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Erkältungs-Tricks: 5 bewährte Hausmittel gegen Husten

Husten ist eine lästige Begleitung einer Erkältung, doch es gibt Mittel, die Linderung versprechen. Hier sind 5 Hausmittel gegen Husten.

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Inspirationen gesucht? Hier findest du bewährte Hausmittel und mehr. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Husten ist eine gezielte Reaktion des Körpers, um Krankheitserreger aus den Atemwegen zu entfernen und schnell wieder gesund zu werden. Für die Betroffenen ist er jedoch häufig unangenehm und lästig.

Es gibt jedoch verschiedene natürliche Hausmittel, die helfen können, den Husten zu bekämpfen. Zwiebelsaft und Brustwickel haben sich zum Beispiel als wirksam erwiesen. Darüber hinaus gibt es auch andere Mittel, die den Hustenreiz lindern können und dem Körper dabei helfen, mit dem Husten umzugehen.

Frau die hustet.
Das sind die besten Hausmittel gegen Hustenreiz. Foto: Africa Studio-stock.adobe.com

1. Inhalieren gegen Hustenreiz und Schleim 

Eine der häufigsten Empfehlungen bei Erkältungen und Husten ist das Inhalieren. Dafür wird heißes Wasser in einen Inhalator mit Mund- und Nasen-Aufsatz gefüllt und langsam ein- und ausgeatmet. Für eine zuverlässige Wirkung sollte der Vorgang alle drei Stunden wiederholt werden.

Wer keinen Inhalator zu Hause hat, kann natürlich auch eine Schüssel mit heißem Wasser und ein Handtuch verwenden. Die Inhalation kann helfen, den zähen Schleim bei Husten mit Auswurf zu verflüssigen. Dem Wasser können Heilkräuter oder ätherische Öle hinzugefügt werden.

Achtung: Beim Inhalieren besteht Verbrühungsgefahr! Senke deinen Kopf erst über die Schüssel, wenn das Wasser etwas abgekühlt ist, und halte es von Kindern fern.

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2. Hustensaft selbst herstellen

In der Apotheke lassen sich fertige Hustensäfte kaufen. Doch oft ist es gar nicht nötig, viel Geld für solche Säfte zu bezahlen, denn man kann sich diese ganz leicht selbst herstellen.

Zwiebelsaft und Honig

Zwiebelsaft ist eines der ältesten Hausmittel gegen Husten. Schneide einfach eine Zwiebel in Würfel und koche sie bei schwacher Hitze zusammen mit Kandiszucker oder Honig auf. Lass das Gemisch dann eine Weile stehen und siebe es anschließend durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter. Den Zwiebelsaft kannst du dann löffelweise einnehmen.

Die ätherischen Öle, schwefelhaltigen Verbindungen und Flavonoide in der Zwiebel töten Keime ab und wirken entzündungshemmend. Gleichzeitig beruhigen sie die Bronchien und lindern den Hustenreiz.

Hustensaft aus Rettich

Auch Schwarzer Rettich hat sich bei Husten als Hausmittel bewährt. Der Saft aus der Rettichwurzel wirkt keimhemmend und lindert den Hustenreiz.

Schäle für die Herstellung des Safts einen Rettich, reibe ihn klein und presse ihn anschließend mit einer Saftpresse aus. Es sollten mehrmals täglich ein bis zwei Esslöffel des Safts eingenommen werden. Allerdings nicht länger als vier Wochen, da es sonst zu Magenreizungen kommen kann.

Wer den puren Saft nicht mag, kann alternativ einen Rettich-Honig-Sirup herstellen. Schneide dafür den Deckel des Rettichs ab und höhle die Frucht großzügig aus. Gib dann Honig und das entnommene Rettichfleisch hinein und vermenge beides miteinander. Zum Schluss stichst du mit einer Rouladennadel kleine Löcher in den Boden des Rettichs und platzierst ihn auf einem Glas. Der Sirup tropft nun durch die Löcher ins Glas und kann sofort verwendet werden.

Selbstgemachter Hustensaft
Selbstgemachter Hustensaft. Foto: MediaPartisans

3. Ausreichend trinken

Ausreichend zu trinken, ist bei einer Erkältung sehr wichtig. Das wirkt einer Austrocknung der Schleimhäute entgegen und fördert das Verflüssigen des Schleims in den Bronchien. Kräutertees eignen sich besonders gut, denn man nimmt mit ihnen nicht nur genügend Flüssigkeit zu sich, sondern lindert auch den Hustenreiz.

