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Dübel richtig verwenden: 9 Fehler, die man vermeiden sollte

Fest verankert

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DIY- und Upcycling-Freunde, aufgepasst: Hier sind Ideen zum Möbel-Selberbauen. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Bei der nicht enden wollenden Pannenserie des Berliner Flughafens BER kam im Mai 2019 noch ein weiteres Malheur hinzu: 20.000 falsche Dübel mussten ausgetauscht werden! Dass falsche Dübel zu einem richtigen Sicherheitsrisiko werden können, zeigt sich jedoch bereits täglich in einer Vielzahl von Haushalten: herabfallende Gardinenstangen, Kinderschaukeln und Küchenschränke machen das Leben in der eigenen Wohnung zur Zitterpartie.

Wie verwendet man Dübel richtig? Die 9 häufigsten Denkfehler zu diesem Thema – und was man machen kann, wenn es Probleme gibt – erfährst du hier.

©Wikepedia/Juandev/CC BY-SA 3.0

Dübel, die einem neu gekauften Möbelstück beiliegen, sind nicht unbedingt die erste Wahl: Zum einen sind sie oft von minderer Qualität. Zum anderen müssen Dübel immer zum jeweiligen Untergrund passen, in dem sie halten sollen. Wer blindlings Standarddübel verwendet, kann eine böse Überraschung erleben.

Hinweis: Eine Übersicht, welcher Dübel für welchen Untergrund und welchen Zweck der richtige ist, findest du am Ende dieses Artikels.

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In vielen Haushalten findet sich ein kleiner Vorrat an Universaldübeln. Um Bilder oder einen Kleiderhaken aufzuhängen, ist das auch ausreichend. Aber bereits bei Gardinenstangen, Handtuchhaltern oder schwereren Lasten sind Universaldübel – je nach Untergrund – nicht unbedingt optimal.

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Für einen kraftvollen Halt des Dübels muss man den Untergrund genau kennen. Klopfe als Erstes die Wand bzw. die Decke ab. So hörst du, ob es sich um einen massiven Untergrund oder um eine Hohlwand handelt. Darüber hinaus ist eine Probebohrung sinnvoll. Nimm dafür einen dünnen Bohrer und untersuche den Bohrstaub:

  • Beton: Der Staub ist hellgrau, fein und rieselnd.
  • Porenbeton: Der Staub ist hellgrau und grobkörnig.
  • Sandstein: Der Staub ist gelb und grobkörnig.
  • Ziegelstein: Der Staub ist rot oder gelb, in Altbauten oft auch schwarz.
  • Gipskarton: Der Staub ist weiß bis hellgrau und klebt am Bohrer fest. Außerdem taucht der Bohrer sehr leicht ins Material ein.

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In aller Regel stimmt der Satz: Man wählt den Bohrer mit der Größe des Dübels. Nicht jedoch, wenn der Untergrund porös ist! Dann solltest du erst mit einem kleineren Bohrer vorbohren und – wenn überhaupt nötig – erst danach mit dem passenden Bohrer nacharbeiten. Grund dafür ist, dass bei porösen Wänden um den Bohrer herum immer etwas Material ausreißt.

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Achte darauf, kontinuierlich in einem 90°-Winkel zu bohren. Korrigierst du den Ansatzwinkel während des Bohrens, hat der Dübel später keinen Halt.

Tipp: Ist das Bohrloch versehentlich zu groß geworden oder dreht der Dübel im porösen Untergrund durch, kann man mit Blitzzement, Reparaturknete oder Montagekleber nachhelfen. Fülle das Bohrloch auf, drücke den Dübel hinein und lass alles festtrocknen. Die Belastbarkeit dieses Verfahrens hat allerdings ihre Grenzen.

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Grundsätzlich gilt: Das Bohrloch sollte etwa 1 cm länger sein als der Dübel. Das Kürzen überstehender Kunststoffdübel kann man zwar machen – die Tragfähigkeit des Dübels wird dadurch jedoch eingeschränkt.

Tipp: Lässt sich das Kürzen des Dübels nicht vermeiden, solltest du ihn zusätzlich mit Blitzzement oder Ähnlichem fixieren.

Ist die Schraube zu schmal, rutscht sie aus dem Dübel heraus. Ist sie zu breit, zerstört sie den Dübel. Auch zu kurze oder schief eingedrehte Schrauben können die Traglast des Dübels gefährden.

Wähle die Schraube so, dass sie etwas länger als der Dübel plus das anzuschraubende Bauteil ist. Darüber hinaus sollte der Durchmesser der Schraube 1 bis 2 Nummern kleiner als der des Dübels sein:

  • Dübeldurchmesser: 6 mm → Schraubendurchmesser: 4–5 mm
  • Dübeldurchmesser: 8 mm → Schraubendurchmesser: 4,5–6 mm
  • Dübeldurchmesser: 10 mm → Schraubendurchmesser: 6–8 mm

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Bei dünnen Decken und Wänden muss der Dübel je nach Untergrund und Belastung sorgfältig ausgewählt werden. Universaldübel sind zwar prinzipiell für Hohlräume ausgelegt – allerdings nur für feste Untergründe und geringe Traglasten.

Tipp: In Altbauten verläuft hinter der abgehängten Decke meist eine Tragekonstruktion aus Holz, die sich durch Abklopfen aufspüren lässt. An dieser Tragekonstruktion lassen sich leichte Dinge wie Lampen, Blumenampeln oder Adventskränze problemlos befestigen. Ansonsten greift man am besten gleich zu Federklappdübeln oder Hohlraumdübeln. Diese sind so konstruiert, dass sie sich in der Hohlkammer öffnen und von hinten an den Untergrund pressen.

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Je tiefer ein Dübel in der Wand steckt, um so mehr Belastung hält er aus. Schon bei Handtuchhaltern empfiehlt sich daher ein Langschaftdübel. Besonders bei Wänden aus Gipskartonplatten, aber auch bei porösen Untergründen, muss die Last darüber hinaus aber auch über die Fläche verteilt werden. Verwende für Oberschränke am besten grundsätzlich eine Hängeschiene, die mit möglichst vielen Dübeln an der Wand befestigt wird.

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Wand ist nicht gleich Wand und Dübel nicht gleich Dübel. Bevor es in deiner Wohnung zur Katastrophe kommt, solltest du dir also kurz Zeit nehmen, um den passenden Dübel für dein Projekt herauszusuchen.

Wie finde ich den richtigen Dübel?

Sicherheit geht vor! Diese Regel gilt erst recht im Haushalt. Sei mit dem Hantieren von Dübeln also nicht nachlässig, sondern achte darauf, dass Untergrund, Belastung und Dübelart zusammenpassen.

Tolle Heimwerkertricks für kleinere Reparaturen im Haushalt findest du übrigens in den folgenden Beiträgen:

Quelle: bauen, hausjournal, praxistipps.focus, theo-schrauben

Vorschaubild: ©Wikepedia/Juandev/CC BY-SA 3.0