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8 interessante Fakten über den Alltag früher

Alltag früher: Was war besser? Was schlechter? Diese 8 interessanten Fakten aus der Geschichte helfen, über unsere Gegenwart nachzudenken.

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Spannende Themen und Wissenswertes mit Aha-Effekt. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Oft scheint der Blick in die Vergangenheit seltsam vernebelt zu sein – bei den einen rosarot, bei den anderen dunkelgrau. War früher alles besser? Oder haben wir die alten Zeiten zum Glück hinter uns gelassen? Eine pauschale Bewertung, wie das Leben früher war, muss zwangsläufig scheitern.

Nichtsdestotrotz hilft der Blick auf einzelne interessante Fakten aus dem Alltag unserer Großeltern, um über die Gegenwart neu nachzudenken. So manches erscheint da in anderem Licht, als wir es gewohnt sind.

Leben früher: 8 interessante Fakten zum Nachdenken

1. „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“? Von wegen!

Dass sich Jugendliche für das Thema Nachhaltigkeit interessieren, ist an sich gut. Arroganz ist jedoch fehl am Platz. Denn was Nachhaltigkeit angeht, kann die junge Generation viel von den Alten lernen! So war es früher selbstverständlich, saisonal zu essen: Das Gemüse kam frisch aus der Region oder sogar aus dem eigenen Garten. Für den Winter wurden Gurken eingelegt und Kompott gekocht. Kleidung, Möbel, Werkzeuge hat man über Generationen vererbt, Kaputtes wurde geflickt und repariert.

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2. Obst war eine Süßigkeit.

Kindern Obst aufzuzwingen, wäre früher geradezu absurd gewesen. Obst galt als Süßigkeit – einfach deshalb, weil es so gut schmeckt. Es täte gut, den großartigen Geschmack dessen, was die Natur hergibt, wiederzuentdecken. Dann gelingt die „gesunde Ernährung“ von ganz allein.

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3. Lesen war keine Selbstverständlichkeit.

Was in Westeuropa schon lange normal war, setzte sich im Rest der Welt nur langsam durch: Schulbildung für alle. Noch im Jahr 1970 hatten weltweit lediglich 65 % der Mädchen schon einmal eine Schule von innen gesehen. Im Jahr 2015 waren es bereits 90 %.

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4. Spielzeug gab es in Hülle und Fülle.

Jeder Draht, jeder Stock, jede leere Konservenbüchse und jede Seifenkiste konnte zum Spielzeug werden. Man benötigte nur etwas Fantasie und Freiraum – schon hatte man als Kind alles, was man zum Spaßhaben brauchte.

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5. Rauchen war ein Zeichen der Emanzipation.

Bis Ende der 1940er Jahre war Rauchen ein Symbol der Frauenbewegung. Mit der Zigarette zeigten Frauen öffentlich, dass sie genauso ein Recht auf Genuss haben wollten wie Männer. Ein himmelschreiender Skandal für die Moralhüter, die rauchende Frauen als „Mannsweiber“ bezeichneten – für manche Männer waren die Frauen mit der Zigarette aber auch Projektionsfläche erotischer Fantasien. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, wie eine rein symbolische Geste – die allenfalls Lungenkrebs auslöst – einen derartigen Wirbel entfachen konnte.

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6. Frauen durften nicht Fußball spielen.

In England wurde die erste Frauenmannschaft bereits 1894 gegründet und das erste Spiel fand im darauffolgenden Jahr vor 10.000 Zuschauern statt. Trotzdem war Frauenfußball lange Zeit verpönt und von vielen Sportverbänden sogar verboten. Zum Glück kümmerte das die Frauen wenig. Allein in Westdeutschland spielten bis zu 60.000 Frauen „illegal“ weiter und organisierten sich selbst – bis die Sportverbände in den 1970er Jahren ihren Widerstand endlich aufgaben.

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7. Man achtete auf Wertigkeit.

Ob heutzutage in Produkten gezielt Schwachstellen eingebaut werden, ist umstritten. Fakt ist aber, dass Kunden und Hersteller früher viel mehr auf Qualität und Haltbarkeit statt auf technische Raffinessen und günstige Preise achteten. Ganz nebenbei hat man so Müll vermieden und Ressourcen geschont.

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8. Der gesellschaftliche Zusammenhalt war stärker.

Die Bereitschaft, Freunden und Nachbarn zu helfen, ist seit den 1970er Jahren kontinuierlich gesunken. Das liegt vor allem daran, dass es den Menschen allgemein immer besser geht – es ist nicht mehr nötig, sich gegenseitig auszuhelfen. Gleichzeitig geht damit aber auch etwas verloren: gegenseitiges Vertrauen, Herzlichkeit und nachbarschaftliche Verbundenheit. Vielleicht sollte man einfach öfter mal füreinander da sein, selbst wenn keine Notlage vorliegt. Einfach so, weil es guttut.

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Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart, heißt es. Die Menschen haben viel erreicht und dennoch lohnt es sich immer wieder, auch zurückzublicken: entweder, um das Erreichte zu würdigen, oder, um sich zu vergewissern, was man bewahren will.

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Quellen: welt, faz
Vorschaubilder: ©imgur via reddit/sumslev ©flickr/Mike