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Quarkwickel: Diese Beschwerden kannst du damit lindern

Als bewährtes Hausmittel lindern Quarkwickel Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen. Hier erfährst du, wie sie richtig angewendet werden.

© IMAGO – Zoonar

Inspirationen gesucht? Hier findest du bewährte Hausmittel und mehr. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Quarkwickel sind echte Alleskönner unter den Hausmitteln. Sie kommen nicht nur bei Erkältungen, Schwellungen und Entzündungen zum Einsatz, sondern auch bei Sonnenbrand und Insektenstichen. Die Wirkung dieses altbewährten Hausmittels ist zwar wissenschaftlich kaum untersucht, beruht dafür aber auf jahrzehntelangen Erfahrungen. Und das Beste daran: Die richtige Anwendung von Quarkwickeln ist gar nicht so schwer.

Wenig Aufwand, große Wirkung. Hier erfährst du, wann Quarkwickel zum Einsatz kommen, wie du sie richtig anwendest und warum du den Quark auf keinen Fall direkt auf die Haut auftragen solltest.

Wann sind Quarkwickel sinnvoll?

Quark wird aus entrahmter Milch, Milchsäurebakterien und Lab hergestellt. Der Milchsäure wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt – das wurde wissenschaftlich aber noch nicht nachgewiesen. Außerdem kommt der Quark nicht direkt mit den betroffenen Körperstellen in Berührung. Wann ist der Einsatz von Quarkwickeln also sinnvoll und wie wirken sie?

Quarkwickel bei Schwellungen

Quarkwickel haben einen kühlenden Effekt. Das mindert die Schmerzempfindung und verengt die Gefäße, wodurch die Durchblutung verringert wird. Dadurch gehen Rötungen zurück und das Gewebe schwillt ab.

Nach einem Sturz oder bei akuten Sportverletzungen können Quarkwickel als Erste-Hilfe-Maßnahme angewendet werden. In diesem Fall wird der Quark fingerdick auf Frischhaltefolie (und nicht auf ein Tuch) aufgetragen. Die Folie sorgt dafür, dass die Quarkmasse nicht so schnell austrocknet und ihre kühlende Wirkung länger behält.

Ein Quarkwickel am Fuß.
Foto: IMAGO – Zoonar

Quarkwickel bei Schmerzen und Entzündungen

Quarkwickel können auch bei Knie- und anderen Gelenkschmerzen angewendet werden. Sie lindern Schmerzen und Entzündungen, Prellungen und sogar blaue Flecken. Versuche, die betroffene Körperstelle nach der Anwendung der Quarkwickel ruhig zu halten, damit die entzündete Stelle besser heilen kann. Beachte außerdem, dass starke Entzündungen besonders viel Wärme abgeben. Möglicherweise musst du den Quarkwickel zwei- bis dreimal erneuern, um eine kühlende Wirkung zu erzielen.

Quarkwickel am Fuß richtig anwenden.
Foto: Media Partisans/FUNKE Digital

Quarkwickel bei Erkältungen

Bei Husten und Halsschmerzen kommen körperwarme Quarkwickel zum Einsatz. Sie sollen die Durchblutung fördern, krampflösend wirken und das Ablösen des Schleims unterstützen. Erwärme den Quark dafür in einem Wasserbad. Bei Husten legst du die Quarkwickel auf die Brust, bei Halsschmerzen um den Hals.

Hinweis: Die Annahme, dass Quarkwickel bei Erkältungen helfen, beruht lediglich auf Erfahrungswerten und ist wissenschaftlich nicht belegt.

Quarkwickel richtig anwenden

Mit den richtigen Tricks gelingt die Anwendung von Quarkwickeln auch ohne „Sauerei“. Alles, was du dafür benötigst, sind Tücher aus Baumwolle oder Leinen, ein Schal, eine Mullbinde oder ein Handtuch zum Fixieren und natürlich Quark. Welche Sorte Quark du für die Wickel verwendest, ist egal. Auch der Fettgehalt spielt keine Rolle.

Quarkwickel richtig anwenden.
Foto: Media Partisans/FUNKE Digital

Wichtig ist, dass der Quark bereits 15 bis 20 Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank genommen wird, damit er sich etwas an die Zimmertemperatur anpassen kann. Gib den Quark schließlich fingerdick auf ein Tuch und schlage dieses ein.

Quarkwickel richtig anwenden.
Foto: Media Partisans/FUNKE Digital

Lege den Wickel nun auf die gewünschte Körperstelle und decke ihn mit einem zweiten Tuch ab. Anschließend fixierst du den Quarkwickel z.B. mit einer Mullbinde.

Wie lange bleiben Quarkwickel auf der Haut?

Kalte Quarkwickel sollten nicht länger als 15 bis 20 Minuten auf der Haut bleiben. Der Quark erwärmt sich nämlich mit der Zeit, was die Durchblutung anregt, die zu kühlende Körperstelle erwärmt und somit für einen gegenteiligen Effekt sorgt. Kalte Quarkwickel kannst du dafür mehrmals täglich anlegen.

Warme Quarkwickel können bis zu 30 Minuten auf der Haut gelassen werden, sollten aber nur einmal täglich gemacht werden. Quarkwickel über Nacht einwirken zu lassen, ergibt übrigens wenig Sinn. Spätestens, wenn der Quark zu trocknen beginnt, geht seine Wirkung verloren.

Den Quark nicht direkt auf die Haut auftragen

Wird der Quark ohne Tuch direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen, muss er später abgewaschen werden. Das kann auf empfindlicher Haut, z.B. nach einem starken Sonnenbrand oder einem Insektenstich, sehr schmerzhaft werden. Bei Schwellungen oder Gelenkverletzungen ist es ebenfalls nicht sinnvoll, den Quark direkt auf die Haut aufzutragen, weil er dann deutlich schneller austrocknet als in Form eines Wickels. Gib den Quark auch niemals auf eine offene Wunde. Diese könnte sich entzünden.

Quark in einer blauen Schüssel.
Foto: Pixabay/charlykushu

Wenn Quarkwickel richtig angewendet werden, sind sie ein simples, aber sehr effektives Hausmittel. Mit diesen Tipps gelingt dir die Anwendung ganz sicher ohne Probleme. Hast du es schon mal ausprobiert?

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Quellen: utopia, t-online
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