben.

Kartoffelwasser zum Gießen

6. Waschschüssel

Wasche deinen Salat und dein Gemüse nicht unter fließendem Wasser, sondern in einer Schüssel. Zum einen senkst du so den direkten Wasserverbrauch. Zum anderen kannst du das Wasser auffangen und für andere Dinge verwenden: um Blumen zu gießen, Töpfe einzuweichen oder Gartenmöbel zu reinigen.

Salat waschen Schüssel

7. Duschen

Wusstest du, dass wir 36 % unseres Trinkwassers für die Körperpflege verwenden? Und da ist die Toilettenspülung noch nicht mit eingerechnet. Hier steckt also einiges an Sparpotenzial!

So verbraucht Duschen deutlich weniger Warmwasser als Baden. Aber natürlich nur, wenn man sich dabei zeitlich einschränkt (siehe Arnold Schwarzenegger).

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8. Sparduschkopf

Die Anschaffung eines Sparduschkopfs kann sich im Portemonnaie richtig bemerkbar machen. Und zwar im positiven Sinne: 30 % Wasser spart die Umstellung ein, was sich im Jahr mit rund 90 Euro pro Person auszahlt.

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9. Gallseife

Wer beim Wäschewaschen grobe Flecken mit Gallseife vorbehandelt, kann auf das Vorwäsche-Programm verzichten – und spart sowohl Wasser als auch Energie.

Gallseife statt Vorwäsche

10. Toilette

Dass man kostbares Trinkwasser benutzt, um seine Ausscheidungen in die Kanalisation zu spülen, ist schon fast dekadent. Achte daher darauf, stets nur so lang wie nötig zu spülen bzw. die Spartaste zu betätigen.

Auch die Installation eines neuen – effizienteren – Spülkastens kann sich lohnen. Von Tipps, den Spülkasten künstlich zu verkleinern, indem man etwa einen Ziegelstein hineinlegt, ist hingegen abzuraten.

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11. Gartenwasserzähler

Für große Gartengrundstücke kann es sich mitunter lohnen, beim Wasserversorger einen Gartenwasserzähler anzumelden. Da Wasser, das zum Gießen verwendet wird, kein Abwasser verursacht, werden hier die Abwasserkosten abgezogen.

Hinweis: Einige Wasserversorger erlauben, dass man sogar seinen Pool über den Gartenwasserzähler auffüllt. Aber nicht alle. Mach dich also besser vorher schlau, ob bei dir diese Möglichkeit besteht.

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12. Regenwasser

In einem anderen Artikel hatten wir bereits Tipps und Tricks verraten, wie man effektiv Regenwasser sammelt. Was viele jedoch aus dem Blick verlieren, ist, dass man Regenwasser nicht nur zur Garten- und Blumenbewässerung verwenden kann: Ob zum Reinigen der Terrasse oder auch im Haushalt – Regenwasser wird oft unterschätzt!

Regenwasser Tonne verbinden

Steter Tropfen macht den Eimer voll. Wer hier und da etwas Wasser im Alltag einspart, hat am Ende seinen Wasserverbrauch drastisch gesenkt. Das freut den Geldbeutel und die Umwelt.

Weitere clevere Tipps für Pfennigfuchser:

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