Folgende Teesorten eignen sich bei Husten besonders:

Tee gegen Husten ohne Auswurf:

  • Lindenblüten
  • Spitzwegerich
  • Eisenkraut
  • Eibisch
  • Huflattich
  • Malve
  • Isländisch Moos
  • Königskerze

Tee gegen Husten mit Auswurf:

  • Anis
  • Fenchel
  • Primel (Schlüsselblume)
  • Thymian
  • Holunder
  • Süßholz

4. Wickel und Kompressen

Während Tees, Hustensäfte oder Inhalationen von innen wirken, tun Kompressen und Wickel dies von außen. Welche Art von Kompresse oder Wickel du wählst, hängt ganz davon ab, welche Wirkung du erzielen willst.

Kalter Brustwickel

Kalte Brustwickel steigern die Durchblutung und helfen dem Körper, festsitzendes Bronchialsekret zu verdünnen. Dadurch kann man leichter abhusten. Zudem wirkt ein kalter Brustwickel entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend.

Warmer Brustwickel

Ein warmer Brustwickel ist ein simples Hausmittel bei Husten mit Auswurf und kann den Schleim in den Atemwegen lösen. Wer will, kann ihn mit Zitronensaft oder ätherischen Ölen versetzen.

Bienenwachskompresse

Bienenwachskompressen sind in Reformhäusern, Drogerien und Apotheken erhältlich. Sie können Wärme lange speichern und abgeben. Auf die Brust oder den Rücken gelegt, lösen sie den Schleim und lindern den Hustenreiz. Zudem sind sie mehrfach verwendbar.

Thymiankompresse

Brustkompressen aus Thymian helfen besonders gut bei einer Bronchitis. Tunke das Innentuch dafür in Thymian und lass die Kompresse ungefähr 20 bis 30 Minuten einwirken.

Zwiebel-Brustwickel

Zwiebeln helfen nicht nur als Saft gegen Husten, sondern auch äußerlich in Form eines Brustwickels. Verteile ein bis zwei kleingeschnittene Zwiebeln auf einem Baumwolltuch und falte alles zu einem flachen „Päckchen“. Erwärme dieses dann im Wasserbad und lege es danach auf die Brust. Bedecke es mit einem weiteren Tuch, fixiere es mit einem Außentuch und lass den Wickel etwa eine halbe Stunde einwirken.

Ingwerwickel

Ein Wickel aus gemahlenem Ingwer lindert Husten und andere Symptome. Rühre dafür ein bis zwei Teelöffel Ingwerpulver mit etwas Wasser an, lass es quellen und gib die Masse dann in einen halben Liter heißes Wasser. Tränke danach ein Baumwolltuch darin und lege das Tuch eng auf die Brust oder den Rücken. Lass den Ingwerwickel maximal 30 Minuten einwirken.

Achtung: Bei Ingwerwickeln können Unverträglichkeitsreaktionen auftreten. Während der ersten Anwendung solltest du deshalb nicht allein bleiben bzw. die Anwendung im Zweifelsfall sofort beenden.

5. Ätherische Öle gegen Husten

Die in vielen Pflanzen enthaltenen ätherischen Öle eignen sich sehr gut als Heilmittel bei Husten. Sie lassen sich z.B. in Form von Einreibungen oder Ölbädern verwenden:

Inhalieren mit ätherischen Ölen

Wie bereits erwähnt, kann das Inhalieren festsitzenden Schleim lösen. Ätherische Öle können die Wirkung noch unterstützen. Besonders gut eignen sich Efeu, Fenchel, Teebaumöl, Thymian, Minze und Eukalyptus. Gib dafür ein bis zwei Tropfen des Öls auf einen viertel bis halben Liter warmes Wasser.

Ätherisches Öl.
Ätherische Öle helfen bei vielen Beschwerden. Foto: Media Partisans

Ölbad

Ätherische Öle eignen sich auch hervorragend als Badezusatz. Gegen Husten wirken vor allem Eukalyptus- und Thymianöl. Vermische das Öl vorher mit einem Emulgator wie Sahne, Milch, Honig oder Salz und gib es dann ins einlaufende Badewasser.

Einreibungen

Um ätherische Öle zum Einreiben zu verwenden, sollten sie vorher mit einem fetten Öl, z.B. Jojobaöl, verdünnt werden. Reibe Brust und Rücken anschließend einige Minuten lang mit dem Öl ein und ruhe danach etwa eine halbe Stunde mit abgedeckter Brust. Kurz vor dem Schlafengehen angewendet, lindert diese Anwendung den Hustenreiz und verhilft zu einem besseren Schlaf.

Achtung: Ätherische Öle sollten bei Kindern, Schwangeren, Stillenden, älteren Menschen sowie Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen wie Asthma und Epilepsie nur in Absprache mit einem Arzt verwendet werden.

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Husten ist nicht immer harmlos. Spätestens dann, wenn weitere Symptome wie Fieber oder Nachtschweiß hinzukommen oder der Husten nach einer Woche nicht allmählich abklingt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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Quellen: apotheken-umschau, netdoktor
Vorschaubilder: ©flickr/Simon James ©pinterest/shoppantryproducts