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Hecke schneiden: Wann und wie es richtig geht

Dürfen Hecken im Sommer geschnitten werden? Und ist eine elektrische Heckenschere immer
die beste Wahl? Wir zeigen dir, was du beim Rückschnitt deiner Hecke beachten musst.

Hecke schneiden: Wann und wie es richtig geht
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Die besten Ideen zur Gartengestaltung gibt es hier. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Hecken dienen als natürlicher Sichtschutz vor neugierigen Nachbarn, als Zaunersatz oder setzen optische Highlights im Garten.

Damit sie schön und voll wachsen, müssen Hecken regelmäßig getrimmt werden. Wie und vor allem wann man die grünen Wände am besten schneidet, hängt von mehreren Faktoren ab. Hier findest du hilfreiche Tipps, um ein akkurates Ergebnis zu erzielen und ganzjährig eine dichte und schöne Hecke zu haben.



Wann sollten Hecken geschnitten werden?

Hecken sollten Mitte bis Ende Februar das erste Mal zurückgeschnitten werden. Denn zu dieser Zeit stehen die Triebe noch nicht richtig im Saft und vertragen den Rückschritt besser. Außerdem hat die Brutzeit der Vögel noch nicht begonnen, sodass keine Jungvögel durch Zerstörung der Nester gefährdet sind. Weiterhin benötigen Hecken nach einem radikalen Rückschnitt eine gewisse Regenerationszeit.

Im Sommer, Ende Juni, erfolgt dann in der Regel der zweite Rückschnitt. Bei ihm sollte aber ein Drittel der neuen Triebe stehen bleiben, weil man der Hecke sonst zu viel Substanz rauben würde.

Für den Rest des Jahres solltest du die Hecke dann einfach wachsen lassen, um sie im folgenden Frühjahr wieder auf die gewünschte Höhe zu kürzen.

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Richtiger Schnitt der Hecke

Neben dem richtigen Zeitpunkt für den Rückschnitt ist auch die richtige Form wichtig. Eine Hecke sollte trapezförmig aufgebaut sein. Das bedeutet, sie sollte nach oben hin schmaler zulaufen. Dadurch gelangt genügend Licht an die unteren Pflanzenteile und die Hecke wird von unten nicht kahl.

Damit der Schnitt möglichst gerade wird, kannst du zur Orientierung eine Schnur zwischen zwei Pfosten spannen. Beginne zuerst mit den Seitenflächen, indem du sie von unten nach oben schneidest, und widme dich zum Schluss der Krone.

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Schneidest du die Hecke freihändig, kannst du Dellen und Hügel vermeiden, indem du die Heckenschere mit beiden Armen genau waagerecht hältst und aus dem Rücken heraus leichte Schwenkbewegungen ausführst. Achte darauf, deine Arme dabei ruhig zu halten, um ein gleichmäßiges Schnittbild zu bekommen.

Beim Schneiden der Flanken solltest du dich mit einer Seite deines Körpers neben die Hecke stellen und die Schere dabei mit weit ausgestreckten Armen parallel zur Hecke führen und sie aus den Schultern heraus auf und ab schwenken.

Hecken aus Nadelhölzern

Hecken aus Nadelhölzern (Thuja, Scheinzypresse, Kiefer oder Fichte) sind oft nicht sehr schnittverträglich. Werden sie zu weit zurückgeschnitten, treiben sie an den unbenadelten Zweigen nicht wieder aus. Lasse deshalb bei jedem Rückschnitt einer Nadelgehölzhecke Vorsicht walten und schneide sie nur so weit zurück, wie der Nadelansatz reicht.

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Blühende Hecken

Hecken aus Forsythien oder Blutpflaumen schneidet man nicht schon im Februar, sondern erst nach der Blüte zurück. Mit einem zu frühen Rückschnitt würde man die Blütenpracht schmälern. Ein zweiter Schnitt sollte erst ab Ende Juni erfolgen, weil danach keine neuen Blütenknospen mehr angesetzt werden. In der Regel reicht bei solchen Strauchhecken aber ein Schnitt pro Jahr aus.

Das richtige Schneidewerkzeug

Sicherheit sollte an oberster Stelle stehen. Handschuhe, lange Kleidung und eine Schutzbrille bei elektrischen Heckenscheren sind Pflicht. Außerdem sollte das Schneidewerkzeug scharf sein. Für einen sauberen und schonenden Schnitt reicht in der Regel eine klassische Heckenschere aus. Mit einer Gartenschere lassen sich ausgefranste oder dickere Äste entfernen.

Akku-Heckenscheren erleichtern zwar die Arbeit, sind aber mit etwa drei Kilogramm recht schwer und haben oft nur eine Akkulaufzeit von einer Stunde. Der Zeitaufwand und die eigenen körperlichen Grenzen für das Schneiden der Hecke sollten vor der Anschaffung abgeschätzt werden. Zudem weisen preiswerte Modelle oftmals eine zu geringe Motorleistung auf oder sie versagen bei stärkeren Ästen. Motorheckenscheren sind eher etwas für Profis, da sie noch mehr wiegen als Akkuscheren und nicht sehr handlich sind.

Eine gute Alternative sind elektrische Heckenscheren. Sie sind mit einem leistungsstarken Motor ausgestattet und können mühelos dicke Ästen schneiden. Allerdings sind auch sie recht schwer und verlangen vom Anwender etwas mehr Kraft bei der Bedienung. Idealerweise macht man die Auswahl der richtigen Heckenschere von der Größe der Hecke abhängig.

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Egal, für welches Werkzeug du dich entscheidest: Um ihre Form zu behalten und das Wachstum sowie dichtes, grünes Zweigwerk zu fördern, sollten Hecken mindestens einmal im Jahr in Form gebracht werden. 

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Quellen: ndr, mein-schöner-garten
Vorschaubilder:©pinterest/The Spruce ©pinterest/BobVila