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Gartengestaltung: Kennst du diese Anbaumethode aus der DDR?

Das Gemüse wächst in Hochbeeten, unten schwimmen die Fische: 3 Gründe sprechen für Aquaponik als Methode der Gartengestaltung.

Reiche Ernte durch Aquaponik.
u00a9 stock.adobe.com u2013 tonaquatic

Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier.

Das Leben ist ein Kreislauf. So weit, so bekannt. Aber wärst du jemals auf die Idee gekommen, deinen Fischteich mit deinen Hochbeeten zu verbinden? Diese geniale Methode der Gartengestaltung heißt Aquaponik und löst gleich mehrere Probleme auf einmal.

Aquaponik: der perfekte Kreislauf

Stell dir vor, du hast Hochbeete voll mit prallen Erdbeeren, Salaten, Kräutern und Tomaten. Unterhalb der Hochbeete schwimmen Buntbarsche, Regenbogenforellen und Flusskrebse in großen Becken. Die Pflanzen und die Fische sind mithilfe von Schläuchen miteinander verbunden und bilden einen perfekten Kreislauf:

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Die Fische geben ihre Ausscheidungen ab, welche als Nährstoffe von den Pflanzen aufgenommen werden, und das gefilterte Wasser kehrt, angereichert mit Sauerstoff, wieder zurück ins Fischbecken.

Aquaponik heißt die revolutionäre Methode, um Gemüse anzubauen und Fische zu züchten. Es handelt sich dabei um ein fein abgestimmtes System, bei dem ein Bereich dem anderen hilft und umgekehrt.

Fisch im Wasser.
Aquaponik: So funktioniert das Gärtnern mit Fischen. Foto: stock.adobe.com – FotoSabine

Innovative Idee aus DDR-Zeiten

Das Grundprinzip der Aquaponik wurde bereits zu DDR-Zeiten entwickelt. Doch damals hatte man an der Erfindung kein ernsthaftes Interesse und so verschwand die Idee in der Schublade. Als sie Jahre später wieder hervorgeholt wurde, war allerdings allen sofort klar: Diese Idee hat enormes Potenzial. 

Gerade in großen Städten ist die Versorgung mit frischen Lebensmitteln schwierig. Mit Aquaponik kann man Gemüse und Fische jedoch relativ platzsparend an Ort und Stelle züchten. Der Wasserverbrauch ist dabei um 80 bis 90 Prozent reduziert und die Ernte hat absolute Bio-Qualität! 

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Leckeres Gemüse – auch zu Hause?

Aber schmeckt das Gemüse nicht fischig? Ganz und gar nicht! Das Gemüse vom Acker schmeckt ja auch nicht nach Gülle. Die Methode ist zwar technisch anspruchsvoll, aber es gibt auch Anleitungen und technische Anlagen für den Hausgebrauch. Wer also vorhat, in seinem Garten auf ökologische Weise Gemüse anzupflanzen, sollte sich überlegen, ob er nicht vielleicht seine Hochbeete mit dem Gartenteich verbindet.

Frisch, nachhaltig und lecker – drei überzeugende Gründe für diese ungewöhnliche Form der Gartengestaltung. 

Quelle: sueddeutsche
Vorschaubilder: ©stock.adobe.com – tonaquatic ©Pinterest/1001 Gardens ©Pinterest/Friendly Aquaponics