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Gemüse frisch halten: 8 Tricks

Nicht jedes Gemüse ist für den Kühlschrank geeignet. Um trotzdem dein Gemüse frisch halten zu können, gibt es diese Tricks.

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Die besten Tipps und Kniffe für eine gut organisierte Küche gibt es hier! (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Nicht immer ist der Kühlschrank der richtige Ort, um Gemüse zu lagern. Manchmal ist auch schlicht kein Platz mehr darin. Damit dein Gemüse trotzdem möglichst lange frisch bleibt, findest du hier die besten Tricks aus Großmutters Zeiten. So bleibt der Geschmack erhalten und kein Schrumpelgemüse wandert mehr in den Müll.

Gemüse frisch halten: 8 Tricks ohne Kühlschrank

Gerade erst gekauft und schon schrumpelig: Bei falscher Lagerung kann frisches Gemüse schnell matschig, faul und ungenießbar werden. Dagegen helfen ein paar Tricks, die sich schon zu Großmutters Zeiten bewährt haben – auch ohne Kühlschrank.

Inhalt:

  1. Nicht waschen
  2. Blätter entfernen
  3. Zeitungskiste
  4. Luftdichter Behälter
  5. Hängen statt legen
  6. Sandkiste
  7. Einlegen
  8. Wurzelkeller

Warum ohne Kühlschrank?

Oft ist es schlicht der Platz, der im Kühlschrank fehlt – sei es, weil der Kohlkopf so groß ist oder die Ernte so reichhaltig war. Es gibt aber noch andere Gründe, Gemüse nicht im Kühlschrank zu lagern. Denn manchen Gemüsesorten schadet die feucht-kalte Umgebung: 

  • Verlust von Nährstoffen: Die feuchte Umgebung entzieht manchen Gemüsesorten (z.B. Zucchini und Zwiebeln) wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe.
  • Veränderte Textur: Einzelne Gemüsesorten – wie Tomaten, Paprika oder Kürbis – werden im Kühlschrank schneller matschig. Kartoffeln können glasige Stellen bekommen.
  • Geschmacksveränderung: Die Kälte hemmt Enzyme, die für den Geschmack des Gemüses zuständig sind. Das gilt vor allem für Tomaten, Gurken, Zucchini, Auberginen und Avocados. 

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Tricks, damit Gemüse länger frisch bleibt

Lange Zeit kamen die Menschen auch ohne Kühlschrank aus – und wollten trotzdem nicht auf frisches Gemüse verzichten. Mit diesen Tricks bleibt dein Gemüse länger genießbar:

1. Nicht waschen

Wasche frisch geerntetes Gemüse erst kurz vor dem Verzehr. Durch das Waschen geht nämlich die natürliche Schutzschicht des Gemüses verloren.

2. Blätter entfernen

Entferne bei Möhren, Radieschen, Kohlrabi und Fenchel die Wurzeln und Blätter. Die Pflanzen stellen dann nämlich ihren Stoffwechsel ein und altern langsamer. Außerdem faulen die Blätter bei Wurzelgemüse am schnellsten. 

Bei Mais oder Blumenkohl solltest du die äußeren Blätter hingegen dranlassen. Sie schützen das Gemüse vor dem Austrocknen.

3. Zeitungskiste

Gemüse hält länger, wenn es locker, trocken und mit etwas Abstand zueinander gelagert wird. Dazu eignet sich zum Beispiel eine Kiste mit Zeitungsschnipseln.

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4. Luftdichter Behälter

Salat, Chinakohl, Grünkohl und Radieschen halten am längsten in luftdicht verschließbaren Behältern. Achte darauf, ein feuchtes (nicht nasses!) Tuch mit in den Behälter zu legen.

Angeschnittene Auberginen und Avocados beträufelst du am besten mit etwas Zitronensaft, bevor du sie in eine Frischhaltebox gibst. Anschließend lagerst du sie bei Kellertemperatur (10 bis 13 °C).

5. Hängen statt legen

Hängst du Gemüse in Netzen auf, verhinderst du Druckstellen. Die Methode eignet sich vor allem für schweres Gemüse wie Zucchini und Kürbisse.

6. Sandkiste

Ein weiterer Trick, um Gemüse frisch zu halten, ist eine Sandkiste: Grabe Zwiebeln, Möhren oder Rote Bete in leicht angefeuchteten Sand ein – als ob du sie einpflanzen würdest. Der Sand schützt das Gemüse und reguliert den Wassergehalt.

Eine Variante davon ist die Erdmiete: ein 60 cm tiefes Loch im Garten, wo das Gemüse ebenfalls in einer Sandkiste versenkt wird.

7. Einlegen

Ob in Salzlake oder in Öl – zu Großmutters Zeiten wurde viel frisches Gemüse für den Winter eingelegt. Diese Methoden halten Schimmel und Bakterien fern. Noch länger hält das eingelegte Gemüse, wenn man es zuvor kurz blanchiert hat.

Fetthaltiges Gemüse, wie etwa reife Avocados, kann man auch einfach in ein Wassergefäß legen, um es länger haltbar zu machen.

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8. Wurzelkeller

Ob Kartoffel, Lauch, Sellerie, Kohlrabi, Kürbis oder Kohl – ein gleichmäßig kühler, dunkler und gut belüfteter Keller ist zum Lagern von frischem Gemüse geradezu ideal. Da das Gemüse für die Lagerung keinerlei Vorbereitungen braucht, ist diese traditionelle Methode wirklich bequem und vor allem für größere Mengen ideal.

Nicht jedes Gemüse ist gleich. Zum Glück gibt es aber für jede Gemüsesorte einen passenden Trick, um sie möglichst lange frisch zu halten. Da steht einer gesunden Ernährung, die wirklich schmeckt, nichts mehr im Wege!

Quellen: meine-ernte, mein-gartenbuch
Vorschaubilder: ©pinterest/onehundreddollarsamonth ©
pinterest/hunker